Archiv der Kategorie: Prenzlauer Berg

Nachhaltig gebettet – Naturmatratzen und mehr in Prenzlauer Berg

Als echter Öko macht man sich ja eine Menge Gedanken über viele Bereiche seines Lebens. Lebensmittel, Kosmetik, Kleidung, Strom, Mobilität und so weiter. Über das eine Thema macht man sich mehr Gedanken, über das andere weniger – alles auf einmal geht ja auch schwerlich. Was wir alle gemeinsam haben: Wir schlafen, der eine mehr der andere weniger, jeden Tag für einige Stunden. Wie viele von “uns” machen sich da eigentlich auch Gedanken darüber, ob wir sozusagen nachhaltig schlafen? Angefangen vom Bettgestell über Lattenrost und Matratze, bis hin zu Kissen Decke, kann man da seiner Gesundheit und der Umwelt zuliebe einiges ökologisch optimieren. Ist dein Bett aus nachhaltiger Forstwirtschaft und ohne schädliche Lacke behandelt? Und was ist da eigentlich genau drin in meiner Matratze oder meiner Bettdecke? Gerade für Allergiker sind solche Fragen besonders wichtig zu beantworten. Aber nicht nur für die. Scheint doch alles gar nicht so unwichtig zu sein, wenn man soviele Stunden seines Lebens eben im Bett verbringt, oder?

Wer sich da mal genauer informieren möchte, kann dies in Prenzlauer Berg bei “Dennis Noll Naturmatratzen” tun. Er berät euch gerne zu den eben genannten Themen bzw. Produkten, und sein gesamter Geschäftsbetrieb ist 100% ökologisch ausgerichtet, bis hin zu Strom und Bankkonto. Alle Produkte die im Geschäft angeboten werden, sind made in Germany und werden auf Bestellung “frisch angefertigt”. Finde ich ein sehr gutes Konzept, ebenso das Motto: “Bewusst die Lage ändern”. Erste Infos findet ihr auf der Internetseite des Ladens.

Dennis Noll Naturmatratzen 
Knaackstrasse 56
10435 Berlin

Geöffnet
Di -Fr 11:00 – 19:00 Uhr
Sa 11:00 – 16:00 Uhr
Mo geschlossen

 

Eröffnung: Veganz Bistro

Und noch ein Knaller für’s Wochenende: Das Bistro des Veganz eröffnet morgen, bevor am 23. der gesamte vegane Supermarkt eröffnet. Übrigens mit riesigem Bio-Anteil, das wird hier groß geschrieben. Wer vorab aber schon einmal Cupcakes, Brownies, Sovt Eis oder Vrozen Yoghurt genießen möchte, macht sich morgen am besten so früh wie möglich auf den Weg zum Arnimplatz in Prenzlauer Berg, kämpft sich durch begeisterte Massen und schlemmt sich durch die Theke. Weiterlesen

Der Sommer ist zurück: Neue Filialen von Caramello Eis

Der Sommer ist zurück, und die Lust auf Eis steigt. Caramello hat inzwischen 4 Filialen in Berlin, eine in Friedrichshain und 3 in Prenzlauer Berg. Läuft also offenbar. Und das nicht ohne Grund, kreative Sorten, 100% bio und wirklich lecker. Veganer kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten, es gibt immer ein paar vegane Geschmacksrichtungen. Zum einen das Fruchteis, das hier sowieso ohne tierische Zutaten hergestellt wird, und zum anderen die Sojaeis-Sorten wie z.B. Vanille. Eine Kugel kostet bei Caramello 1 Euro, was angesichts der sonstigen Preise die inzwischen für Bio-Eis aufgerufen werden, fast schon günstig ist. Sicher einer der besten Eisdielen Berlin’s.

Die Adressen der Filialen lauten:

Wühlischstrasse 31, 10245 Berlin
Rykestrasse 7, 10405 Berlin
Kollwitzstrasse 37, 10435 Berlin
Hufelandstrasse 14, 10407 Berlin
 

 

Enten & Katzen Bio-Deli. Nett.

