Archiv der Kategorie: Nach Ortsteilen sortiert

Schönes neues Bio-Café in Neukölln: Pêle-Mêle

Als ich vor wenigen Jahren in Neukölln lebte, war das Angebot an Cafés oder Restaurants in denen man in Bio-Qualität essen konnte, äußerst überschaubar. Also null. Heute sieht das schon anders aus, und besonders der Richardkiez entwickelt sich zum heissen Tipp für alle, die bio und/oder vegan essen gehen wollen. Seit kurzem gibt es eine neue tolle Location: Das Café Pêle-Mêle auf der Innstrasse. Etwas „abgelegen“ vielleicht, keine hochfrequentierte Strasse, aber der Gang dorthin lohnt sich, den das Pêle-Mêle hat so einiges zu bieten. Weiterlesen

scent Restaurant – Gehobene Bio-Küche mit hohem Nachhaltigkeits-Anspruch

Wer in der Berliner Mitte, genauer gesagt am Spittelmarkt, ein besonderes Essen genießen möchte, dem sei das „scent“ äußerst zu empfehlen. Was Küchenchef Ottmar Pohl-Hoffbauer hier auf den Teller bringt, ist wahrlich ein Hochgenuss. Ottmar hat in der elterlichen Kneipe in Köln mit dem Kochen angefangen, in der Sterne-Gastronomie gelernt und ist schließlich nach Berlin gezogen, um im scent sein Können zu präsentieren. Dass seine Kochkünste mit einer äußerst nachhaltigen persönlichen Einstellung verbunden werden, schafft ein Konzept, dass man in dieser Form in Berlin wohl kaum noch einmal vorfindet. Dazu später mehr. Weiterlesen

Bistro Bardot – 100% bio, 100% veggie

Vor kurzem erst eröffnete das Bistro Bardot in Friedrichshain, und so habe ich es mir gleich mal angeschaut und war begeistert. Sehr modern, sehr hell durch die großen Fenster, die komplett zur Strasse hin geöffnet werden können. Wer es noch weiter draußen mag, kann sich sogar noch ganz raus setzen in einen kleinen Innenhof. Das Ambiente ist sehr stylish, gleich wohl keineswegs zu schick, sondern eben auch sehr gemütlich. Gefällt mir persönlich sehr gut.

Im Bistro Bardot kommen nur Bio-Zutaten auf den Tisch, das Restaurant ist bio-zertifiziert. Außerdem, und das ist schon noch eine Besonderheit, die mich ebenfalls persönlich sehr erfreut: Alle Speisen sind vegetarisch oder gar vegan, im Bistro Bardot kommt kein Fleisch auf den Teller, und ich wette das wird auch niemand hier vermissen. Die spanisch geprägten Speisen sind durchweg kreativ, egal ob gut umgesetzter Klassiker oder eigene Kreationen. Zum ersten mal in meinem Leben mochte ich sogar die Oliven. Das Speisenangebot könnt ihr euch auf der Internetseite des Bistros anschauen. Übrigens kann im Bistro Bardot auch ganz hervorragend gefrühstückt werden!

Foto (c) Sonja Reifenhäuser von www.deutschlandistvegan.de

Foto (c) Sonja Reifenhäuser von http://www.deutschlandistvegan.de

Was ebenfalls sehr toll ist: Hier wird wirklich Wert auf regionale Produkte gelegt. So weit eben möglich (gut, bei Weinen und Oliven dürfte das schwieriger sein) werden Zutaten aus Berlin und Brandenburg verwendet. Es wird ausschließlich frisch gekocht, und das Preisniveau ist für diese Qualität wirklich völlig in Ordnung. Übrigens werden auch Kochkurse angeboten.

Das Bistro Bardot ist auf jeden Fall einen Besuch wert, nicht nur für Veggies, sondern auch für jeden anderen. Das Ambiente ist toll, das Konzept des Restaurants nachhaltig wie eben möglich, das Speisenangebot super und die Gerichte total köstlich. Alles richtig gemacht, würde ich sagen.

Weitere Infos bekommt ihr z.B. hier bei Deutschland is(s)t vegan. 

Bistro Bardot
Boxhagener Straße 83
10245 Berlin
Tel +49(0)30.69209708 – 2
Fax +49(0)30.69209708 – 9
info@bistrobardot.de

Supermarché in Kreuzberg – Ökofaire Kleidung und vieles mehr

Erstaunlicherweise ist die Anzahl an Läden, die ökofaire Kleidung führen, in Berlin immer noch sehr gering. Eine der wenigen erfreulichen Ausnahmen bietet Supermarché am Lausitzer Platz, der sich selbst als “Laden für Fair Trade Street Wear und handmade Design” bezeichnet, und das trifft es ganz gut. Der süße Laden verfügt über 2 Räume, im ersten findet man ein großes Angebot an Design-Artikeln, im hinteren Raum ökofaire Kleidung.

