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Landpartie, die Dritte: Gläserne Molkerei

24 Jan

Am heutigen Sonntag haben wir uns den Wasserstoffwagen geschnappt und sind mal wieder ins Berliner Umland gefahren, genau gesagt nach Münchehofe, kurz vorm Spreewald. Nachdem uns das Navi einige Kilometer gekostet hat, die wir zum Glück ja emissionsfrei zurückgelegt haben, kamen wir nach ca. 1 Stunde Fahrt durch schneebedeckte weite Landschaft am Hofladen der Gläsernen Molkerei an. Dort haben wir unsere erste Runde gedreht. Sehr hübsch und eine gute Auswahl. Vor allem den hofeigenen Käse (u.a. mit Bockshornklee) und die Milch, die viele von euch sicherlich schon im Bioladen gesehen haben, wanderten in unseren Einkaufskorb, aber auch Produkte des Partnerbetriebes, der Gläsernen Meierei in Upahl, wie Camembert landeten dort. Neben den hofeigenen Produkten findet man das Sortiment eines kleinen Bioladens vor, von Gemüse über Tazpresso bis zu Ökoputzmitteln alles vorhanden. Und man kann vor Ort z.B. Wiener Würstchen, eine Käseplatte oder ein Frühstück zu sich nehmen und einen Milchkaffee trinken. Super!

Hauptsächlich waren wir natürlich wegen der Führung durch die Gläserne Molkerei gekommen. Das Gebäude ist neu errichtet worden, und wurde erst am 6.1. in Betrieb genommen. Man kann die Molkerei ohne Führung oder zu bestimmten Zeiten (besser vorher mal anrufen) mit Führung (für 3 Euro…wobei es fragt keiner nach) durchlaufen. Ein sehr modernes Gebäude mit viel Holz und Glas wurde da in die Landschaft gesetzt, und im Prinzip durchläuft man einen langen Flur, von dem aus durch große Panoramascheiben auf der einen Seite die Käseherstellung, und auf der anderen Seite die Milchabfüllung zu beobachten ist. Ausserdem erläutern nett gemachte Schautafeln den gesamten Prozess noch einmal zum Mitlesen. Weswegen man eigentlich auch auf die Führung verzichten kann. Interessant ist das allemal. Und macht Hunger auf Käse, denn man sich am besten vorher oder nachher im Hofladen besorgt. Komischerweise gab es bei der ca. 30minütigen Führung zum Abschluss keinen zum Probieren, schade…

Anschließend sind wir dann zurück in die große Stadt gefahren, immer mit einem Auge zwischen Kilometer bis zum Ziel auf dem Navi und der “Range”-Anzeige im Hydrogen4, der die voraussichtliche Reichweite angibt. Die beiden Werte lagen gefährlich nah beieinander, wir haben es aber mit “10KM Rest” noch zur Tanke nach Spandau geschafft. Man kann übrigens noch ca. 3 KM “auf Batterie”, also rein elektrisch weiterfahren, dann wäre aber endgültig Schluss. Und Reservekanister mitnehmen geht leider nicht. Dafür fährt der Wagen immerhin sogar bei -11 Grad Celsius, was für Wasserstoff-Autos keineswegs schon üblich ist.

Und wie funktioniert das überhaupt mit dem Wasserstoffauto, fragen uns ja immer viele Leute, z.B. auf dem Parkplatz. Falls euch das interessiert, hier eine kurze Erläuterung: Das Herzstück des HydroGen4-Antriebs ist sein Brennstoffzellenstack. Seine Zellen wandeln gespeicherte chemische Energie (aus Wasserstoff) in elektrische Energie um – ganz ohne Verbrennung und CO2-Emissionen: In einem elektrochemischen Prozess erfolgt die Synthese von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser, und diese Reaktion erzeugt elektrischen Strom. Außer Wasserdampf entstehen keinerlei Emissionen. Das heißt: Wenn irgendwann der Wasserstoff ebenfalls “komplett sauber” produziert wird, dann fährt man tatsächlich komplett emissionsfrei.

Zurück zur Bio-Molkerei: Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie das eigentlich mit der Käseherstellung funktioniert, der könnte den Besuch schön mit einem Abstecher in den Spreewald verbinden. Spreewaldgurken gibt es natürlich auch schon im Bioladen…

Alle Fotos vom Ausflug gibt es hier als Slideshow.