Ein ganz nettes Bio-Café inklusive Bioladen ist das Enten & Katzen auf der Winsstrasse in Prenzlauer Berg. Auch ein ganz ansehnliches Naturkosmetik-Angebot sowie Getränke und Speisen zum dort essen – draussen in der Sonne – oder mitnehmen bietet der vollgestopfte Laden. Soja(vanille) im Kaffee ist kein Problem, Service war ok. Darf man ruhig mal hingehen.

Enten & Katzen Bio-Deli, Winsstraße 58, 10405 Berlin. Öffnungszeiten: Mo – Fr von 8 h – 22 h, Sa von 8 h – 21 h, So von 9 h – 20 h, Internetseite

Sgaminegg – was für Feinschmecker.

Ein ganz zauberhaftes Café ist das Sgaminegg, etwas versteckt gelegen auf der Seelower Strasse in Prenzlauer Berg. Wundervoll geschmackvoll eingerichtet, sehr nette Betreiber und einen hervorragenden Kaffee gibt es hier. Außerdem gibt es viele Feinkostartikel zu kaufen, und die sind ganz besonders ausgesucht, und durchgängig von höchster Qualität, wovon man sich auch auf der Internetseite des Sgaminegg überzeugen kann. Weiterlesen

Lucky Leek – tierisch lecker ohne Tier, dafür mit Bio-Einsatz

Seit dem 01.04. gibt es unweit des Kollwitzplatzes, auf der Kollwitzstrasse ein neues veganes Restaurant, dessen Betreiber zumindest teilweise Bio-Lebensmittel einsetzen. Das “Lucky Leek” bietet rein pflanzliche, sprich vegane Gerichte an in einem netten Ambiente an. Das eigentliche Restaurant ist dabei souterrain und recht klein, draussen gibt es zusätzliche Sitzplätze, grün ist die dominierende Farbe. Zum Essen: Auf der Karte stehen zwei Süppchen (4,50 Euro), z.B. Rote Bete-Himbeersüppchen mit Schnittlauchcreme. Klingt schon mal gut. Weiterlesen

Café Nährreich – Bagels, Suppen und Eis

UPDATE: Leider geschlossen!

Das Café Nährreich ist ein kleines aber feines Café auf der Schönhauser Allee, das neben Bio/Fairtrade-Kaffeespezialitäten, Bio-Tees und einigen Bio-Kaltgetränken vor allem Bagels und Suppen (von Yes, Please!) anbietet. Die Besonderheit: Die Bagels kann man sich kreativ selbst zusammenstellen. Außerdem gibt es z.B. Bio-Müsli von mymuesli.com. Bestellt man sich einen Kaffee, kann man hier ohne Aufpreis fettarme, laktosefreie oder Sojamilch wählen. Ist leider nicht so selbstverständlich. Die “echte” Milch kommt übrigens vom Ökohof Brodowin. Außerdem bietet das Café Nährreich Eis von “Das Eis“, und das schmeckt auch mal verdammt gut. Wer nur eine kurze Mittagszeit hat, kann übrigens auch gerne per Mail oder Telefon etwas vorbestellen, und es dann fix und fertig abholen. Keine Ausrede also mehr für ein ungesundes Mittagessen! Soweit ich das überblicken kann, ist fast alles Bio, bis auf ein paar Ausnahmen. Ich frag aber auch noch mal zur Sicherheit nach.

Café Nährreich, Schönhauser Allee 65 – 10437 Berlin, Tel. (030) 40 52 13 08, www.naehrreich.de