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Berliner Bio-Bauernhof: Vierfelderhof in Berlin-Spandau

Nicht nur im Umfeld von Berlin, sondern auch direkt in Berlin selbst (auch wenn nun viele Spandau nicht wirklich als Berlin bezeichnen würden ;-)), wird Bio-Landwirtschaft betrieben. So auch auf dem Vierfelderhof in Spandau:

Der Vierfelderhof in Berlin-Spandau ist ein Kinder- und Familienbauernhof. Hier gibt es Bio-Landwirtschaft zum Anfassen und Mitmachen. Weiterlesen

Rosenduft

Café Rosenduft in Lichterfelde – Eis, Kuchen, Kaffee & mehr.

Im südwestlichen Stadtteil Lichterfelde gibt es eine schöne Bio-Oase, das Café Rosenduft. Das Café ist zu 100% bio, nunmehr im 8ten Jahr seit seiner Gründung, und inzwischen zu einer nicht mehr weg zu denkenden Institution in Lichterfelde und Umgebung geworden. Die Bezeichnung Café ist aber eigentlich nicht ganz ausreichend, auch als “Eiscafé” darf man die hübsche Lokalität ruhigen Gewissens bezeichnen. Mit seinen 12 Sorten Bio Eis, davon 3 Sorten vegan, 2 mit Ziegenmilch und eine mit Sojamilch, gibt es ein abwechslungsreiches und großes Eisangebot – Geschmack und Qualität sind dabei hervorragend. Weiterlesen

Japanische Ökosnacks im U-Bahnhof: Onigris bei Rice up

Das ist ja mal ungewöhnlich aber schön. In einem Kiosk des U-Bahnhofes Schönleinstrasse an der Grenze von Kreuzberg zu Neukölln gibt es nun gesunde Ökosnacks zum mitnehmen. Dabei handelt es sich um sogenannte Onigris. Japan-Besuchern wird das sicherlich etwas sagen, denn dort sind die Snacks ein großer Hit. Für alle anderen: Onigiri ist das japanische Wort für Reisbällchen. Weiterlesen

Cuddle’s Corner – Kuscheliges in Pankow

Seit dem Sommer gibt es in Pankow einen Kinderladen, der ausschließlich nachhaltige Produkte anbietet, insbesondere Babybekleidung, Spielwaren und Geschenke für kleine und große Kuschelfans.

Hinter “Cuddle’s Corner” steckt ein junges Familienunternehmen aus Berlin-Pankow. Neben Kuscheligeren finden die Kunden ausgewähltes Spielzeug, Babybekleidung und allerlei Kuschelzeug – sogar auch für erwachsene Kuschelfans. Weiterlesen

Nachhaltig gebettet – Naturmatratzen und mehr in Prenzlauer Berg

Als echter Öko macht man sich ja eine Menge Gedanken über viele Bereiche seines Lebens. Lebensmittel, Kosmetik, Kleidung, Strom, Mobilität und so weiter. Über das eine Thema macht man sich mehr Gedanken, über das andere weniger – alles auf einmal geht ja auch schwerlich. Was wir alle gemeinsam haben: Wir schlafen, der eine mehr der andere weniger, jeden Tag für einige Stunden. Wie viele von “uns” machen sich da eigentlich auch Gedanken darüber, ob wir sozusagen nachhaltig schlafen? Angefangen vom Bettgestell über Lattenrost und Matratze, bis hin zu Kissen Decke, kann man da seiner Gesundheit und der Umwelt zuliebe einiges ökologisch optimieren. Ist dein Bett aus nachhaltiger Forstwirtschaft und ohne schädliche Lacke behandelt? Und was ist da eigentlich genau drin in meiner Matratze oder meiner Bettdecke? Gerade für Allergiker sind solche Fragen besonders wichtig zu beantworten. Aber nicht nur für die. Scheint doch alles gar nicht so unwichtig zu sein, wenn man soviele Stunden seines Lebens eben im Bett verbringt, oder?

