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Buchtipp: Kreuzberg kocht (und macht noch viel mehr)

7 Feb

In der letzten Woche hatte ich ein Buch in der Post, über das ich mich ganz besonders gefreut habe: “Kreuzberg kocht” von den Autoren Ana Lichtwer, Anna Schroll und Cornelia Temesvári, erschienen in der “Edition Berliner Büchertisch“. Es ist ein ganz wunderbares Buch, soviel Begeisterung sei mir bereits im Intro des Artikels gestattet. (weiterlesen…)

Buchtipp: Die Essensvernichter

14 Dez

“Die Essensvernichter” von Stefan Kreutzberger und Valentin Thurn gehören für mich zu diesen Büchern, die ich für so wichtig und gut halte, dass ich mir wünsche würde, jeder würde sie lesen. Auch für jene Menschen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit schon länger beschäftigen, ist dieses Buch zum vor einiger Zeit in den Kinos gezeigten Filmes “Taste the waste” lesenswert, denn man bekommt auf knapp 300 Seiten einen fantastischen Einblick zu einer globalen Problematik, zu der jeder einzelne von uns beiträgt, aber sich kaum jemand Gedanken macht: Müll. (weiterlesen…)

Neuer Bio-Einkaufsführer erschienen!

12 Aug

Ab sofort liegt in Bioläden und Kneipen, Cafés und sonstwo die neue Ausgabe des Bio-Einkaufsführers der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) aus. Das kleine Heftchen trägt auf 60 Seiten Bio-Adressen aus den verschiedensten Bereichen zusammen – Biomärkte, Bäckereien, Märkte, Bio-Gastronomie, Naturtextilien, Bio-Urlaub, Biö-Höfe, Abokisten und mehr. Das Heftchen ist natürlich kostenlos und kommt mit einer Auflage von 850.000, da sollte für jeden eins drin sein. Wer nicht raus geht, kann das Heft auch über die FÖL bestellen oder als PDF runterladen. Ein Zitat noch zum Schluss aus dem Vorwort: “Wenn wir die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung umsetzen, unseren Fleisch- und Wurstkonsum von rund 84kg pro Kopf und Jahr mindestens zu halbieren, lautet die zentrale Formel für den Einkauf: Zwei Drittel weniger Fleisch gleichen die hierzulande niedrige Ertragshöhe des Ökolandbaus aus und ermöglichen 100% Ökolandbau”. Jawohl.

Wochenendlektüre: Vom Aussteigen & Ankommen

14 Jul

Na, auch schon mal ans Aussteigen gedacht? Also so richtig? Es gibt ein wachsendes Bedürfnis bei vielen Menschen, aus unsere Gesellschaft auszusteigen, einfacher zu leben, zu entschleunigen, auf Besitz weitgehend zu verzichten. Unabhängig zu sein. Dieser Ausstieg kann völlig unterschiedlich aussehen, vom Müll essenden Einsiedler bis zum Ökodorf: “Einen Sommer lang hat Jan Grossarth, Redakteur der F.A.Z., Aussteiger besucht und ihren Alltag geteilt. (weiterlesen…)

Buchtipp: Kirsten Brodde – Protest! Wie ich die Welt verändern und dabei auch noch Spaß haben kann

8 Jun

Ich kenne Kirsten Brodde u.a. durch ihren wunderbaren Eco Fashion Blog Grüne Mode, ihr Buch “Saubere Sachen”, durch Kolumnen, TV-Auftritte und dem Besuch von diversen Veranstaltungen als hervorragende streitbare Journalistin, die ihren kritischen Worten auch Tate folgen lässt. So sorgte sie u.a. für Aufsehen, als sie sich im Rahmen einer Tschibo-Aktion T-Shirts mit Texten wie “Tschibo-Shirts: Gefertigt für Hungerlöhne” oder “Dieses T-Shirt hat ein Kind für Tschibo genäht” drucken lies. (weiterlesen…)

Wochenendlektüre: Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht.