Großartiger Bio-Brunch bei Pappa e Ciccia

Der Berliner an sich bruncht ja angeblich ständig und ausgiebig. Ich selbst tue das zwar nicht so häufig, aber nun erzählte mir eine Freundin letztens total begeistert vom Brunch bei Pappa e Ciccia auf der Schwedter Strasse. Also stattete ich dem hübschen Ecklokal mit angeschlossenem Feinkostladen einen Brunchbesuch ab und guess what: Ich war ebenfalls sehr begeistert! Dass der Brunch hier nicht schlecht sein dürfte, lässt sich schon aus der Tatsache schließen, dass man ohne Reservierung wohl kaum Glück haben dürfte an einem Sonntag. Ab 11 Uhr kann man sich dann am Buffet bedienen, und das ist wirklich ungewöhnlich und wirklich aufwändig. Brunch nach italienischer Art, viel mit Auberginen, Lachs, Pinienkernen, Mozzarella, Salami und viel viel mehr. Tolle Kompositionen – nicht einfach Tabletts voller Käse & Co. – kreativ erstellt und präsentiert, warmes wie kaltes. Dazu gibt es ein paar “übliche Verdächtige” wie Eierspeisen (man darf sich eine “inklusive” bestellen, die frisch zubereitet wird), Brote vom Bio-Bäcker Ciabattoni aus Friedrichshain, diverse Käsesorten, Joghurt, ein köstliches Birchermüsli und und und. Selbstverständlich wird immer wieder nachgereicht, und bei der Auswahl sollte jeder glücklich werden. Wirklich toll und wirklich ganz anders als wohl so ziemlich alle anderen Brunchangebote, die man um die Ecke findet. Was besonderes halt.

Der Preis von 16 Euro für das Brunch geht da auch wirklich ok, denn hier bekommt man nicht nur Köstliches geboten, sondern dies auch zu 100% in Bio-Qualität. Fisch und Meeresfrüchte kommt aus nachhaltigem Fang, Wildfleisch aus nachhaltiger, regionaler Jagd (Uckermark), Fleisch von Bioland- und Naturland-Betrieben. Auch das Getränkeangebot ist fast zu 1oo% bio, lediglich ein paar wenige Weine sind nicht zertifiziert, aber auch hier sind die engagierten Betreiber auf Suche nach Bio-Alternativen. Seit kurzem werden in der eigenen kleinen Pasta und Kuchen-Manufaktur frische Bio-Pasta und Kuchen in 100 % Bio Qualität hergestellt und im Restaurant (zum Vorortverzehr) wie auch im Feinkostladen nebenan (zum Mitnehmen) angeboten. Neben dem Brunch kann man natürlich (fast) jederzeit italienische geprägte Speisen, tolle Kuchen und Torten oder einfach einen leckeren Wein oder einen Kaffee hier zu sich nehmen. Positiv ist noch hinzuzufügen, dass die Betreiber hier wirklich ein ganzheitlich nachhaltiges Konzept verfolgen, was nicht immer selbstverständlich ist, auch nicht in der Biogastronomie. Gefällt mir!

Abschließend ist noch zu bemerken: Das Ambiente ist sehr schön, der Service war total freundlich. Es ist zumindest beim Brunch recht laut und eng, aber das ist wohl auch typisch italienisch. Der Feinkostladen nebenan ist auch einen Besuch wert, man weiß vor lauter schön präsentierten Köstlichkeiten gar nicht, wo man zuerst zuschlagen möchte. Fazit: Ungewöhnlich toller Bio-Brunch, den ich nicht zum letzten mal gemacht habe. Ganz große Empfehlung!!!

Pappa e Ciccia, Schwedter Str. 18, Ecke Choriner Str. 19, 10119 Berlin, Tel. 030 61620801. 

http://www.pappaeciccia.de/

Mehr Bio in der Kohlenquelle

Seit einiger Zeit bietet eines meiner Lieblingscafés in Berlin schon zunehmend mehr Bio-Zutaten und Getränke auf seiner Karte, so dass ich endlich mal zumindest kurz berichten möchte. Die Kohlenquelle liegt auf einer der schönsten Berliner Strassen und war offenbar wohl früher mal eine Kohlenhandlung, was man vor allem nachvollziehen kann, wenn man in das Kellergewölbe mit unglaublich hohen Decken (und Kicker, Tischtennisplatte usw.) steigt. Heute bietet das Café 50er/60er-Jahre-abgerockt-Look, Frühstück, Mittagessen und viele Plätze im Sonnenschein draußen. Bei den Getränken sind mittlerweile wohl alles Tees von Ökotopia und die Milch ist ebenfalls Bio. Auf der Frühstückskarte finden sich diverse sehr gute Bio-Frühstücke (4,50-8 Euro), und auch mittags gibt es zunehmend mehr Bio- oder Neulandzutaten im Essen. Toll! Schade eigentlich, dass das W-Lan seit gefühlten 3 Jahren nicht mehr funktioniert (trotz “W-Lan free” Schild). Ich mag vor allem den hinteren Sofaraum. Zeitungen und Zeitschriften liegen ebenfalls aus, und hier und da finden im Keller Gigs statt oder DJ’s legen auf. Sehr, sehr nett.

