Archiv der Kategorie: Mitte

scent Restaurant – Gehobene Bio-Küche mit hohem Nachhaltigkeits-Anspruch

Wer in der Berliner Mitte, genauer gesagt am Spittelmarkt, ein besonderes Essen genießen möchte, dem sei das „scent“ äußerst zu empfehlen. Was Küchenchef Ottmar Pohl-Hoffbauer hier auf den Teller bringt, ist wahrlich ein Hochgenuss. Ottmar hat in der elterlichen Kneipe in Köln mit dem Kochen angefangen, in der Sterne-Gastronomie gelernt und ist schließlich nach Berlin gezogen, um im scent sein Können zu präsentieren. Dass seine Kochkünste mit einer äußerst nachhaltigen persönlichen Einstellung verbunden werden, schafft ein Konzept, dass man in dieser Form in Berlin wohl kaum noch einmal vorfindet. Dazu später mehr. Weiterlesen

mitArt Restaurant – 100% Bio, 100% Überzeugung, 100% köstlich.

Fast schon erstaunlich: Es gibt nur wenig mehr als eine Hand voll 100%iger, zertifzierter Bio-Restaurants in Berlin. Das mitArt-Restaurant gehörte zu den ersten in Berlin, die sich so konsequent aus Überzeugung der Bio-Kost verschrieben haben. Von Montag bis Freitag zwischen 12 und 20 Uhr gibt es wöchentlich wechselnde Gerichte, neben Suppen (Als Vorspeise 2,90 Euro, als Hauptspeise 4,90 Euro) und Salaten (3,80–10,90 Euro) ca. 7-8 Hauptspeisen. Gut die Hälfte davon vegetarisch, z.B. frische Pasta mit Kichererbsen und Tomaten-Auberginen-Ragout (9,90 Euro), Wirsing-Kartoffelauflauf oder Pfannengemüse mit Feta (je 8,90 Euro). Besonders empfohlen wurde uns das Süßkartoffelomelette, gefüllt mit Zucchini und Feta an großem Salatbouquet (8,90 Euro). Das war nicht nur toll angerichtet, sondern schmeckte auch noch fantastisch. Neben zwei Gerichten mit Fleisch (Hähnchenkeule oder Rückensteak vom Demeter-Kälbchen für 15,90/18,90 Euro) hatten wir auch noch das gegrillte Wildzanderfilet mit Spinat-Brokkoli-Rouladen, und das war ebenfalls wunderbar angerichtet und toll im Geschmack. Das mitArt hat wirklich Glück, so einen Koch zu haben. Die Portionen waren so ausreichend dass wir den hausgemachten warmen Apfelstrudel leider nicht mehr nehmen konnten. Nächstes Mal. Vegetarier kommen hier übrigens wunderbar auf ihre Kosten, und der Koch erfüllt auch gerne mal einen Sonderwunsch.

Der Service war superfreundlich und aufmerksam, das Ambiente gediegen, ähnlich wie das Bio-Restaurant Diwan, welches leider vor einiger Zeit schließen musste. Ich hoffe dem mitArt-Restaurant widerfährt nicht dasselbe, aber glücklicherweise ist das Restaurant Teil des gleichnamigen Hotels, und letzteres läuft sehr gut, während das Restaurant noch einige Gäste mehr vertragen könnte. Und die hat es sich redlich verdient! Dazu planen die Betreiber eine Ausweitung der Öffnungszeiten und bauen das Restaurant noch etwas um, im September soll es dann noch mal richtig losgehen. Am Essen wird das mitArt auf jeden Fall NICHTscheitern, das gehört definitiv zu den besten, was man in Berlin in Bio-Qualität bekommt. Problematisch ist eher die Lage – das Restaurant liegt leider etwas versteckt im Innenhof auf der Linienstrasse, was besonders im Sommer aber richtig nett sein dürfte, wenn man draussen sitzen kann. Im Moment läuft aber sicherlich der eine oder andere noch an den selbstbemalten Schildern und Aufstellern des mitArt-Restaurants vorbei, was wirklich schade ist, denn die Einkehr lohnt sich kulinarisch allemal.

Fazit: Richtig tolles Essen zu angemessenen Preisen, netter Service, 100% Bio. Angesichts des Ambientes z.B. ein gute Adresse wenn man mal seine Verwandschaft zum richtig guten Bio-Essen ausführen möchte. Sonst aber auch jederzeit für jeden. Volle Empfehlung!

mitArt Restaurant, Linienstrasse 139-140 (Innenhof), 10115 Berlin. Geöffnet Mo-Fr 12-20 Uhr, Tel. 030/2839043, info@mitart.de, www.mitart.de.