Wer sich da mal genauer informieren möchte, kann dies in Prenzlauer Berg bei “Dennis Noll Naturmatratzen” tun. Er berät euch gerne zu den eben genannten Themen bzw. Produkten, und sein gesamter Geschäftsbetrieb ist 100% ökologisch ausgerichtet, bis hin zu Strom und Bankkonto. Alle Produkte die im Geschäft angeboten werden, sind made in Germany und werden auf Bestellung “frisch angefertigt”. Finde ich ein sehr gutes Konzept, ebenso das Motto: “Bewusst die Lage ändern”. Erste Infos findet ihr auf der Internetseite des Ladens.

Dennis Noll Naturmatratzen 
Knaackstrasse 56
10435 Berlin

Geöffnet
Di -Fr 11:00 – 19:00 Uhr
Sa 11:00 – 16:00 Uhr
Mo geschlossen

 

“Neuer” Bioladen im Sprengelkiez: Frida

Ok, “neu” wäre doch übertrieben, aber seit dem Spätsommer gibt es endlich überhaupt mal einen Bioladen im Sprengelkiez. Der Sprengelkiez liegt übrigens im Wedding, und hier ist die Bioläden-Dichte doch deutlich geringer als im benachbarten Prenzlauer Berg. Weiterlesen

La Mano Verde – bioveganfantastisch!

Die Zahl der veganen Restaurants in Berlin steigt stetig, Bio spielt in den meisten aber leider und erstaunlicherweise keine besonders große Rolle – zumeist aus Kostengründen nach Aussagen der Betreiber. Da ich mich seit einigen Monaten vegan ernähre, aber selbstverständlich weiterhin großen Wert auf Bioqualität lege, war ich gespannt, wie das bereits zwei mal innerhalb von Berlin umgezogene Restaurant La Mano Verde mir diesen Anspruch erfüllt. Um ein Fazit vorwegzunehmen: Eindrucksvoll. Weiterlesen

natürlich köstlich – tolles Biorestaurant in Charlottenburg

Charlottenburg ist erstaunlicherweise kein leichtes Pflaster für Bio-Gastronomie. Man sollte doch meinen dass die durchschnittliche Kaufkraft dort höher als zum Beispiel in Friedrichshain ist – trotzdem gibt es dort deutlich mehr Bio-berichtenswertes. Das “natürlich köstlich” hält also in Charlottenburg die Fahne hoch, und tut dies auf lobenswerte Art und Weise. Weiterlesen

Eröffnung: Veganz Bistro

Und noch ein Knaller für’s Wochenende: Das Bistro des Veganz eröffnet morgen, bevor am 23. der gesamte vegane Supermarkt eröffnet. Übrigens mit riesigem Bio-Anteil, das wird hier groß geschrieben. Wer vorab aber schon einmal Cupcakes, Brownies, Sovt Eis oder Vrozen Yoghurt genießen möchte, macht sich morgen am besten so früh wie möglich auf den Weg zum Arnimplatz in Prenzlauer Berg, kämpft sich durch begeisterte Massen und schlemmt sich durch die Theke. Weiterlesen

Der Sommer ist zurück: Neue Filialen von Caramello Eis

Der Sommer ist zurück, und die Lust auf Eis steigt. Caramello hat inzwischen 4 Filialen in Berlin, eine in Friedrichshain und 3 in Prenzlauer Berg. Läuft also offenbar. Und das nicht ohne Grund, kreative Sorten, 100% bio und wirklich lecker. Veganer kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten, es gibt immer ein paar vegane Geschmacksrichtungen. Zum einen das Fruchteis, das hier sowieso ohne tierische Zutaten hergestellt wird, und zum anderen die Sojaeis-Sorten wie z.B. Vanille. Eine Kugel kostet bei Caramello 1 Euro, was angesichts der sonstigen Preise die inzwischen für Bio-Eis aufgerufen werden, fast schon günstig ist. Sicher einer der besten Eisdielen Berlin’s.

Die Adressen der Filialen lauten:

Wühlischstrasse 31, 10245 Berlin
Rykestrasse 7, 10405 Berlin
Kollwitzstrasse 37, 10435 Berlin
Hufelandstrasse 14, 10407 Berlin
 

 

Enten & Katzen Bio-Deli. Nett.

Ein ganz nettes Bio-Café inklusive Bioladen ist das Enten & Katzen auf der Winsstrasse in Prenzlauer Berg. Auch ein ganz ansehnliches Naturkosmetik-Angebot sowie Getränke und Speisen zum dort essen – draussen in der Sonne – oder mitnehmen bietet der vollgestopfte Laden. Soja(vanille) im Kaffee ist kein Problem, Service war ok. Darf man ruhig mal hingehen.