Kohlenquelle (Oder wie der Stammgast sagt: Koppe), Kopenhagener Strasse 16, 10439 Berlin.

Nochmal vegetarisches Fast Food: Vego Foodworld

Nach Yellow Sunshine in Kreuzberg und YoYo Foodworld in Friedrichshain hat nun auch Prenzlauer Berg seinen vegetarischen Bio-Imbiss. Vego Foodworld ist nicht nur was das Logo und die Namenswahl betrifft ein Ableger von YoYo, sondern auch was die angebotenen Speisen betrifft. Einen Steinwurf vom Helmholtzplatz entfernt könnt ihr mit etwas ruhigerem Gewissen Fast Food konsumieren, denn die angebotenen Burger, Pizzas oder Wraps sind allesamt vegan – im Gegensatz zu Yellow sunshine und Yoyo, wo manche Gerichte vegetarisch sind. Und sozusagen als Grundvorraussetzung durchgängig lecker. Hier dürften auch eingefleischte Fleischesser erstaunt sein. Das genaue Essensangebot könnt ihr euch hier als PDF-Speisekarte anschauen. Das Hauptangebot besteht aus einer großen Anzahl verschiedener Burgervarianten, gerne mit den sehr köstlichen Pommes und/oder Salat. Es gibt aber auch Gyrosteller (unbedingt probieren!) oder Bockwurst mit Kartoffelsalat, Currywurst und Schnitzel – alles fleischlos lecker. Gut finde ich auch die Pizzen und Wraps. Preislich starten die Burger bei 2,90 Euro einzeln, im Menü mit Pommes 4,40 Euro, zusätzlich mit Salat 5,90. Wraps kosten 4 Euro, Pizzen ab 5 Euro, der Gyrosteller ebenfalls 5 Euro. Faire Preise angesichts der 100%igen Bioqualität. Vegane Angebote sind übrigens deutlich farblich gekennzeichnet. Das Angebot wird durch Süßkram und Getränke prima abgerundet.

Das Ambiente des Ladens ist übrigens deutlich netter als das von YoYo, was ehrlich gesagt auch nicht schwer ist, fast schon gediegen. Draußen kann man ebenfalls sitzen, und der Service ist freundlich und flott. Also rundum empfehlenswert. Nichts neues wenn man Yellow Sunshine (das Original) und YoYo bereits kennt, aber Berlin verträgt locker 3 vegetarische Bio-Fastfood-Läden, sogar noch mehr. Stellt euch vor anstatt all der McDonald’s, Burger King und KFC-Filialen….leider Träumerei. Geht hin, esst und bereut es nicht!

Vego Foodworld, Lychener Strasse 63, 10437 Berlin, täglich 12-24 Uhr geöffnet, www.vego-foodworld.com (In der Bio-Karte zeigen)

Und noch eine Bio-Eisdiele: Naschkatze am Helmi.

