Food Assembly – Bauernmarkt in Berlin

Sehr interessant, was mir da zugemailt wurde, daher teile ich das an dieser Stelle:

ERÖFFNUNG – ein Bauernmarkt im Berliner Betahaus!
Mit regionalen Produkten, Kochshow und Musik

Food Assembly, der ideale Mix aus Internet- Einkauf und Marktspatziergang, aus moderner Netzkultur und dem guten alten Nachbarschaftstreff. Wir laden dich ein, uns kennenzulernen:

Wann: Donnerstag, 27. November 2014, ab 18 Uhr
Wo: Betahaus, Prinzessinnenstraße 19-20, 10969 Berlin

Was: Mit frischen Produkten aus dem Umland trotzen wir dem grauen Novemberwetter. Eine erfolgreiche Sommersaison und die Neueröffnung einer Assembly wollen wir mit euch gebührend feiern: Bauern aus dem Umland lassen euch probieren, Küchenchefs weihen euch in die saisonale Kulinarik ein, und die neue Assembly stellt sich vor.

Das Betahaus wird Gastgeber und gibt Erzeugern und Verbrauchern ab jetzt jeden Donnerstag den Raum, sich während der Produktverteilung kennenzulernen und auszutauschen.Vor allem aber wird das Betahaus Teil einer Entwicklung, die die veralteten Vertriebsstrukturen nachhaltig verändern kann.

Food Assembly ist eine Initiative aus Frankreich. Sie bringt Bauern und Verbraucher nun auch in Deutschland zusammen, indem sie den regionalen Handel von Lebensmitteln neu gestaltet: Verbraucher kaufen die Produkte der Bauern online und holen diese dann auf wöchentlichen Bauernmärkten in der Stadt ab: auf den sogenannten Assemblies. Durch den direkten Kontakt können Bauern autonomer werden und der Handel effizienter. Verbraucher kommen einfach an regionale und gesunde Lebensmittel und lernen ihre Hersteller bei den Assemblies persönlich kennen. Transparenz und fairer Handel – für alle. Mehr Infos gibt’s hier, ein facebook- Event haben wir auch.

food assambly

5 Gedanken zu “Food Assembly – Bauernmarkt in Berlin

  1. Bernd Rodekohr schreibt:

    Ein »Bauernmarkt mit regionalen Produkten, Kochshow und Musik«, »Sag Ja zu regionalen Lebensmitteln«, » ein ehrliches Netzwerk«? Das hört sich in der Eigenwerbung von Food Assembly wunderbar regional, fair, angesagt – und irgendwie sogar »bio« an.

    Tatsächlich steckt ein international agierendes französisches Unternehmen dahinter (Equanum GmbH), das von französischen Investmentfonds und Banken (Caisse des Depots, BNP Paribas) mit Millionen finanziert wird. Bis heute hat die Equanum GmbH rund 3 Mio. € erhalten. Landwirte und Lebensmittelhersteller, die den Dienst nutzen, zahlen übrigens eine Gebühr ein Höhe von 16,7% ihres Umsatzes. (Quelle: http://tech.eu/features/2673/food-assembly-profile)

    Das Problem bei dieser Sorte StartUps ist, dass hier internationale Großinvestoren mit kleinen, regionalen Akteuren um die lokalen Märkte konkurrieren. Letztere haben natürlich nicht das Kapital, um solchen Angriffen auf Dauer standzuhalten.

    Wer also regionale Märkte stärken will, sollte wissen, wer hinter der hochprofessionellen bunten Werbefassade der »Food Assembly« steckt und dass er beim Einkauf auf dem »regionalen Bauernmarkt« auch einen internationalen Investmentfond mit unterstützt.

  2. Theresa Patzschke schreibt:

    Wie schade, dass es immer Leute gibt, die alles schlecht reden müssen. Vor allem, wenn es tatsächlich einmal eine gute Idee gibt!
    Und zum Glück ist die Food Assembly so professionell, denn sonst wäre es wieder einmal eine schöne Idee, die niemals umgesetzt werden könnte und wie so vieles Utopie bleiben müsste.

