Archiv der Kategorie: Leider geschlossen!

Heimatgrün-Lädchen adé…aber online geht es weiter!

Schade! Aus diversen Gründen musste der schöne Laden Heimatgrün im Bötzowviertel wieder schließen, und das schon nach so kurzer Zeit. Heimatgrün verkauft aber weiterhin zumindest online nachhaltige Design-Artikel, und gesellt sich damit zu (Online-)Läden wie Lili Green, Schöner wär’s wenn’s schöner wär und Konsumhelden. Lili Green hatte vor einiger Zeit auch schon das Ladengeschäft geschlossen, um weiterhin online zu verkaufen, während S.W.W.S.W. und Konsumhelden in Kreuzberg bzw. Prenzlauer Berg auch vor Ort verkaufen. Vielleicht klappt es ja irgendwann noch einmal mit einen Laden an einem anderen Standort. Das wünsche ich der sehr netten Betreiberin Merle auf jeden Fall von Herzen. Schaut euch doch derweil einmal den schön gemachten Online-Shop von Heimatgrün an.

BioDaily im Wedding – Bistro, Kantine, Catering.

UPDATE: GESCHLOSSEN BZW. NEUER BETREIBER!!!

Die Mühe hätte ich mir sparen können! Kurz nach der Veröffentlichung dieses Artikels teilte mir BioDaily mit, dass sie nicht mehr die Kantine betreiben würden, und der Laden auf der Stettiner Strasse geschlossen hat. Schade. Leider war die Homepage nicht aktualisiert worden. Also wurde das zarte Pflänzchen wieder zertreten, nix mit Bio essen in Wedding!

Der Wedding ist noch Öko-Brachland, aber erste zarte Pflänzchen sprießen aus dem Boden. Ein sogar sehr schönes Pflänzchen ist die BioDaily Kantine im exrotaprint-Gebäude. Der Gebäudekomplex beherbergt Gewerbe, Kunst, Soziales, und ist ein beachtenswertes Projekt. Schaut euch doch mal die Internetseite an. Die BioDaily Kantine findet man direkt am Eingang des Geländes, und sie stylish-modern aufgemacht, gefällt mir richtig gut. Von 7-16 Uhr gibt es ein Frühstücks- sowie ein Mittagsangebot plus ständig Kaffee und Kuchen, soviel Bio wie möglich und das ganze zu fairen Preisen, um die 5 Euro für ein warmes Mittagsessen. Das ganze als Selbstbedienung. Standardmäßig gibt es auf jeden Fall Suppen Nudelgerichte, hinzu kommen wechselnde Tagesgerichte, wie in einer Kantine eben so üblich. Geschmacklich war das sehr lecker, z.B. hatten wir Gulasch mit Klößen, von der netten Köchin mit dem Hinweis präsentiert, es gäbe gerne noch ein paar Knödel Nachschlag bei großem Hunger. Hatten wir. Hat uns insgesamt sehr gut dort gefallen, wir kommen gerne wieder.

Einen Ableger vom BioDaily gibt es noch in der Nähe des Gesundbrunnens, das BioDaily Bistro. Das ist im Prinzip ein kleiner Bio-Laden, der zusätzlich einige Snacks wie belegte Brote nach Wahl und Mittagssuppen anbietet. Dazu Salate und ein Kuchenangebot. Auch in diesem Kiez das wohl einzige Bio-Angebot.

Zusätzlich bietet BioDaily Catering an, für Veranstaltungen und private Feste. Weitere Infos auf der Internetseite.

BioDaily Kantine, Gottschedstrasse 4, 13357 Berlin, Mo-Fr. 7-16 Uhr, www.biodaily.eu
BioDaily Bistro, Stettiner Strasse 63, 13357 Berlin, Mo-Sa 9-18 Uhr

Pink Flamingo – italienischer Boden, internationale Beläge.

Update: Leider geschlossen!