Bio-Eisdielen-Neugründungen sind seit letztem Sommer in großer Anzahl zu verzeichnen, ich komme kaum mit der Berichterstattung nach ;-). Hier also die nächste, in der perfekten Lage mit dem für diese Lage perfektem Konzept: Die Naschkatze am Helmholtzplatz auf der Raumerstrasse. Zunächst mal ist die Naschkatze eine 100%ige Bio-Eisdiele, sogar zertifiziert, sprich hier ist alles Bio, auch der Kaffee und Tee. Die Kugel Eis kostet nicht so ganz günstige 1,20 Euro, es gibt jedoch hier – für mich neu – die Möglichkeit, eine “Kinderkugel” für 0,80 Euro zu wählen. Und hier merkt man doch langsam, an wen sich das Konzept der Eisdiele zumindest in hohem Maße richtet. Genau, an Kinder. Und davon gibt es am Helmholtzplatz eine Menge. In der Zeit, in der ich mein Eis vor dem Laden inmitten von Kindern verzehrte, lag Anteil von Kinderwagen/Kind pro vorbeigehendem Passanten/Passantin bei ungelogen 80%. Daher wohl die Kinderkugel, der Name, die kleinen Stühlchen und Tischchen draußen sowie die quietschgrüne Aufmachung (übrigens soll in Marketingkreisen grün als Farbe für Bio/Nachhaltigkeit längst ausgelutscht sein – man tendiert zu blau wie Ozean und Himmel). Nicht unerwähnt sollte bei all dem bleiben, dass das Eis wirklich sehr lecker war, und die Sortenauswahl wirklich gut und originell. Und der Service war auch noch sehr nett. Von daher auf jeden Fall eine Empfehlung!

Eisdiele Naschkatze, Raumerstraße 8, 10437 Berlin. (In Bio-Karte anzeigen)

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Eisdiele: Chocolat, Eis & mehr

Da die Sommerzeit ja nun tatsächlich mal begonnen hat, hier zwischendurch mal ein weiterer Eisdielen-Hinweis. Zwischen Kollwitzplatz und LPG Bio-Markt auf der Kollwitzstrasse gibt es dieses kleine Eiscafé, das Bio-Eis und veganes Eis anbietet. Die Kugel kostet hier angesichts der Lage 1,20 Euro, und so richtig begeistern konnten mich beide gewählten Sorten ehrlich gesagt nicht. Nicht schlecht, nein nein, aber auch nicht WOW. Da habe ich schon leckereres Eis gegessen in Berlin. Meine Tipps: Rosa Canina, Gemelli, Tanne B.

Chocolat, Eis & mehr, Kollwitzstraße 37. Kugel 1,20 Euro.

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Sommerzeit? Naja…trotzdem Bio-Eis bei Rosa Canina

Der Sommer hat sich zwar mal wieder für ein paar Tage verabschiedet, trotzdem möchte ich euch an dieser Stelle einen weiteren kurzen Bio-Eisdielen-Tipp präsentieren. Das “Rosa Canina” im Bötzowviertel stellt selbst Bio-Eis her und verkauft es in einer kleinen Eisdiele. Bis zu 30 klassische und ein paar ausgefallenere Sorten werden hier hergestellt und eine große Auswahl wird vor Ort von April bis Oktober den Kunden angeboten. Was gibt’s dazu sonst zu berichten? Schmeckt!

Rosa Canina – Die Bio-Eis-Manufaktur im Prenzlauer Berg, Pasteurstr. 32, 10407 Berlin, April bis Oktober täglich 14:00 – 20:00 Uhr Samstags 11:00 – 20:00 Uhr Sonntags 14:00 – 20:00 Uhr

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Berlin’s WIRKLICH erster Bio-Döner! Oder?

LEIDER WIEDER GESCHLOSSEN! Der Betreiber hatte damals schon geklagt, dass es nicht so richtig gut läuft, trotz der hervorragenden Lage auf der Kastanienallee. Offenbar hat der Preis (4,50 Euro) zuviele Leute vom Verzehr abgehalten. Am Geschmack hat es definitiv nicht gelegen, das war der beste Döner den ich je gegessen habe. Der Betreiber war supernett. So musste leider wieder ein ambitionierter Bio-Gastronom aufgeben, weil sich nicht genügend Menschen gefunden haben, die für gute Qualität sowie Umwelt- und Tierschutz entsprechendes Geld zahlen wollen….