    Ich war schon auf mehreren Assemblies und ich kann nur Positives berichten. Die 16%, die die Bauern abgeben müssen sind doch nichts gegen die Summen, die normalerweise an Zwischenhändler abgegeben werden müssen! Macht euch doch selbst ein Bild und unterhaltet euch mit den Bauern. Ich habe es getan und weiß, dass die super happy sind, diese Möglichkeit des Vertriebs zu haben. Ausnahmslos alle. Sie verdienen viel mehr bei den Assemblies, als in jeglichem Biosupermarkt verdienen könnten! Aber da kommen sie ja mit ihren kleinen Produktionsmengen gar nicht erst rein…

    Ist im Übrigen auch super nett bei den Assemblies und die Produkte sind ausgezeichnet (auch wenn es manchmal mehr Auswahl geben könnte….)

    Thumbs up Leute und viel Erfolg!

  3. Yatan, Veronica, Laure, Udo schreibt:

    Wir möchten gerne – wenn auch mit einiger Verspätung – auf den Kommentar von Bernd Rodekohr eingehen.

    Richtig ist: Food Assembly ist ein Projekt, das aus Frankreich kommt, und dessen Ziel es ist, KonsumentInnen in direkten Kontakt mit regionalen LandwirtInnen und ErzeugerInnnen zu bringen. Das Konzept ist in Frankreich unter dem Namen „La Ruche Qui Dit Oui“ (Der Bienenkorb, der Ja sagt) sehr beliebt und ermöglicht vielen Menschen, gute und gesunde Lebensmittel aus ihrer Region zu fairen Preisen beziehen.
    http://www.laruchequiditoui.fr

    Richtig ist auch, dass Food Assembly / La Ruche Qui Dit Oui als junges Unternehmen mit externem Kapital finanziert ist – wie viele junge Unternehmen.

    Richtig ist aber auch, dass Food Assembly / La Ruche Qui Dit Oui in Frankreich als sozial-solidarisches Unternehmen (Enterprise social et solidaire) öffentlich anerkannt ist und einer der Gründer als Social Entrepreneur von Ashoka ausgezeichnet wurde.
    http://www.ecoconseil.org/devenir-eco-conseiller/promo-en-cours/paroles-de-la-promo-26/la-ruche-qui-dit-oui und https://www.ashoka.org/fellow/guilhem-ch%C3%A9ron

    Für ganz unzutreffend halten wir den Einwand, Food Assembly würde anderen regionalen Akteuren schaden oder diese niederkonkurrieren. Wer Food Assembly kennt, weiß, dass dieser Vorwurf geradezu absurd ist.

    Food Assembly verhilft vor allem kleineren LandwirtInnen, LebensmittelhandwerkerInnen und Manufakturen zu einem einfachen Marktzugang zu fairen Konditionen und unterstützt diese somit in Ihrer wirtschaftlichen Existenz. Diese Anbieter erhalten normalerweise keine Chance, im (Bio-)Lebensmittelhandel gelistet zu werden.

    Food Assembly steht auch nicht in Konkurrenz zur Solidarischen Landwirtschaft, sondern ergänzt und unterstützt diese. SoLaWi-Betriebe nutzen gelegentlich selbst die Plattform, um Ernteüberschüsse oder Ernteanteile anzubieten.

    Viele Menschen, die über die lokalen Assemblies einkaufen, schätzen den direkten Kontakt zu “ihren” BäuerInnen, wenn sie ihre Bestellungen abholen. Es handelt sich um Menschen, die wollen, dass mehr Lebensmittel ökologisch, regional und fair produziert, gehandelt und konsumiert werden. Diesem Ziel fühlen wir uns verpflichtet.

    Das Team von Food Assembly Deutschland
    Yatan, Veronica, Laure und Udo
    http://www.foodassembly.de

    P.S. Wir haben übrigens auch keine “hochprofessionelle bunte Werbefassade”, wie Bernd Rodekohr meint. Die Buntheit unseres Internetauftritt hält sich in Grenzen und jede/r mag selbst darüber urteilen. Und unsere Flyer sind in der Regel einfarbig im Format DIN A5😉

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s