Bio-Pizza essen gehen? Das ging lange nicht. Zumindest nicht in Berlin und nach meiner Kenntnis. Und ich habe immer gedacht, das müsste doch ein Erfolg werden. Also war ich ganz gespannt, wie sich Pink Flamingo an der Eberswalder Strasse unweit des Mauerparks schlagen würde. Endlich haben wir es nun auch mal geschafft, dem Restaurant einen Besuch abzustatten, und um es vorweg zu nehmen, waren begeistert. Das Ambiente ist nett und eher alternativ, wenn auch meinem Empfinden nach nicht ganz “zu Ende gedacht”. Der Service ist superfreundlich und total aufmerksam, da gibt es mal garnichts zu mäkeln. Reservierungen scheinen zumindest durch die Woche nicht nötig, erst ab 20 Uhr wurde es etwas voller.

Zum wichtigsten, den Speisen. Die Auswahl ist recht klein, und besteht im Prinzip nur aus diversen großen Pizzen und verschiedenen Pizza + Salatkombinationen. Pasta oder Tiramisu stehen nicht auf dem Plan. Wen das nicht stört, der kann aus äußerst kreativen und teilweise ungewöhnlichen Pizzakreationen auswählen. Beispiele gefällig? “Gegrillter Bacon mit Ananaschutney”, “Gorgonzola und Feigen mit rohem Schinken”, “Huhn und Riesengarnelen mit grüner Currysauce, Kokosmilch, Zitronengras, frischem Koriander und gehackten Erdnüssen” und viel mehr. Alternativ kann der Gast eine Kombination von einer kleinen Pizza mit Salatbeilage wählen. Der Salat ist ebenfalls alles andere als gewöhnlich, keine Eisbergsalat/Möhre/Tomate-Langweiler, sondern Linsen, Kraut mit Kümmel usw. Geschmacklich super, original italienischer dünner Boden, während die Zutaten ganz international sind. Das die Pizzen so gut schmecken dürfte nicht zuletzt an den tollen Zutaten liegen. Mehl, Tomaten, Salz und Olivenöl kommen aus der Toskana und sind 100% bio. Bei den Belägen versuchen die Betreiber ebenfalls einen möglichst hohen Grad an Biozutaten hinzubekommen, besonders beim Fleisch.

Und hier sind wir leider an einem Problem angelangt: Der Großteil der potenziellen Gäste findet die Preise zu hoch. Eine große Pizza kostet zwischen 7,50 Euro und 16 Euro, zur Mitnahme je 1 Euro weniger. Die Salat/Pizzakombis bekommt man auch schon ab 6 Euro. Die Betreiberin hat mehrere Erklärungen dafür parat: Grundsätzlich sind Deutsche nicht in gleichem Maße bereit, für gutes Essen gutes Geld zu zahlen, wie z.B. Franzosen. Und dann kommt noch hinzu, dass Pizza hierzulande wohl bei den meisten als günstiges Fast-Food gelte, und da sind die Preise im Pink Flamingo natürlich schon deutlich höher als in der Pizzabude um die Ecke mit Analogkäse. Im Fazit bedeutet dies leider bislang zu wenig Kunden, obwohl das Konzept z.B. in Paris hervorragend funktioniert. Daher sind die Betreiber wohl gezwungen, zukünftig den Bio-Anteil etwas nach unten zu korrigieren. Trotzdem ist man weiter bemüht, gerade bei den Basis-Zutaten keine Kompromisse zu machen. Eine nette weitere Besonderheit ist der Fahrrad-Lieferservice. Sämtliche Verpackungen sind biologisch abbaubar. Fazit: Uns hat es sehr gut gefallen. Die Pizzen sind zwar relativ teuer, aber das hat ja auch seinen Grund. Und 26 Euro für 2 Hauptgerichte + 3 Weine fanden wir dann am Ende auch völlig ok. Geschmeckt hat es super, kein Vergleich zu einer Billigpizza. Der Wein war ebenfalls köstlich. Es wäre verdammt schade, wenn Berlin sein einziges Bio-Pizza-Restaurant verlieren würde, von daher: Überzeugt euch doch mal selbst vom Unterschied, es lohnt sich!

Pink Flamingo Pizza, Eberswalder Strasse 28, 10437 Berlin, Tel. 30/76216982 , www.pinkflamingopizza.com

Café Nährreich – Bagels, Suppen und Eis

UPDATE: Leider geschlossen!