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Interessanterweise sorgten meine Berichte über den Neuland-Döner auf der Greifenwalder Strasse (der nun komplett auf Neuland umgestellt hat – was aber leider nicht „bio“ ist) und mein Bericht über „Bio-Buffet“ in der Marheinekehalle (wo es tatsächlich den ersten Bio-Döner gab, der dummerweise wieder aus dem Programm genommen wurde) für das größte Feedback. Irgendwie auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass es so gut wie alles mittlerweile in Bio-Qualität gibt, zwei der Berliner Lieblingsimbiss-Spezialitäten jedoch nicht: Döner und Falafel. Diese Lücke wurde nun geschlossen.

Auf der Kastanienallee gibt es bei Mutter & Sohn unweit des Praters Döner, Falafel, Köfte, Lahmacun und alles was einen sonst in einer typischen konventionellen Dönerbude erwartet – alles 100% bio! Da war ich doch ehrlich gesagt platt, eine so konsequente Umstellung (vorher gab es hier konventionelles) hätte ich nicht erwartet. Umso schöner. Der Besitzer erklärte mir, dass es keinen Sinn machen würde, dieses nur halbherzig zu machen, wenn schon, dann komplett. Nicht sehr begeistert zeigte er sich von der Qualität konventionellen Dönerfleisches, ich will euch hier unappetitliches ersparen. Lange Rede, kurzer Sinn: Er ist von dem überzeugt, was er macht. Dass die Gerichte teurer sind als beim konventionellen Dönermann in Neukölln, dürfte euch sicherlich nicht überraschen und hat natürlich seine berechtigten Gründe. Ein Standard-Döner kostet hier halt 4,50 Euro, alle anderen Gerichte sind ebenfalls 1-2 Euro teurer.

„Wie schmeckt er denn nun, verdammt???“, höre ich den Dönerfreund zunehmend ungeduldig fragen ob dieser für ihn viel zu langen Einleitung. Ok, ok! Er schmeckt………………………….wirklich sehr, sehr lecker! Das Fleisch ist nicht zu vergleichen mit konventionellem, insgesamt ist der Döner absolut nicht trocken, köstlich gewürzt und rundum gelungen. Selbst das Bio-Brot schmeckt besser. Ganz unter uns: Das war glaube ich der beste Döner den ich je gegessen habe. Aber überzeugt euch selbst!

Noch etwas zum Hintergrund: Der Neuland-Döner auf der Greifswalder Strasse wurde im letzten Jahr fälschlicherweise von vielen Zeitungen als „der erste Bio-Döner“ Berlins propagiert. Dabei wurde dort lediglich erfolgreich auf Neuland-Fleisch umgestellt. Dieses ist zwar aufgrund artgerechter Tierhaltung „besser“ als konventionelles, Bio-Auflagen sind aber höher.

Mutter & Sohn, Kastanienallee 24

Bratwurstzeit – am leckersten bei Tannenwälder!

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Liebe Blogleser (Vegetarier bitte nicht weiterlesen),

ich esse zwar selten Fleisch, aber wenn dann am liebsten Brat- oder Currywurst (ein Feinschmecker…). Das Angebot an Bio-Bratwürsten in Berlin wächst ständig und hier einige Empfehlungen bzw. Nicht-Empfehlungen:

  • Ökomarkt Helmholtzplatz: Samstags gibt es von 9-16 Uhr einen neuen (für mich zumindest) kleinen Ökomarkt am beliebten Helmholtzplatz. Neben dem üblichen Gemüseangebot findet man hier einiges mehr, so auch einen Bio-Metzger mit Bratwurst-Stand. 2-3 verschiedene “Sorten” gibt es, preislich bei ca. 2,80 Euro. Das Bratwürstchen war lecker, nicht überragend, und ziemlich klein. Insgesamt ganz in Ordnung.
  • Imbissbude an der U-Bahn-Station Schönhauser Allee: Seit einigen Wochen wird hier mit riesigen Bannern und Bio-Siegeln auf das neue Angebot hingewiesen: Brat- und Currywurst in Bio-Qualität (von “Velten”) für 2,80 Euro. Schade nur, dass ich bei insgesamt 5 Versuchen nur ein einziges Mal tatsächlich auch eine Currywurst bekam. Ziemlich unfreundliche Reaktion auf meinen Hinweis, dass dies doch einigermassen irreführend sei. Schade, denn die Currywurst schmeckte wirklich gut. Immerhin versucht der Betreiber keine konventionelle stattdessen heimlich zu verkaufen. Aber mal ernsthaft: Wer so “fett Werbung” dafür macht, sollte auch sehen, dass es im Normalfall auch lohnt, hierhin zu kommen!
  • Witty’s Organic Food: Der Klassiker am Wittenbergplatz, dazu gibt es weitere Infos im Bio-Guide. Bioland-Wurst, mit oder ohne Darm, superlecker!
  • Tannenwälder (www.tannenwaelder.de): Der neue Star am Berliner Bratwurst-Himmel! Mit witzigen dreirädigen Rollern stehen die Tannenwälder u.a. Sonntags auf dem Trödelmarkt im Mauerpark, auf dem Karl-August-Platz sowie in Potsdam. Was gibt es hier? Rostbratwurst-Variationen aus eigener Herstellung (aus Thüringen), dazu ein Riesenangebot an interessanten Senfvarianten, an denen man sich selbst bedienen kann, auch ausgefallenes. Currywurst, Bratwurst, warmer Krautsalat, Kartoffelsalat. Besonders toll: Alles ist bio-zertifiziert. Auch das Abfallsystem ist bis ins letzte Detail nachhaltig durchdacht. Toll! Die Wagen sind superfunktional und doch hübsch, die Betreiber sind sowas von freundlich und sympathisch, so wünscht man sich den Service überall! Ach ja, ihr wollt noch wissen wie es schmeckt? Absolut lecker zum Glück. Die Bratwurst ist köstlich, die Currywurst in verschiedenen zu wählenden Schärfestufen mit selbstgemachter toller Currysauce ein Genuss. Nein, mir gehört das Unternehmen nicht….aber die sind mal ein Beispiel für eine tolle Umsetzung eines Konzeptes, wo alles stimmt. Glückwunsch dazu. Und Glückwunsch an alle Wurstliebhaber, die sich dort kulinarisch verwöhnen lassen. Meine absolute Top-Empfehlung! Sonntags im Mauerpark kann nun bio-geschlemmert werden. Moment…heute ist ja Sonntag! Auf Wiedersehen, ich muss los, in den Mauerpark….

Kunst + Eis

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Am Teutoburger Platz gibt es ein sehr nettes kleines Café, dass neben Kaffee (leider nicht bio) selbstgemachte Kuchen, Sandwiches, gefüllte Teigtaschen, eine Tagessuppe, Frühstück und viel mehr anbietet. Laut Angaben der anwesenden Dame sind ca. 50% der eingesetzten Lebensmitteln in den hausgemachten Speisen bio, z.B. gab es ein Hühnchensandwich mit Bio-Fleisch. Die Besitzerin ist eine Engländerin, was man z.B. an der Kuchenauswahl erkennt. Neben Brownies gibt es auch große Kekse, alles selbstgemacht. Und, besonders im Sommer interessant, Bio-Eis. Außerdem findet man in einer Ecke des Ladens Bücher, CD’s und andere nette Sachen von unbekannteren Künstlern, eine schöne Idee. Ansonsten sitzt man ganz gemütlich souterrain, wird supernett bedient, und schnappt sich noch zum Abschied eine Leckmuschel aus Kindertagen. Schade, dass der Kaffee nicht bio oder fair trade ist….

Fazit: Nettes kleines Café für Frühstück, Suppe, Kuchen und Eis an einem sehr schönen Platz.