Gläserne Molkerei, Molkereistraße 1 (ins Navi: Hauptstrasse 1), 15748 Münchehofe, www.glaeserne-meierei.de

Wir fahren wieder Wasserstoff – aber wohin?

22 Jan

Seit wenigen Tagen haben wir zum zweiten Mal die Ehre, als erste Privatpersonen in Europa den HydroGen4 (Wiki) von Opel zu fahren, ein Auto dass komplett auf Wasserstoff fährt. Weltweit gibt es von diesem Prototypen 100 Stück, in Europa nur 10, und zwar ausschließlich in Berlin. So fährt z.B. der ADAC damit Einsätze, außerdem sind weitere Sponsoren damit unterwegs. Das alles geschieht im Rahmen des Demonstrationsprojekt Clean Energy Partnership (CEP). Opel möchte testen, wie sich die Technik im Alltag bewährt, und genau das tun wir auf unsere Art. Wir fahren nun, nachdem wir den Wagen leider einen Monat hergeben mussten, wieder diverse Bioziele in und um Berlin emissionsfrei an. Wer also Ideen hat, immer her damit. Sie haben ein Bio-Restaurant oder einen tollen Bio-Bauernhof, den wir uns mal anschauen sollten? Sagen Sie uns Bescheid! Einziger Haken: Das Ziel sollte nicht weiter als 100 km vom Berliner Stadtzentrum entfernt sein, da die momentane Reichweite des Wagens ca. 320 Km beträgt, und die einzige Tankstelle weit und breit zur Zeit in Spandau steht.

Das Tanken funktioniert übrigens fast genauso wie beim Benzintanken, es dauert lediglich etwas länger, bis max. 4,2 KG Wasserstoff in die 3 Tanks des Wagens geflossen sind. Wenn uns unterwegs also mal das H2O ausgeht, sind wir geliefert. Dann müssen wir den Opel-Notdienst anrufen und um Abholung bitten….

Also, wir nehmen Tipps für nachhaltige/Bio-Ziele sehr gerne entgegen….

Ökohof Brodowin – eine Landpartie auf Wasserstoff…

3 Nov

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Meine Lieblingsmilch aus dem Bioladen kommt aus Brodowin, ca. 60 km vom Stadtzentrum Berlins entfernt in Chorin, mitten im Biospährenreservat. Da wollten wir schon lange mal hin, aber die Anreise mit Öffentlichen ist eher langwierig. Also haben wir die Gelegenheit ergriffen und sind mit unserem Wasserstoff-Auto hingefahren. Vorher zur Sicherheit noch mal getankt, da die Reichweite momentan nur 320 KM beträgt – wenn man liegen bleibt weil man sich verschätzt hat, hilft nur der Abschleppwagen. Nach einem kurzen Abstecher zum Schiffshebewerk Chorin sind wir zum Ökohof weiter, und prompt kam die Sonne raus. Und so konnten wir hinterm Hofladen uns auf Bänken in die Sonne setzen, Landluft einatmen (der Kuhstall in Wurfweite) und ein herrliches zweites Frühstück genießen. Brot und Käseplatte waren unglaublich köstlich. Der Hofladen ist wirklich mit Liebe eingerichtet, die Auswahl und Preise sind wie im Bioladen. Zusätzlich zu den hofeigenen Produkten wie Milch, Butter, Käse, Apfel- und andere Säfte, Gemüse und Obst, Honig, Kuchen und und und – alles fantastisch lecker – gibt es ein komplettes Sortiment wie im Bioladen. Und die Dame hinter der Theke war so was von nett….

Anschließend haben wir uns davon überzeugt, dass es den Tieren hier wirklich gut geht. Besucher sind hier nämlich wirklich willkommen. Die Ställe sind offen, die Kühe dürfen ihre Hörner behalten, kein Tier bekommt einen Herzinfarkt wenn man ein Geräusch macht, und vor allem die kleinen neugierigen Kälber haben Sandras Herz sehr erfreut und gierig ihre Hand abgeleckt. Putzig! Ihr merkt schon, wir waren begeistert! Brodowin hat übrigens eine revolutionäre Milchpackung erfunden, die hilft, Transportkosten zu sparen. Die Milch gibt es nun in Glasflaschen und PET. Und wer mal Bio-Eis aus Brodowin-Milch probieren möchte, kann dies z.B. bei Gemelli auf der Wrangelstrasse tun.