Enten & Katzen Bio-Deli, Winsstraße 58, 10405 Berlin. Öffnungszeiten: Mo – Fr von 8 h – 22 h, Sa von 8 h – 21 h, So von 9 h – 20 h, Internetseite

Sgaminegg – was für Feinschmecker.

Ein ganz zauberhaftes Café ist das Sgaminegg, etwas versteckt gelegen auf der Seelower Strasse in Prenzlauer Berg. Wundervoll geschmackvoll eingerichtet, sehr nette Betreiber und einen hervorragenden Kaffee gibt es hier. Außerdem gibt es viele Feinkostartikel zu kaufen, und die sind ganz besonders ausgesucht, und durchgängig von höchster Qualität, wovon man sich auch auf der Internetseite des Sgaminegg überzeugen kann. Weiterlesen

Lucky Leek – tierisch lecker ohne Tier, dafür mit Bio-Einsatz

Seit dem 01.04. gibt es unweit des Kollwitzplatzes, auf der Kollwitzstrasse ein neues veganes Restaurant, dessen Betreiber zumindest teilweise Bio-Lebensmittel einsetzen. Das “Lucky Leek” bietet rein pflanzliche, sprich vegane Gerichte an in einem netten Ambiente an. Das eigentliche Restaurant ist dabei souterrain und recht klein, draussen gibt es zusätzliche Sitzplätze, grün ist die dominierende Farbe. Zum Essen: Auf der Karte stehen zwei Süppchen (4,50 Euro), z.B. Rote Bete-Himbeersüppchen mit Schnittlauchcreme. Klingt schon mal gut. Weiterlesen

Wieder eröffnet: Die Prinzessinnengärten

Kennt vermutlich inzwischen jeder, deswegen auch nur ein recht kurzer Hinweis. Die Prinzessinnengärten am Moritzplatz sind ein paar Tagen wieder offiziell eröffnet, und der Besuch lohnt sich. Egal ob ihr mitgärtnern wollt, Gemüse kaufen, Pflänzchen für den heimischen Balkon benötigt, oder ein Kreuzberger Bio-Bier in dem lauschigen Gartencafé genießen wollt. In die Prinzessinnengärten zu gehen ist irgendwie auch wie in eine andere Welt einzusteigen. Weiterlesen

Going green: Das “Aroma” heißt jetzt “Goodies” – und auch sonst ändert sich einiges.

Ich hatte vor längerer Zeit schon einmal über die “Aroma Lounge” auf der Warschauer Strasse berichtet – damals war das Angebot schon stark Bio-lastig, doch mittlerweile heißt das Café “Goodies” und ist nunmehr sogar bio-zertifiziert. Die Ansprüche des Goodies gehen über eine Bio-Zertifizierung aber sogar noch hinaus, wie man der Internetseite entnehmen kann: “Themen wie Nachhaltigkeit, Fairness, biologischer Anbau, vegane und vegetarische, gesunde Alternativen beschäftigten und inspirierten uns.” Tatsächlich kommen auch Veganer hier voll auf ihre Kosten, und das erschöpft sich lange nicht in der Wahl von Sojamilch. Weiterlesen

Von falschen Bewertungen und Zertifizierungen. Nachgefragt im Frittiersalon in Friedrichshain.

Mein vorgestriger Artikel, in dem ich meine Verärgerung über “Bio-Blender” zum Ausdruck gab, stieß auf eine sehr große Resonanz. Verständlich, denn wer lässt sich schon gerne so veräppeln? Problematisch sind aber nicht nur falsche Angaben von Gastronomen, auch Konsumentenkritik, wie sie auf Internetportalen wie Qype geäußert wird, ist leider sehr häufig falsch. Wer mit Gastronomen redet, der hört häufig Klagen über solche Bewertungsseiten, die von Nutzern natürlich einerseits zur Weiterempfehlung aufgrund positiver Eindrücke genutzt werden können, im negativen Sinne aber eben auch zur Diffamierung. Und das passiert sogar häufiger mal im Auftrag oder direkt durch die Konkurrenz. Nachzuweisen ist das ganze natürlich schwer. Ich war z.B. erstaunt, als ich über eines meiner Lieblings-Fast Food Restaurants Frittiersalon bei Qype den Eintrag eines Nutzers las, der mitteilte: “ich muss mich ein bißchen wundern, dass das noch unter bio läuft, der laden ist weder zertifiziert, noch hat er bio. das ist doch ein merkwürdiger umgang mit der öffentlichkeit, solche methoden machen es den bios so schwer, das sind die schwarzen schafe der branche, das ist einfach nicht i.o. – 5 blitze !!!!!”. Leider kein Hinweis des Bewerters, wie er an diese Information kam, das wäre doch wichtig gewesen.