3 Jun

Ja, ich lese zwischendurch auch tatsächlich mal was anderes als Sachbücher. Und das Buch, welches ich gerade zu Ende gelesen haben, passt thematisch trotzdem in diesen Blog, und da ich es super finde, stelle ich es ganz kurz vor. Dieter Moor ist dem einen oder anderen als TV-Gesicht vielleicht bekannt, vor allem aber in der Schweiz, wo er bis vor seinem Umzug nach Amerika gelebt hat. (weiterlesen…)

Gelesen: Tanja Busse – Die Ernährungsdiktatur

19 Mai

Warum wir nicht länger essen dürfen, was uns die Industrie auftischt”, so lautet der Untertitel von Tanja Busse’s (u.a. “Die Einkaufsrevolution) letztem Buch, 2010 erschienen. In diesem führt sie den Leser an den “globalen Mittagstisch”, an dem Vertreter aller Länder gemeinsam speisen. Viele werden neben uns im Verlaufe der Mahlzeit tot umkippen, während andere sich mehr als satt essen dürfen. Dieses drastische Bild soll vor allem eines vor Augen führen: Wie ungerecht Lebensmittel auf diesem Planeten verteilt sind. (weiterlesen…)

Buchtipp: Alles öko, oder was? Ja…aber….

5 Apr

Ein kleiner Buchtipp zwischendurch. “Alles öko, oder was? Wie man die Umwelt richtig schützt” von Dominic Muren wirft einen kritischen Blick auf die manchmal so einfach klingenden Ratschläge, wie ich meiner Umwelt was gutes tue, und ein ordentlicher Öko werde. Denn manches mag zwar oberflächlich betrachtet zunächst eindeutig sein, bei näherem Hinsehen offenbart sich aber durchaus hier und da ein Haken an der Sache. Dominic Muren ist davon überzeugt, dass der Mensch es nicht schaffen wird, die Erde zu zerstören. Aber er hält unseren Drang, die Natur zu beherrschen für gefährlich. “Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen hängen in der Zukunft nicht vom Schutz der Natur ab, sondern davon, dass wir unsere Beziehung zu ihr erkennen und vertiefen. [...] Um eine Beziehung zu festigen, muss man sie zunächst einmal verstehen – ebenso was die verschiedenen Wahlmöglichkeiten bedeuteten, vor denen man steht. Das erfordert Bildung und Abwägung”. Und genau das versucht dieses Buch: Es liefert nicht nur wertvolle Informationen, sondern zeigt uns auf, dass die uns gestellten Wahlmöglichkeiten doch nicht immer so eindeutig zu bewerten sind, wie es scheint.

Über acht thematische Kapitel wie Ernährung, Einkaufen, Energie oder Lifestyle werden wir jeweils auf einer Doppelseite mit einem Ja…aber-Dilemma konfrontiert. Als erstes werden wir denn auch gleich “Bio-Lebensmittel kaufen?” gefragt und rufen vielleicht laut “JA!” aus. Um dann aber das “Aber…” zu lesen. Keine Angst, wie bei vielen anderen Fragestellungen redet uns der Autor nicht grundsätzlich aus, die Frage zu bejahen, aber er gibt uns durchaus den einen oder anderen kritischen Einwand mit. Und das erscheint mir durchaus sinnvoll angesichts der Unvoreingenommenheit, mit der viele Mitmenschen an nachhaltige Themen rangehen, und da schließe ich mich oft genug auch nicht aus. Bei kritischerer Betrachtung wird mir dann aber doch hier und da klar, dass ich bis dato nur über das berühmte gefährliche Halbwissen verfügt habe. Im Fazit eröffnet uns Dominic Murren einen etwas kritischeren Blick auf manche Fragen, deren Beantwortung uns so eindeutig schien. Und das keineswegs destruktiv, sondern zumeist sehr hilfreich. Dass das Buch nebenbei auch noch sehr schön gestaltet ist, gefällt mir ebenfalls gut. Empfehle ich das Buch? Ja, aber…nicht immer ist die Argumentation des Autors für mich nachvollziehbar, manches sehe ich durchaus anders. Trotzdem finde ich den Ansatz des Buches gut, wenn es erreicht, dass der Leser sich intensiver und kritischer mit dem einen oder anderen Thema auseinander setzt.

