Buchtipp: Kreuzberg kocht (und macht noch viel mehr)

In der letzten Woche hatte ich ein Buch in der Post, über das ich mich ganz besonders gefreut habe: „Kreuzberg kocht“ von den Autoren Ana Lichtwer, Anna Schroll und Cornelia Temesvári, erschienen in der „Edition Berliner Büchertisch„. Es ist ein ganz wunderbares Buch, soviel Begeisterung sei mir bereits im Intro des Artikels gestattet.

In Kreuzberg wird nicht nur gekocht, und so täuscht der Titel des Buches vielleicht sogar zunächst ein wenig. Vielmehr potraitiert dieses toll gestaltete Buch 55 außergewöhnliche Menschen und Initiativen, die ihren Kiez prägen. Von fleißigen Nachbarschaftsgärtnern über Bildungseinrichtungen, Clubs wie dem SO36, Aktionen wie der Langen Tafel, Initiativen gegen Antisemitismus, Musikern, Bioläden, Food Coops, Kinderbauernhof, Radiostation, Frauenkollektiven, selbstgebrautem Bier, Kochtreffen, Nachbarschaftshäusern, Freiwilligenagentur, Restaurants und und und….Man erkennt sehr schnell, die Vielfalt an Kultur und Subkultur, an Projekten und Initiativen, an Menschen die sich engagieren, ist groß und großartig. Man findet dies im Vorwort bereits im ersten Satz sehr schön beschrieben: „Kreuzberg kocht ist eine Suche nach Visionen, ein Blick auf Idealisten, Kreative und Unnachgiebige – aber auch auf gesellschaftliche Missstände, denen die hier Potraitierten etwas entgegensetzen.“

Das Buch möchte nicht nur tatsächlich viele ganz wunderbare, und einfach umzusetzende Rezepte der Protagonisten bieten, es geht vielmehr solchen Fragen nach wie „Welche Gestaltungsräume haben wir überhaupt? Und wie können wir in unseren unmittelbaren Nachbarschaft etwas bewirken?“. Einige Antworten wird der Leser in diesem Buch finden können. Es ist eine Zusammenstellung aus Interview und Rezepten, untermalt von stimmungsvollen Bildern, es bietet einen ganz anderen Blick auf Kreuzberg, als die die man vielleicht bislang kannte. Es ist auf gewisse Art und Weise auch ein Reiseführer. Dieses Buch macht Mut, Appetit und große Lust darauf, umgehend nach Kreuzberg zu ziehen.

Es ist wunderbar, welche Vielfalt Berlin, und hier sicherlich besonders Kreuzberg, an Angeboten einer „alternativen Lebenskultur“ zu bieten hat. Und mir persönlich macht es auch Mut, weil ich sehe, dass viele Menschen ähnlich denken wie ich, engagiert sind und etwas bewegen wollen. Die nicht über „die da oben“ und mangelnde Möglichkeiten der Beteiligung klagen, sondern selbst politisch aktiv werden.

Ich empfehle „Kreuzberg kocht“ nicht nur Menschen, die auf der Suche nach Rezepten sind, sondern vor allem solchen, die sich hier wieder erkennen. Das Buch kostet 14,95 Euro und ist viel mehr wert als das.

Weitere Infos findet ihr hier: www.kreuzberg-kocht.de

2 Gedanken zu “Buchtipp: Kreuzberg kocht (und macht noch viel mehr)

  1. Open schreibt:

    Oh my gosh! You totally susirpred me. What a treat, and I love finding someone else who believes in the same things as me. Thanks for the nice note. I can’t wait to follow more of your ideas and finds!Katie

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