Das Café Nährreich ist ein kleines aber feines Café auf der Schönhauser Allee, das neben Bio/Fairtrade-Kaffeespezialitäten, Bio-Tees und einigen Bio-Kaltgetränken vor allem Bagels und Suppen (von Yes, Please!) anbietet. Die Besonderheit: Die Bagels kann man sich kreativ selbst zusammenstellen. Außerdem gibt es z.B. Bio-Müsli von mymuesli.com. Bestellt man sich einen Kaffee, kann man hier ohne Aufpreis fettarme, laktosefreie oder Sojamilch wählen. Ist leider nicht so selbstverständlich. Die “echte” Milch kommt übrigens vom Ökohof Brodowin. Außerdem bietet das Café Nährreich Eis von “Das Eis“, und das schmeckt auch mal verdammt gut. Wer nur eine kurze Mittagszeit hat, kann übrigens auch gerne per Mail oder Telefon etwas vorbestellen, und es dann fix und fertig abholen. Keine Ausrede also mehr für ein ungesundes Mittagessen! Soweit ich das überblicken kann, ist fast alles Bio, bis auf ein paar Ausnahmen. Ich frag aber auch noch mal zur Sicherheit nach.

Café Nährreich, Schönhauser Allee 65 – 10437 Berlin, Tel. (030) 40 52 13 08, www.naehrreich.de

Revisited: Supergood

GESCHLOSSEN! Schade übrigens, wenn Gastronomen keine Kritik oder Verbesserungsvorschläge annehmen möchten, und auf keinerlei Mails oder dergleichen reagieren, wie das beim Supergood extrem der Fall war.

Vor einiger Zeit hatte ich an dieser Stelle über das “Supergood” berichtet, dass ich mit zwiespältigen Gefühlen verlassen hatte. Das Essen war nicht durchgängig gut, der Service umständlich, das Essensangebot schlecht “ausgeschildert”. Einiges hat sich mittlerweile gebessert, so wurde dieser Unsinn mit der Bezahlkarte, die man am Eingang erhalten hat, abgeschafft – man zahlt nun halt direkt. Dafür bekommt man nun einen Buzzer, der einem signalisiert, wann das Essen abzuholen ist, was übrigens sehr schnell geht. Das Essensangebot ist nun auch auf großen Schildern ablesbar, nicht auf verschiedenen Flyern, das war alles etwas verwirrend. Das Angebotene ist m.E. nach relativ gleich geblieben: Pasta, Burger, Wraps, Suppen und Salate. Unklar ist mir leider, wieviel von dem Angebotenen Bio ist. Die Homepage schreibt dazu: “Die verwendeten Zutaten sind frisch und durchwegs von Bio zertifizierten Lieferanten.”. Auf den Speisekarten ist abe die Rede von “überwiegend Bio-Zutaten”. Hier sollte eine einheitlichere Kommunikation herrschen! Der Veggie-Burger war weiterhin etwas trocken, die Beilagen waren ok. So finde ich es zwar nach wie vor gut, dass es Supergood statt einem konventionellen Fast Food-Restaurant auf der Friedrichstrasse gibt, richtig supergut kann ich es aber immer noch nicht finden.

hans wurst is dead. R.I.P.

Als ich heute mit einem Kumpel die Dunckerstrasse entlangschlenderte, wies ich ich ihn auf das “hans wurst” hin, ein Café, das biovegetarische Kost bietet. Korrigiere: Bot. Denn dem aufmerksamen Blick meines Freundes entging nicht, dass keine Möbel mehr im Café aufzufinden waren. Oha, zugemacht. Sehr schade. Ich fand das Café zwar seitens des Betreibers nicht sonderlich enthusiastisch geführt, aber das Essen war wirklich gut, und es gab eine Menge Veranstaltungen. Deswegen: Schade, schade. Wieder musste quasi einer der unsrigen die Segel streichen. Hoffentlich siegen die McDonald’s dieser Welt am Ende nicht!

LEIDER GESCHLOSSEN: hans wurst in Prenzlauer Berg

Schade: Grün West muss schließen!