Pssst…..Lautlos durch Berlin

Ich fahre kein Auto, habe noch nie eines besessen, und hatte auch eigentlich vor, mir zukünftig keines anzuschaffen. In letzter Zeit hatte ich jedoch öfters die Gelegenheit und das Vergnügen, Elektroautos, E-Bikes und E-Roller zu testen, und zwar bei Lautlos durch Deutschland auf der Wilhelmstrasse in Mitte. Dort haben sie einen Showroom, der immer voller wird, da das Angebot an Fahrzeugen jeglicher Art wächst. Wirklich spannend das Thema.

Ich bin ja persönlich sehr skeptisch, was die Elektromobilitätsoffensive der Bundesregierung angeht, da hier für mein Empfinden ein falsches Bild vermittelt wird. Elektrofahrzeuge sind nicht der alleinige Heilsbringer auf den Strassen Deutschlands, zumindest nicht kurzfristig in den nächsten Jahren. Da muss einiges in Sachen Infrastruktur und staatlicher Förderung passieren, und nur in Verbindung mit der Nutzung erneuerbarer Energien fahren Elektrofahrzeuge sauberer als z.B. ein sparsamer Diesel. Tanken kann man momentan aber in Berlin leider nur zumeist Strom an Elektrotanktstellen von Vattenfall. Erfreulich ist aber, dass erste Weichen gestellt wurden, und dass die Automobilindustrie durchgängig dabei ist, Serienfahrzeuge zur Reife, und in den nächsten Jahren auf den Markt zu bringen. Kurzum: Der Elektromobilität wird sicherlich zukünftig eine große Rolle zukommen, das dürfte unbestritten sein, und das begrüße ich sehr.

Wer sich wie ich nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch dem Thema nähern möchte, sollte unbedingt mal zu Lautlos fahren (mit dem Rad z.B.) und sich die Fahrzeuge anschauen und staunen. Noch besser: Eine Probefahrt machen. Mich haben vor allem die E-Bikes und die Elektro-Scooter begeistert, aber ich hatte auch die Gelegenheit z.B. meinen Umzug mit dem “EcoCarrier” zu machen, ein kleiner Elektro-LKW. Der hat auch schon Mundraub-Äpfel von Brandenburg nach Berlin gebracht (Bericht folgt).

Die Mitarbeiter von Lautlos durch Deutschland sind supernett, und freuen sich über jeden Besucher. Lautlos verkauft und verleiht Fahrzeuge. Übrigens werden diese vor Ort natürlich mit echtem Ökostrom betankt (naturstrom). Unterwegs muss man aber dann doch leider an die Vattenfalltankstelle, wenn sich der Stromzeiger zum Ende neigt – oder man klingelt so lange mit der Verlängerungsstrippe an Haustüren, bis man einen Ökostrombezieher gefunden hat. Und die werden ja zum Glück auch immer mehr….ich bin gespannt, was da noch alles passiert und fahre bald mal wieder Probe. Und ja, ich könnte mir sehr gut vorstellen, irgendwann doch ein Auto zu besitzen. Guess what.

Lautlos durch Deutschland, Wilhelmstr. 93, 10117 Berlin. Internetseite.

Witty’s Gourmet Curry – Schampus und CPM.

Currywurstfreunde dürfte dies interessieren: Witty’s Organic Food, die Betreiber diverser Frittenschmieden, u.a. direkt gegenüber des KDW’s, haben unweit des Gendarmenmarkts nun eine weitere Filiale eröffnet: Witty’s Gourmet Curry. Natürlich gibt es hier auch Bio Schampus neben zur CPM (Currywurstpommesmayo). Mittags gibt es letzteres wohl schon für 4,90 Euro. Das ist natürlich kein gesundes Mittagessen, Freunde, aber besser als bei Curry36 oder dergleichen. Laut Internetseite gibt es dort ausserdem die erste Bio-Halal-Currywurst, evlt. der Welt. Na denn…

Witty’s Gourmet Curry, Taubenstraße 7, Berlin-Mitte. Internetseite

FaceTweet it!

Bio im Kino, bio in der Kneipe

Mal ein paar Quickies für zwischendurch, die mir in den letzten Tagen wieder aufgefallen sind. Ich gehe gerne ins Kino, und freue mich natürlich, wenn ich dort ein Bio-Bier oder ein paar Bio-Snacks bekomme. In den Multiplexen wird man eher selten fündig, obwohl es im UCI Schönhauser Allee tatsächlich mal ein “Bio-Menü” gab. Natürlich mit Bionade und naja. ABER: Die Yorck-Kino-Gruppe bietet in ihren Kinos wirklich ziemlich viele Bio-Snacks und -getränke an. Und die größte Auswahl hat nach meiner Erfahrung das Kino in den Hackeschen Höfen: Diverse Bio-Biere, Bio-Chips, Bio-Nüsse, Bio-Schokoriegel und mehr. Sehr ordentlich!