Kunst + Eis, Zionskirchstr. 75, 10119 Berlin, Mo-Fr 9 – 18, Sa+So 10 – 18, www.cafe-am-teutoburger-platz.com

Fresh & Friends – der Bio-Späti

Fresh & Friends ist eine Art Bio-Spätkauf, 24/7 geöffnet, fast alle Produkte sind bio. Dazu gibt es Snacks wie Kuchen, Brownies, frische Säfte, Sandwiches und viel mehr. In dieser Form in Berlin einzigartig, vor allem die Öffnungszeiten sind schon Wahnsinn. Dafür ist auch alles etwas teurer als im Bio-Supermarkt, wie im richtigen Leben am Spätkauf halt. Aber wer Sonntags noch schnell ein paar Grillwürstchen braucht in Bio-Qualität, der wird hier fündig. Die Auswahl ist wirklich gut. Direkt neben Gorilla Bio Fast Food auf der Friedrichstraße ist dies die dritte Filiale des Ladens, die anderen gibt es auf der Kastanienallee und auf der Uhlandstraße.

Fazit: Spätkauf mit Bio-Angebot, rund um die Uhr geöffnet.

Fresh & Friends, Friedrichstraße 120 (Mo-So 0-24), Kastanienallee 26 (Mo-So 0-24), Uhlandstraße 62 (Mo-So 7-1), www.freshnfriends.com

Teigwaren

Auf der Oderberger Straße gibt es frische selbst gemachte Nudeln bei “Teigwaren”. Entweder zum Mitnehmen, oder zum sofort dort verspeisen. Die Nudelkreationen sind kreativ, der Geschmack gut und die Preise in Ordnung. Alle Nudeln kann man auch zum Selberkochen kaufen (Preis nach Gewicht). Auch selbstgemachtes Pesto gibt es in benötigter Menge zum Mitnehmen. Der Großteil der eingesetzten Lebensmittel ist bio, jede Nachfrage wird freundlich und kompetent beantwortet, wie überhaupt der Service sehr nett ist.

Mittags bietet Teigwaren 2 Ravioli-Gerichte, 1 Minestrone und 1 Salat, abends gibt es zusätzliche Pastagerichte sowie die Teigfladen mit verschiedenen Toppings. Der Mittagstisch kostet rund 6,50-7 Euro, abends legt man für Raviolis 9,50-11,50, für Tagliatelle 7,50, Gnocchi 8,50 und für die Teigfladen 6-8,50 Euro hin. Man bedenke: Selbst gemacht und größtenteils bio, von daher preislich nicht überzogen. Das Wichtigste ist natürlich der Geschmack. Und der ist hervorragend. Wir hatten Ravioli mit Kürbis/Mandel-Füllung sowie Ravioli-Maultaschen mit Biofleisch. Beides wunderbar lecker, schön angerichtet, ausreichend portioniert, mit einem kleinen Beilagensalat. Wer dazu einen Demeter-Wein trinken möchte, hat hier eine gute Auswahl.

Der Laden ist klein aber gemütlich, freundlich und liebevoll eingerichtet. Im Sommer kann auch draussen gesessen werden.

Fazit: Für den Pastliebhaber eine sehr feine Adresse auf der schönen Oderberger Straße.

Teigwaren, Oderberger Str. 41, Di 11-19 uhr, Mi-Sa 11-23/24 uhr, So 13-22 uhr, Mo geschlossen, www.teigwaren-berlin.de

Meierei – Alpenländische Spezialitäten

Auf der Kollwitzstraße, kurz vor dem Kollwitzplatz (vom Senefelder Platz aus gesehen) gibt es seit ein paar Monaten die “Meierei”, die alpenländische Spezialitäten anbietet. So gibt es Käse, Wurst, Marmeladen und vieles andere zum Mitnehmen, akuter Hunger kann aber auch direkt vor Ort stilvoll beseitigt werden. In sehr schönem Ambiente bieten die Besitzer z.B. Leberkäsbrötchen, Suppen, Weißwürste und vieles mehr – fast alles Bio. Falls nicht explizit auf der Tafel angegeben, einfach nachfragen, die Besitzer sind kompetent und freundlich. Und echte Österreicher, sehr charmant. Netter Laden mit kleinem und größerem Imbiss.

Fazit: Schöner Laden mit tollem Bio-geprägten Angebot. Ich empfehle Leberkäs in der Schrippe – köstlich!

Meierei, Kollwitzstraße 42, 10405 Berlin, www.meierei.net