Mit großem Bedauern habe ich gestern vernommen, dass Berlin wieder um einen seiner wenigen Ökomodeläden ärmer ist. Grün West in Kreuzberg hat es trotz Engagement, sehr schönem Laden, guter Auswahl und dem Bergmannkiez leider nicht geschafft, genügend Menschen anzuzuziehen. Das ist nicht nur traurig für Grün West, sondern für die gesamte Eco Fashion Branche. Sicherlich ist es wichtig, dass das Thema über Presseberichte oder Modemessen (wie gerade The Key.to etc.) einen stetig höheren Stellenwert bekommt. Es ist auch wunderbar, dass immer mehr Menschen die Herstellungsbedingungen von Kleidung hinterfragen, genauso wie sie keinen Chemiecocktail auf ihrer Haut haben möchten. Dass das Thema Eco Fashion aber noch nicht ausreichend beim Konsumenten angekommen ist, sieht man an der Schließung von Grün West, wie zuvor auch im März von “Everyday is like sunday“, recht deutlich. Am Ende entscheidet leider doch immer noch allzuhäufig der Geldbeutel – auch bei Menschen, die es sich leisten könnten, die im Vergleich zu “Markenlabels” nicht unbedingt preisintensivere ökofaire Variante zu wählen.

Ich frage mich, ob es, ähnlich wie bei Biolebensmitteln, noch immer einen Vorbehalt geben Ökomode gibt – zu langweilig, zu teuer, zu wenig Auswahl?  Meine persönliche Antwort lautet: Man kann auch mit kleinerem Budget durchaus Eco Fashion kaufen – wenn man sein Konsumverhalten entsprechend anpasst. Sprich: Ich kaufe mir nicht mehr 5 T-Shirts bei H&M, sondern kaufe mir 1-2 ökofaire Shirts. Und an denen habe ich wirklich Freude, weil ich weiß, dass sie fair produziert sind, ohne Kinderarbeit und Ausbeutung, und das Shirt oder die Jeans nicht zu 30% aus Chemie besteht. Die Kunst ist, überlegter zu konsumieren, zu hinterfragen ob man tatsächlich so viele Kleidungsstücke braucht. Die Auswahl an Eco Fashion ist mittlerweile riesig, für jeden Geschmack ist tatsächlich etwas dabei, auch für Menschen, die sich stylish anziehen wollen. Auch bezahlbar ist Ökomode geworden. Es spricht wirklich nichts dagegen, die ökofairen Varianten mal unter die Lupe zu nehmen. Tun könnt ihr das online z.b. im Avocadostore, bei Fairix oder Biobay. Zahlreiche weitere Adressen findet ihr z.B. bei Sebastian Backhaus. Wer gerne vor Ort ausprobieren möchte, der kann das in Berlin bei Wertvoll tun.

Und natürlich findet nun bei Grün West ein Ausverkauf statt, mit Rabatten von bis zu 50%. Vielleicht ist das eine Gelegenheit, ein erstes Ökoteil zum günstigen Kurs zu erwerben, auch wenn es immer schade ist, wertvolle Kleidung zu “verramschen”. Aber natürlich ist den Betreibern nicht damit geholfen, dass sie auf der Ware sitzen bleiben. Also werft doch mal einen Blick bei Grün West rein. Ende des Monats wird geschlossen. Viel Glück den Betreibern auf ihrem weiteren Weg!

Grün West, Friesenstr. 6, 10965 Berlin-Kreuzberg, http://www.gruenwest.de

Dumpling – vegetarisches Café/Snackbar

Update: LEIDER GESCHLOSSEN!