Dominic Murren – Alles öko, oder was? 144 Seiten, ab 7,95 Euro. Möwig Verlag, ISBN-Nr. 978-3-86803-442. Zu bestellen z.B. hier.

Buchtipp: “Kauf dir einen Luxusschlitten!” – Ökogedöns ohne erhobenen Zeigefinger.

30 Mar

Ein zunächst mal irreführender Titel dachte ich mir, als ich danach den Untertitel “Ökotipps für Gernießer” las. Der in Berlin lebende Autor Lars Klaaßen hat in einem Buch viele Tipps für ein ökologisch korrekteres Leben zusammengetragen. Das ganze unterteilt in den Kategorien “Satt & Selig”, “Wir düsen im Sauseschritt”, “Das bisschen Haushalt”, “Die Hausmeister” und “Geld, Sex & Macht”. Wie die Illustration des Buches also mal etwas “frecher”. Schon im Vorwort macht Lars Klaaßen klar, was die Intention des Buches sein soll: Dem Leser aufzuzeigen, dass ein ökologisch korrekteres Leben keines von Entbehrungen gezeichnetes sein muss, sondern Spass machen kann (was der Autor dieses Artikels gerne bestätigt). So schreibt er anfangs: “Dieses Ökogedöns kann ganz schön nerven.[...] Verbot und Verzicht machen nicht gerade Lust, sich mit der Materie ernsthaft auseinander zu setzen. ” Doch kommt er irgendwo trotzdem letztlich zum Ergebnis “Öko ist geil!”, warnt aber gleichsam: “Ein ökologisch korrekter Lebensstil kann den Charakter verderben, indem sich Besserwisserei mit dem Gefühl moralischer Überlegenheit koppelt”. Interessanterweise ergab eine Studie, dass Ökos weniger generös sind, mehr lügen und klauen als die “Normalos”. Oha, interessant, oder? Wie ist das bei dir, lieber Blogleser? ;-)

Was ist also die dann die Quintessenz? Nun, dass ein 100%ig ökologisches Leben schwer bis unmöglich ist, es aber toll ist, anzufangen, und dass das dann auch noch Spass machen darf: “Du kannst nicht alles richtig machen. Selbst – oder gerade – mit einer großen Portion Öko-Ehrgeiz wirst du immer wieder vor paradoxe Entscheidungen gestellt”, schreibt Klaaßen, und macht damit Mut, anzufangen – aber nicht zu verbissen. Jeder Schritt in die richtige Richtung ist eben wichtig. Und auf diesem Weg möchte der Autor den Leser mit hilfreichen, aber auch durchaus kritischen Hinweisen, findigen Vergleichen, ganz praktischen Tipps und Informationen begleiten. Das tut Jan Klaaßen nämlich ohne erhobenen Zeigefinger und einer Portion Humor, was dem Thema gut tut.

Fazit: Ein lesenswertes Buch für Öko-Anfänger und Fortgeschrittene Ehrgeizler mit Zweifeln. Für den Rest aber auch.

Jan Klaaßen – Kauf dir einen Luxusschlitten! Ökotipps für Genießer. Eichborn Verlag, 216 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-8218-6097-8. Bestellen könnt ihr es z.B. hier.