Anschließend noch ein Bio-Bierchen trinken? Geht in immer mehr Kneipen. Eine sehr nette Kneipe ist das “Broschek” in Neukölln. Hier gibt es diverse Bio-Biere, aber auch Bio-Weine, Bio-Limos und den einen oder anderen Bio-Snack, und stets vegatarische Suppe oder Kuchen. Ausserdem ist es dort gemütlich, die Betreiber sind sehr nett und von daher absolute Empfehlung für einen schönen Kneipenabend. Oder Sonntags Frühstücken bis 17 Uhr.

Hackesche Höfe Filmtheater, Rosenthaler Straße 40/41, 10178 Berlin
Broschek, Weichselstraße 6, 12043 Berlin-Neukölln, www.broschek-berlin.de

Tellerfrisch – zur Zeit geschlossen….

Über Tellerfrisch hatte ich hier schon einmal berichtet. Leider scheint das Restaurant geschlossen zu sein. Ein Schild weist darauf hin, dass “Bis auf Weiteres kein Mittags- und Abendgeschäft. Gerne führen wir Veranstaltungen für Sie durch (ab 20 Personen)”

Schade!

Fresh & Friends – der Bio-Späti

Fresh & Friends ist eine Art Bio-Spätkauf, 24/7 geöffnet, fast alle Produkte sind bio. Dazu gibt es Snacks wie Kuchen, Brownies, frische Säfte, Sandwiches und viel mehr. In dieser Form in Berlin einzigartig, vor allem die Öffnungszeiten sind schon Wahnsinn. Dafür ist auch alles etwas teurer als im Bio-Supermarkt, wie im richtigen Leben am Spätkauf halt. Aber wer Sonntags noch schnell ein paar Grillwürstchen braucht in Bio-Qualität, der wird hier fündig. Die Auswahl ist wirklich gut. Direkt neben Gorilla Bio Fast Food auf der Friedrichstraße ist dies die dritte Filiale des Ladens, die anderen gibt es auf der Kastanienallee und auf der Uhlandstraße.

Fazit: Spätkauf mit Bio-Angebot, rund um die Uhr geöffnet.

Fresh & Friends, Friedrichstraße 120 (Mo-So 0-24), Kastanienallee 26 (Mo-So 0-24), Uhlandstraße 62 (Mo-So 7-1), www.freshnfriends.com

Kapelle

Die Kapelle, direkt an der Zionskirche gelegen, war mir bislang unbekannt bzw. nie aufgefallen. So war ich des öfteren bereits dort vorbeigefahren, aber es gab keinerlei Hinweis auf “Bio-Potenzial”. Zufällig fand ich einen Interneteintrag, der jedoch genau dieses bestätigte. Also fuhr ich hin und guckte mir den Laden mal genauer an. Kapelle bezeichnet sich als “Café/Bar” und existiert schon seit 1992. “Aus Überzeugung” verwendet man dort laut Internetseite ausschließlich (Nachfrage beim Kellner: 90%, also ruhig vorher fragen) Zutaten und Produkte aus ökologischer Erzeugung/Herstellung. In einer gemütlichen, schönen Atmosphäre (toll die hohen Decken), drinnen oder draussen (reichlich Platz vorhanden) kann man frühstücken, Flammkuchen, Waffeln, Kuchen oder eines der Tagesgerichte bestellen. Die Preise sind dabei in Ordnung. Ich hatte z.B. Chili con carne, und es war absolut köstlich (5,50 Euro). Anschließend gab es eine wunderbare Waffel mit Zimt/Zucker (ca. 2 Euro). Der Service ist freundlich und schnell, die Auswahl gut. Egal also ob Frühstück, Mittagessen oder zum Kaffee, hier geht alles sehr gut und sehr bio!

Fazit: Schönes Café mit hohem Bio- und Wohlfühlfaktor etwas abseits der Kastanienallee.