Aus Neukölln konnte ich bislang noch nichts berichten, war deshalb erfreut, dass es auch hier nun eine Anlaufstelle für Vegetarier und Bio-Freunde gibt, und zwar das “Dumpling”. Dumplings sind Teigtaschen, ähnlich wie Maultaschen, gefüllt mit 4 verschiedenen Füllungen, 3 herzhafte, eine süße. Dazu kann man aus 3 Dips wählen. So probierten wir Bohnen-Dumplings mit Joghurt-Dip und einen Erdbeer-Dumpling mit Apfelmus-Dip. Beide waren wirklich lecker. Eine kleine Portion mit 3 Dumplings kostet 3, eine große mit 5 Dumplings 4,30 Euro. Dazu hatten wir einen leckeren Milchkaffee (Libertad-Espresso). Soviel wie möglich werden Bio-Lebensmittel eingesetzt, alles ist vegetarisch oder auch vegan. Das Café wird von 2 netten Frauen betrieben, die das ganze mit viel Liebe und Engagement betreiben. Das merkt man. Der Service ist flott und superfreundlich, der Laden nett aufgemacht, besonders witzig übrigens die Toilette.

Neben den Dumplings gibt es Smoothies und Muffins (1 Euro/Stück), viele Kaffespezialitäten, Bio-Säfte und mehr. Sonntags gibt es ab 12 Uhr ein Dumpling-Buffet.

Fazit: Neukölln scheint sich doch zu machen, das Dumpling ist ein gutes Beispiel, sehr schön! Unbedingt mal hin!

Dumpling, Reuterstraße 29, Di-Do 14-22 Uhr, Fr/Sa 12-0, So 12-18 (Dumpling-Buffet), www.dumplingcafe.net

Berlin’s WIRKLICH erster Bio-Döner! Oder?

LEIDER WIEDER GESCHLOSSEN! Der Betreiber hatte damals schon geklagt, dass es nicht so richtig gut läuft, trotz der hervorragenden Lage auf der Kastanienallee. Offenbar hat der Preis (4,50 Euro) zuviele Leute vom Verzehr abgehalten. Am Geschmack hat es definitiv nicht gelegen, das war der beste Döner den ich je gegessen habe. Der Betreiber war supernett. So musste leider wieder ein ambitionierter Bio-Gastronom aufgeben, weil sich nicht genügend Menschen gefunden haben, die für gute Qualität sowie Umwelt- und Tierschutz entsprechendes Geld zahlen wollen….

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Interessanterweise sorgten meine Berichte über den Neuland-Döner auf der Greifenwalder Strasse (der nun komplett auf Neuland umgestellt hat – was aber leider nicht „bio“ ist) und mein Bericht über „Bio-Buffet“ in der Marheinekehalle (wo es tatsächlich den ersten Bio-Döner gab, der dummerweise wieder aus dem Programm genommen wurde) für das größte Feedback. Irgendwie auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass es so gut wie alles mittlerweile in Bio-Qualität gibt, zwei der Berliner Lieblingsimbiss-Spezialitäten jedoch nicht: Döner und Falafel. Diese Lücke wurde nun geschlossen.

Auf der Kastanienallee gibt es bei Mutter & Sohn unweit des Praters Döner, Falafel, Köfte, Lahmacun und alles was einen sonst in einer typischen konventionellen Dönerbude erwartet – alles 100% bio! Da war ich doch ehrlich gesagt platt, eine so konsequente Umstellung (vorher gab es hier konventionelles) hätte ich nicht erwartet. Umso schöner. Der Besitzer erklärte mir, dass es keinen Sinn machen würde, dieses nur halbherzig zu machen, wenn schon, dann komplett. Nicht sehr begeistert zeigte er sich von der Qualität konventionellen Dönerfleisches, ich will euch hier unappetitliches ersparen. Lange Rede, kurzer Sinn: Er ist von dem überzeugt, was er macht. Dass die Gerichte teurer sind als beim konventionellen Dönermann in Neukölln, dürfte euch sicherlich nicht überraschen und hat natürlich seine berechtigten Gründe. Ein Standard-Döner kostet hier halt 4,50 Euro, alle anderen Gerichte sind ebenfalls 1-2 Euro teurer.

„Wie schmeckt er denn nun, verdammt???“, höre ich den Dönerfreund zunehmend ungeduldig fragen ob dieser für ihn viel zu langen Einleitung. Ok, ok! Er schmeckt………………………….wirklich sehr, sehr lecker! Das Fleisch ist nicht zu vergleichen mit konventionellem, insgesamt ist der Döner absolut nicht trocken, köstlich gewürzt und rundum gelungen. Selbst das Bio-Brot schmeckt besser. Ganz unter uns: Das war glaube ich der beste Döner den ich je gegessen habe. Aber überzeugt euch selbst!