Das Auto hat uns übrigens problemlos nach Hause gebracht, die Reichweitenanzeige funktioniert einwandfrei. Das tolle am Wasserstoff ist, dass man ihn vielfältig herstellen kann. Und wenn bei der Herstellung saubere Energien eingesetzt werden, kann langfristig das Ziel erreicht werden, tatsächlich emmissionsfrei zu fahren. Und das finden wir wirklich fantastisch. Wasserstoff kann neben reinen Elektrofahrzeugen dazu beitragen, dass wir deutlich weniger CO2 verursachen. Die Herstellung ist einfach und gleichzeitig wird die Abhängigkeit vom immer knapper (und dann auch immer teuer werdenden) Öl verschwinden. Und was das für positive Folgen haben könnte, davon kann man ja wirklich nur träumen….aber Träumen ist erlaubt!

Weitere Fotos vom Ausflug gibt es hier.

Ökohof Brodowin, Weißensee 1, 16230 Chorin OT Brodowin, www.brodowin.de

Neuer LPG-Biomarkt in Treptow

27 Okt

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Das die Gegend rund um die Karl-Kunger-Strasse “sich macht” war mir schon länger aufgefallen. Da gibt es nun auch nette Kneipen und Cafés, kleine Lädchen und Galerien. Und jetzt auch einen nagelneuen LPG-Biomarkt. Ist für uns im Laden auch nicht schlecht, wir sind jetzt genau zwischen zweien. Die LPG ist recht gut ausgestattet, etwas größer als in der Reichenberger Strasse. Wir haben direkt mal eine kleine Einkaufstour mit dem Wasserstoff-Auto hingefahren und haben den Kofferraum mit guten Bio-Sachen vollgepackt. Normalerweise können wir ja nur soviel einkaufen, wie in den Fahrradkorb passt.

Seit einer knappen Woche sind wir ja nun mit dem Wasserstoff-Auto unterwegs und sind ganz begeistert. Fährt sich super und man wundert sich jedesmal: “Ist der jetzt schon an?” Ist nur leider etwas groß, vor allem beim Einparken. Da helfen die großen Werbeaufkleber auf der Heckscheibe auch nicht gerade…auf jeden Fall spannend, was in Sachen alternative Energien zukünftig möglich sein wird. Und das Fahrzeug wird sowieso noch völlig anders aussehen, wenn es in Produktion geht in wenigen Jahren – momentan dient ein vorhandenes Modell einfach als “Hülle” für den Hydrogen4.

LPG, Bouchéstrasse 21, Berlin-Treptow


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Wir tanken Wasserstoff! Wie bitte???

23 Okt

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Das passt jetzt hier zunächst mal nur bedingt rein, aber vielleicht wird der Zusammenhang bald klarer: Wir fahren für knapp 2 Monate ein “Wasserstoff-Auto”, den “Hydrogen4″ von Opel. Und warum wir? Nun, vor ca. 2 Monaten besuchten uns 2 Abgesandte von Opel in unserem Green Fashion Store “Everyday is like sunday” und fragten uns ob wir nicht genau dazu Lust hätten.

Gefunden hat man uns, weil wir hier bloggen. Und das gefiel Opel, weil man mit dem Wasserstoff-Auto genauso wie wir mit unserem Blog für mehr Nachhaltigkeit sorgen möchte. Also hat man uns angeboten, als erste Privatpersonen in Deutschland (oder Europa?) den Wagen zu fahren. Wir müssen dazu mal sagen, dass wir aus Überzeugung kein Auto besitzen. Aber hier geht es um etwas unterstützenswertes, etwas sehr wichtiges: Das Umstellen auf saubere Energien, mit dem Ziel CO2-neutral Auto fahren zu können. Das wird dauern, aber den Ansatz finden wir hervorragend. Natürlich kann man in der Großstadt gut auf ein Auto verzichten, aber wenn ihr wie wir “vom Dorf” kommt, kennt ihr das Problem – ohne Auto geht es manchmal einfach nicht. Und deshalb werden wir, und nun wir der Bogen wieder zum Blog gespannt, in den nächsten Wochen mal so einige Bio-Bauernhöfe, Hersteller und was uns sonst noch so einfällt mit dem Auto besuchen und davon berichten.

Wir hoffen Ihr habt nichts dagegen. Spannende Bio-Tipps gibt es natürlich weiterhin! Und wer mehr über das Auto wissen möchte, hier ein paar erste Infos.….und weitere Infos von der Übergabe gibt es hier

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