Kapelle, Zionskirchplatz 22-24, 10119 Berlin, Montag-Sonntag 9-3 Uhr, www.cafe-kapelle.de

Butterstulle

In der Nähe des S-Bahnhofes Friedrichstraße in der Marienstraße könnte man leicht an Butterstulle vorbeifahren. Von außen ist noch nicht zu erahnen, dass man drinnen eine gute Auswahl an Bio-Lebensmitteln und Tagesgerichten erwerben kann. Ein Schwerpunkt liegt auf Salaten, es gibt aber auch warme Tagesgerichte zu fairen Preisen und natürlich Stullen. Diese können drinnen an Stehtischen oder draußen verzehrt werden. Neben frischen Salaten und warmen Speisen gibt es eine Auswahl an Kuchen, eine Fleisch- und Käsetheke, Eis und vieles mehr. Im Prinzip ein kleiner Naturkostladen mit Essensangebot. Fast alle zu kaufenden Artikel und eingesetzten Lebensmittel sind bio, allerdings sollte man zur Sicherheit ruhig mal nachfragen. Das Fleisch im Salat z.B. kommt “vom Großmarkt”, da man sonst die Speisen nicht so billig anbieten könne. Schade, wie ich finde. Ich halte ja mehr davon, ruhig weniger Fleisch mit reinzupacken und dafür mindestens Neuland-Qualität zu nehmen. Dann wäre diese Location ein absoluter Top-Tip für Mitte. So ist es zumindest ein guter Tip. Übrigens macht Butterstulle auch Catering.

Fazit: Günstiger Mittagstisch mit hohem (“über 80%”) Bio-Anteil in der Nähe der Friedrichstraße. 

Butterstulle, Marienstraße 25, http://marienstrasse25.de/

Weilands Wellfood in Mitte

UPDATE: Weilands Wellfood gibt es hier nicht mehr, wie ich feststellen musste. Stattdessen findet man nun “Berlin-Peking Global Health Food” vor. Gleiche Möbel, ähnliches Konzept, ähnliche Gerichte, aber mehr bio. Ein Bericht folgt.

Seit einiger Zeit gibt es einen Ableger von Weilands Wellfood (Potsdamer Platz) in Mitte. Schräg gegenüber vom Naturkundemuseum wird dem Gast gesunde, frische Kost ohne Geschmacksverstärker angeboten. Viele der eingesetzten Lebensmittel sind bio, beim Fleisch sollte man aber zur Sicherheit nachfragen. In der Speisekarte findet man Pasta (Vollkorn, Dinkel u.a.) für 6-7 Euro, Gerichte aus dem Wok (6-8 Euro), Salate, Suppen und Desserts. Alles frisch zubereitet, kalorienarm (Nährwerttabelle gibt es auf der Internetseite), und nicht teuer. Und vor allem lecker! Eine gute Adresse, wenn man sich in der Mittagspause gut ernähren möchte ohne sich anschließend schlecht zu fühlen. Besonders schön sind die vielen Tische draußen auf der Wiese, wenn es das Wetter zulässt. Einen weiteren Ableger gibt es nun übrigens auch auf der Bergmannstraße, sprich das Konzept scheint gut zu funktionieren. 

Fazit: Gesund, frisch, nicht teuer und lecker. Absolute Empfehlung!

Weilands Wellfood, Am Platz vor dem neuen Tor 5, 9-18 Uhr, www.weilands-wellfood.com

Taz-Café

In Mitte sind die gastronomischen Verhältnisse bislang wenig biogeprägt. Es gibt aber einige interessante Entwicklungen zu beobachten (Gorilla Bio Fast Food, Jouisnour), die hoffen lassen. Alteingesessen hingegen ist das Taz-Café, das mir bislang garnicht weiter aufgefallen wäre. Irgendwie drang jedoch doch dann an meine Ohren, dass dort gesundes und biologisches Essen sowie Getränke angeboten werden sollen. Also bin ich mal hingeradelt, und habe es “angetestet”. Das Café ist schön hell und geräumig, man kann auf 2 Ebenen an Tischen oder Stehtischen das Angebotene verspeisen. Eine große Auswahl an Zeitschriften/Zeitungen liegt herum, der Service ist sehr nett. Es gibt eine hübsch aufgemachte Speisekarte (natürlich in Form einer kleinen Zeitung), sowie eine Tageskarte. Dort findet man eine kleine Auswahl recht günstiger Speisen, für ein Hauptgericht zahlt man nicht mehr als 5-6 Euro. Außerdem gibt es leckeren Kuchen, Bratlinge und andere Kleinigkeiten. Viel vegetarisches, das Fleisch von Neuland, so ziemlich alles offenbar in Bio-Qualität. Jeden ersten Sonntag im Monat gibt es ein “Faires Frühstück” für 7,50 Euro. Ausserdem gibt es schöne Taz-Produkte zu kaufen, z.B. den köstlichen Fair Trade Kaffee.

Fazit: Eine Perle in Mitte. Gemütlich, lecker, günstig, bio, fair – was will man mehr?! 

Taz-Café, Rudi-Dutschke-Straße 23 (früher: Kochstraße), 10969 Berlin, Internetseite