Noch etwas zum Hintergrund: Der Neuland-Döner auf der Greifswalder Strasse wurde im letzten Jahr fälschlicherweise von vielen Zeitungen als „der erste Bio-Döner“ Berlins propagiert. Dabei wurde dort lediglich erfolgreich auf Neuland-Fleisch umgestellt. Dieses ist zwar aufgrund artgerechter Tierhaltung „besser“ als konventionelles, Bio-Auflagen sind aber höher.

Mutter & Sohn, Kastanienallee 24

Beumer und Lutum Waldcafé geschlossen – wie schade!

Eine schlechte Nachricht: Das schöne Bio-Café von Beumer und Lutum am See (Krumme Lanke) musste leider zum 31.03. zumachen, weil mit dem Vermieter keine Einigung über die Verlängerung des Mietvetrages erzielt werden konnte. Schade, schade. Das war wirklich nett da, vor allem weil die auch superhundefreundlich waren. Träne! Ausführliches hier…

Kuchenmafia in Neukölln

UPDATE: LEIDER GESCHLOSSEN!

Ok, der Name, na ja. Aber sonst: nett. Die Kuchenmafia ist ein vor wenigen Monaten neu eröffnetes Café im neuhippigen Reuterkiez, das ausschließlich Bio-Kuchen und Torten, Brote, Tagessuppe, Kaffeespezialitäten und was man sonst so als Café üblicherweise anbietet, anbietet. Darf man das so schreiben? Egal. Die Kuchenmafia ist ein großes Eckcafé mit Extra-Spielraum für die Kleinen, Heftchen liegen aus, man kann bis 17 Uhr frühstücken, der Kaffee schmeckt gut, draussen sitzen geht auch. Ja, also, einfach mal nichts superaußergewöhnliches – aber davon haben wir in Berlin eh genug – sondern einfach ein nettes Bio-Kiez-Café. Ein paar Bio-Kaffee- und Teesorten zum Mitnehmen. Ach ja, komisch finde ich dass Kuchen mitnehmen 30 Cent weniger kostet als “da essen”! Wollte ich den Besitzer mal interviewen, aber der gehört zur Kategorie “Email? Antworte ich nicht” ;-)….macht ja nichts, gibt ja auch wichtigeres! Also ruhig mal auf einen Kaffee oder zum Frühstücken hin. Auf jeden Fall eine Bereicherung für den Reuterkiez.

Kuchemafia, Sanderstr. 11, 12047 Berlin, Mo bis Fr 9 bis 19 Uhr, Sa, So 9 bis 20 Uhr

Tellerfrisch – zur Zeit geschlossen….

Über Tellerfrisch hatte ich hier schon einmal berichtet. Leider scheint das Restaurant geschlossen zu sein. Ein Schild weist darauf hin, dass “Bis auf Weiteres kein Mittags- und Abendgeschäft. Gerne führen wir Veranstaltungen für Sie durch (ab 20 Personen)”

Schade!

Supergood? Not for me…

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GESCHLOSSEN! Schade übrigens, wenn Gastronomen keine Kritik oder Verbesserungsvorschläge annehmen möchten, und auf keinerlei Mails oder dergleichen reagieren, wie das beim Supergood extrem der Fall war.

Ok, das war böse. Aber nach 3 Besuchen bin ich doch ein wenig enttäuscht vom wahrscheinlich größten Bio-Restaurant in Berlin. Direkt am S-Bahnhof Friedrichstrasse gibt es seit einigen Wochen diesen modernen, mit viel Aufwand eingerichteten Laden. Der Trend geht eindeutig zum “Bio als Lifestyle”. Bio ist lange raus aus der Reformhausecke und zeigt sich sich neuestem in coolem Gewand und erweitert seine Zielgruppe. Es sollen Geschäftsleute angesprochen werden die in den umgehenden Büros arbeiten und mittags gesund und leicht essen wollen. Und Touristen. Und wirbt deshalb auch nicht so offensiv mit den Bio-Zutaten. Schreck manch einen ja sogar ab.