Buch-Empfehlung: “Anständig essen” von Karen Duve

15 Mar

Nach “Tiere essen” von Jonathan Safran Foer habe ich vor kurzem auch Karen Duves Buch “Anständig essen” gelesen, und einige Parallelen festgestellt. Beide Autoren hatten zuvor sehr erfolgreiche Romane veröffentlicht, und das kommt beiden Büchern zugute, was den Schreibstil betrifft. Beide Autoren nehmen den Leser auf eine persönliche Entwicklungsreise. Karen Duve schreibt streckenweise sehr amüsant und oftmals selbstironisch über ihre “Versuchsreihe”. So hat sie jeweils zwei Monate lang zunächst komplett auf Bio-Lebensmittel umgestellt, danach vegetarisch gegessen, anschließend zwei Monate vegan, um sich schließlich frutarisch zu ernähren. Karen Duve wohnt zusammen mit einer Mitbewohnerin und vielen Haustieren in einem Haus im Umfeld von Berlin. Und eben jene Mitbewohnerin hat Frau Duve vielleicht den entscheidenden Anstoß zu diesem Selbstversuch und dem daraus resultierenden Buch gegeben. Karen Duve gibt zu, dass ihr natürlich schon vorher öfter mal mulmig zumute war, wenn sie eine Hähnchenpfanne für 2,99 Euro gekauft hat, man habe ja hier und da spät im TV eine Doku gesehen. Aber sie hat es weggeschoben, so wie es wohl viele Menschen machen – man möchte das gar nicht so genau wissen, wie es in großen Fleischbetrieben aussieht, oder was alles so in Lebensmitteln verarbeitet wird, sonst würde einem der Bissen wohl im Hals steckenbleiben. Als ihre Mitbewohnerin ihr aber noch einmal deutlich vor Augen geführt hatte, was sie da eigentlich durch den Kauf ihrer heiß geliebten Grillhähnchenpfanne unterstützen wurde, wagte sich Frau Duve schließlich, die Augen zu öffnen, genauer hinzuschauen, sich richtig zu informieren.

Das Buch beschreibt diesen Weg des sich quasi stetig verschärfenden Selbstversuches, denn als Frutarier ist es wahrlich nicht unkompliziert, sich zu ernähren. Der Leser des Buches erhält nicht nur wertvolle und sicherlich teilweise überraschende oder gar schockierende Hintergrundinformationen, sondern erhält bestenfalls gute Anstöße aus erster Hand, von einem Menschen, der, ähnlich wie viele Leser, viele Jahre seinen Supermarkteinkauf nicht in Frage gestellt hat, dann aber sein Kauf- und Essverhalten innerhalb von wenigen Monaten drastisch geändert hat. Und nicht nur in ihrem Fazit bin ich absolut bei Frau Duve, auch wenn sie das alles eleganter zu formulieren vermag (manche Sätze aus diesem Buch möchte man sich eingravieren oder T-Shirts damit bedrucken lassen): Wer sich mit dem Thema Ernährung intensiver beschäftigt, wer nicht die Augen vor der Realität verschließt, der kann eigentlich nicht umhin, sein Essverhalten zu überdenken. So sagte sie z.B. in einem Interview mit dem Stern, sie empfinde wegen ihrer früheren Essgewohnheiten Reue: Dass sie als Supermarktkundin überhaupt so lange Teil des “perversen” Umgangs mit Tieren gewesen sei, darüber sei sie “zutiefst beschämt”. Und, angesprochen auf das ihr sehr wichtige Thema Massentierhaltung: “Ein Verbrechen ist auch dann ein Verbrechen, wenn es alle tun.”.

Bei welcher Ernährungsart Karen Duve am Ende “gelandet” ist, wird hier nicht verraten, denn das Lesen des Buches, das kein trockenes Sachbuch ist, lohnt sich für Grillhähnchenpfannen-Lieber wie für Biolebensmittelkäufer gleichermaßen. Gerade weil es so unterhaltsam geschrieben ist. Hier gibt es ein Video, in dem die Autorin eine Kostprobe (haha) aus ihrem Buch bietet.

Karen Duve – Anständig essen, Galiani Verlag Berlin, 335 Seiten, 19,95 Euro (gebundene Ausgabe).

Erhältlich z.B. hier: Anständig essen: Ein Selbstversuch

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