Ich habe mal genauer beim Frittiersalon nachgefragt, und bekam eine umfassende und schnelle Antwort (anders z.B. als bei supergood, wo offenbar generell nicht reagiert wird), die ich den Bloglesern hier gerne weitergebe:

BIO sind die Kartoffeln (das Hauptprodukt) immer und das ganze Jahr, Eier, Kräuter für die Soßen, Sprossen, Milch, NOW und Voelkl Getränke, Rohrzucker für div. Soßen, vegane Brat- und Currywurst, hoffentlich bald die Burger Brötchen (Testreihen laufen gerade), Zitronen, Limetten, Orangen und mehr.

Das Fleisch kommt so gut wie komplett von Neuland außer das Argentinische Rumpsteak. Konventionell ist das Gemüse; dafür aber wenn möglich regional, sowie das Argentinisches Rumpsteak und diverse fertige Saucen. Der Frittiersalon ist im übrigen seit ca. 3 Jahren bio-zertifiziert. Im Verlaufe der Zeit wurde beim Fleisch im Frittiersalon von Bio auf Neuland umgestellt (geringere Bio-Qualität zum kleineren Preis wollte man sich nicht leisten, viel höhere Verkaufspreise durch den Einsatz von hoher Bio-Qualität konnte man sich leider nicht leisten), bei den restlichen Zutaten ist der Bio-Anteil sogar gestiegen.

Zu Neuland-Fleisch an anderer Stelle mal ausführlicher etwas, jedenfalls ist Neuland zwar nicht Bio, aber die Anforderungen an die artgerechte Tierhaltung sind sogar zumeist höher als das EU-Bio-Siegel vorschreibt. “Alle unsere Tiere werden nach unseren strengen Richtlinien artgerecht gehalten. Sie haben Auslauf ins Freie, liegen auf Stroh, bekommen nur einheimische, gentechnisch nicht veränderte Futtermittel zu fressen und haben viel Tageslicht im Stall.” – weitere Infos auf der Internetseite von Neuland.

Nun fragt der eine oder andere Leser sich sicherlich, warum schreiben dann nicht alle Gastronomen einfach bei allen Zutaten auf der Karte dazu, wobei es sich um Bio-Produkte handelt? Und schon sind wir beim nächsten umfangreichen Thema: Der Bio-Zertifizierung. Diese schreibt vor, dass es bei jedem Produkt, das als “Bio” auf der Karte ausgelobt wird, zu entsprechenden Kontrollen seitens der Zertifizierungsstelle kommt. Viele Gastronomen verwenden zwar aus Überzeugung Bio-Produkte, finden aber dass der Aufwand der Protokollierung  den Nutzen, nämlich die Bezeichnung BIO auf der Karte zu haben, übersteigt. Das macht es dem Gast leider nicht leichter, dieser darf aber umgekehrt nicht immer davon ausgehen, dass zwangsläufig nur Bio drin ist, wenn Bio drauf steht. Letztlich hilft bei Unsicherheit nur zu Fragen, denn nur wenige Restaurants in Berlin sind wirklich zu 100% Bio-zertifiziert.

Ich kann einerseits verstehen, dass der Gast sich eine möglichst hohe Transparenz wünscht, finde es andererseits aber auch schade wenn weniger Bio eingesetzt wird oder zumindest dem Konsumenten nicht bewusst ist, dass er gerade Bio isst, weil dem Gastronomen der Zertifizierungsaufwand zu hoch ist. Die Frage stellt sich mir dann: Ist es nicht für den stärkeren Einsatz von Bio-Lebensmitteln in der Gastronomie sogar kontraproduktiv, wenn der Zertifizierungsaufwand so hoch ist – andererseits aber so viele Betriebe dreist und ungestraft mit dem Bio-Hinweis werben und konventionelle Produkte verkaufen? Wird das überhaupt ausreichend kontrolliert? Offenbar ja nicht. Auf meinen Hinweis bezüglich der Eisdiele, die fälschlicherweise mit dem Bio-Siegel wirbt z.B. gab es keine Reaktion seitens der Meldestelle. Ein polarisierendes Thema wie ich finde, dem ich in nächster Zeit mal etwas intensiver nachgehen möchte. Ich werde über meine Erkenntnisse berichten. Freue mich sehr über Meinungen dazu, es lesen ja auch einige Bio-Gastronomen hier mit.