Ist ja auch nichts gegen zu sagen, man freut sich ja, wenn “Bio” selbstverständlicher wird. aber hier im “Supergood” läuft noch nicht alles so rund. Was mir nicht gefällt ist die “Logistik”. Man bekommt beim Reinkommen ein Kärtchen, auf das man seine Bestellungen buchen lässt, und zahlt beim Rausgehen. Ist die Dame oder der Herr am Eingang jedoch gerade mit dem Abkassieren beschäftigt, läuft man als Unwissender glatt vorbei und wird am Bestelltresen zurückgeschickt. Kein Riesenaufwand, aber etwas umständlich. Dann steht man vor dieser riesigen Theke, hinter der (zu?) viele Mitarbeiter einen erwartungsvoll anschauen (und wo auch “offen” gekocht wird), und hier ist der Anfänger zum zweiten mal verwirrt: Was gibt es denn? Die Lösung steht auf verschiedenen Speisekärtchen, die man also erstmal studieren möchte. Fand ich persönlich auch etwas verwirrend, vor allem wenn der Vorgänger die Kärtchen wieder falsch in den Kasten zurückstellt. Ich würde eine große Tafel da ehrlich gesagt vorziehen. Manchmal bekommt man die Sachen an den Tisch geliefert, manchmal nicht. Wenn man das nicht weiß, steht man möglicherweise unschlüssig wartend vor der Theke während von hinten neue Gäste “drängeln”. Also insgesamt nicht ganz ausgereift, der ganze Ablauf oder für den Gast nicht klar.

Aber gut, auch diese Hürde genommen. Es gibt Burger, Salate, Sandwiches, Wraps, Nudeln, Kuchen. So im Groben jetzt. Dazu kleine Beilagen wie Polentasticks oder Frühlingsrollen. Alles bio und vegetarisch. Wir haben so einiges durchprobiert, und unser Urteil fällt zwiespältig aus. Uns war so einiges einfach zu fade oder zu trocken. Zum Beispiel die Bratlinge auf dem Burger. Beim letzten mal war dieser an manchen Stellen richtig hart, so als habe er zu lange nicht richtig abgedeckt rumgelegen. Nicht toll. Richtig gut hat uns ein Wrap geschmeckt und ein Salat, den wir hatten. Positiv zu bemerken ist die Darbietung. Alles ist sehr schön fantasievoll angerichtet. Teuer sind die Sachen auch nicht. Ein Burger kostet ab 2,50 Euro, eine Beilage 1,80. Der Milchkaffee war auch super, aber eine Freundin war von einem Kuchen sehr enttäuscht (zu trocken). Also alles nicht wirklich schlecht, aber auch nicht richtig begeisternd. Hier sollten die Betreiber ein paar Gerichte nachbessern.

Der Laden ist wie gesagt riesig, modern stylish eingerichtet, es gibt W-Lan, Zeitschriften und alles ist zu fairen Preisen zu haben. In der Nähe gibt es auch wenig bioaffines, von daher schade, dass es uns nicht so richtig begeistert hat dort. Schade.

Wart ihr auch schon da? Wie waren eure Erfahrungen?

Supergood for me, Friedrichstrasse 103, 10117 Berlin, www.supergood.com, Mo-So 7-23 Uhr.

Cosisuca – Neues aus Neukölln!

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UPDATE: Leider musste das Cafés schließen!

Aufmerksame Blogleser werden festgestellt haben, dass in Neukölln so gaaaaaanz langsam auch in Bio-Hinsicht etwas passiert. Da ich nun selbst in Neukölln wohne seit neuestem, freut mich dies persönlich natürlich ganz besonders. Und zufällig fiel mir beim “Kleinen Buddah” unlängst ein hübsch gemachter Flyer auf, der ein “SuppenLeseCafé” auf der Nogatstrasse in Neukölln anpries – also bei mir um die Ecke. Gestern abend sind wir dann mal flott hin nach Ladenschluss um den Laden in Augenschein zu nehmen. Das “Cosisuca” ist ein nettes Café, das über einen Vorderraum mit der Theke und einer “Leselounge” hinten verfügt. Dort kann man sich Bücher ausleihen und natürlich gerne seine ausgelesenen Bücher hinbringen. Gute Idee! Draussen und drinnen kann man nicht nur leckeren zapatistischen Bio-Kaffee schlürfen, sondern u.a. auch Suppen essen – auch kurz vor Feierabend um 21 Uhr. Wir haben “Rote Linsen”-Suppe und ein Kürbis-Curry gegessen – war prima! Die Zutaten sind zwar nicht alle Bio, aber zumindest teilweise und es wird hier Wert drauf gelegt, dass die Qualität der Lebensmittel gut ist. Wer seine Suppe vegan oder glutenfrei möchte, der kann beruhigt nachfragen und bekommt eine kompetente Antwort, denn das sind hier keine Fremdwörter für die sehr netten Betreiber. Gute Musik läuft auch, und alles andere solltet ihr dann selbst am besten rausfinden. Eine schöne Bereicherung für Neukölln dieses Café! Und für mich direkt um die Ecke….

Cosisuca, Nogatstrasse 20, Berlin-Neukölln, Mo-Fr 12-21 Uhr, www.cosisuca.de

Tellerfrisch – Bio- und Demeterküche

UPDATE: LEIDER GESCHLOSSEN!

Fazit: Tellerfrisch füllt eine Lücke in der Bio-Gastronomie, und das preislich wie qualitativ auf hohem Niveau. Sehr empfehlenswert für den etwas großzügigeren Geldbeutel.

Alle Infos im “Berlin isst bio”-Guide!

Tellerfrisch, Chausseestraße 110, 10115 Berlin, www.tellerfrisch.de

Biorant Pax am Meer

LEIDER GESCHLOSSEN!

Die Zahl der Restaurants, die ausschließlich mit Bio-Zutaten kochen, ist noch sehr gering. Ein Vertreter dieser Gattung ist das “Biorant Pax am Meer” auf der Marienburger Straße in Prenzlberg. Angeboten werden neben Frühstück (9-18 Uhr) und Kuchen warme Tagesgerichte sowie eine kleine Standardauswahl an Nudeln und Suppen. Der Koch geht aber gerne auch auf Kundenwünsche ein, und “zaubert” aus dem, was der Kühlschrank hergibt, gerne etwas – sie nennen es Freestyle-Küche. Charmant. Ein Nudelgericht kostet 5-9 Euro, eine Tagessuppe 4 Euro. Weiterhin gibt es Salate und Galettes. Ich hatte Nudeln mit Spinat und Gorgonzolasauce. Sehr lecker, allerdings fand ich die Portion doch ziemlich überschaubar. Vergleiche ich das berühmte Preis-/Leistungsverhältnis mit “Pastapresti” in Friedrichshain, so würde letztgenannter Laden die Nase vorn haben.

Frühstücken kann man bis 18 Uhr (“Spätstück”). Man kann sich sein Frühstück dabei völlig individuell zusammenstellen auch Vegetarier kommen hier gut auf ihre Kosten (z.B. Tofu-Frühstücksrolle, veganes Schmalz u.a.). Auch Pancakes oder Eierkuchen sind im Frühstücksangebot enthalten.

Der Service ist sehr nett, der Laden gemütlich, und man kann gut draußen sitzen. Prima. An den Wochenenden gibt es “kulinarische Themenabende”.

Fazit: 100% Bio-Zutaten, lecker und gemütlich. Wirklich empfehlenswert.

Pax am Meer, Marienburger Str. 38, 10405 Berlin, Tel. 75639778, Di-Do 9-18, Fr 9-22, Sa/So 9.30-?

Gorilla Bio Fast Food in Charlottenburg

Der Vollständigkeit halber an dieser Stelle auch der Hinweis auf die “Ur”-Filliale der Gorillas, die erste, die es in Berlin seit ein paar Jahren gibt. Weitere Infos zum Laden findet ihr, wenn ihr hier oder hier.

Gorilla Bio Fast Food, Knesebeckstraße 5, 10623 Berlin, http://www.gorilla-bio-fast-food.de