Archiv der Kategorie: Restaurant

Getestet: Multicity – Erstes rein elektrisches und stationsunabhängiges Carsharing in Deutschland

Ich habe noch nie in meinem Leben ein Auto besessen. Eher ungewöhnlich für einen 40jährigen vermute ich. Doch damit entspreche ich zunehmend einem neuen Typus von Autonutzern, die entweder erst recht spät (in den Enddreißigern) ein Auto kaufen oder Alternativen wie Carsharing nutzen. Letztes tue ich seit einigen Jahren, denn ich brauche nur selten ein Auto, nutze ansonsten das Rad für kurze Strecken bis 10 Kilometern (manchmal auch länger) oder öffentliche Verkehrsmittel plus die Deutsche Bahn (da hab ich mich “hochgearbeitet” von einer Bahncard 25 über die 50er auf aktuell eine 100er). Weiterlesen

scent Restaurant – Gehobene Bio-Küche mit hohem Nachhaltigkeits-Anspruch

Wer in der Berliner Mitte, genauer gesagt am Spittelmarkt, ein besonderes Essen genießen möchte, dem sei das „scent“ äußerst zu empfehlen. Was Küchenchef Ottmar Pohl-Hoffbauer hier auf den Teller bringt, ist wahrlich ein Hochgenuss. Ottmar hat in der elterlichen Kneipe in Köln mit dem Kochen angefangen, in der Sterne-Gastronomie gelernt und ist schließlich nach Berlin gezogen, um im scent sein Können zu präsentieren. Dass seine Kochkünste mit einer äußerst nachhaltigen persönlichen Einstellung verbunden werden, schafft ein Konzept, dass man in dieser Form in Berlin wohl kaum noch einmal vorfindet. Dazu später mehr. Weiterlesen

Trattoria Ponte Verde in Neukölln – bio & veggie

Der Neuköllner Richardkiez hat eine weitere Bio-Attraktivität hinzubekommen: Die Trattoria Ponte Verde, in der es die klassische italienische Küche mit Pizza, Pasta und Antipasti gibt. Der Unterschied zum “normalen” Italiener: Hier sind nicht nur die Zutaten bio, sie sind auch noch komplett vegetarisch oder vegan. Letzteres sollte man auf jeden Fall immer bei der Bestellung dazu sagen. Weiterlesen

Bistro Bardot – 100% bio, 100% veggie

Vor kurzem erst eröffnete das Bistro Bardot in Friedrichshain, und so habe ich es mir gleich mal angeschaut und war begeistert. Sehr modern, sehr hell durch die großen Fenster, die komplett zur Strasse hin geöffnet werden können. Wer es noch weiter draußen mag, kann sich sogar noch ganz raus setzen in einen kleinen Innenhof. Das Ambiente ist sehr stylish, gleich wohl keineswegs zu schick, sondern eben auch sehr gemütlich. Gefällt mir persönlich sehr gut.

Im Bistro Bardot kommen nur Bio-Zutaten auf den Tisch, das Restaurant ist bio-zertifiziert. Außerdem, und das ist schon noch eine Besonderheit, die mich ebenfalls persönlich sehr erfreut: Alle Speisen sind vegetarisch oder gar vegan, im Bistro Bardot kommt kein Fleisch auf den Teller, und ich wette das wird auch niemand hier vermissen. Die spanisch geprägten Speisen sind durchweg kreativ, egal ob gut umgesetzter Klassiker oder eigene Kreationen. Zum ersten mal in meinem Leben mochte ich sogar die Oliven. Das Speisenangebot könnt ihr euch auf der Internetseite des Bistros anschauen. Übrigens kann im Bistro Bardot auch ganz hervorragend gefrühstückt werden!

Foto (c) Sonja Reifenhäuser von www.deutschlandistvegan.de

Foto (c) Sonja Reifenhäuser von http://www.deutschlandistvegan.de

Was ebenfalls sehr toll ist: Hier wird wirklich Wert auf regionale Produkte gelegt. So weit eben möglich (gut, bei Weinen und Oliven dürfte das schwieriger sein) werden Zutaten aus Berlin und Brandenburg verwendet. Es wird ausschließlich frisch gekocht, und das Preisniveau ist für diese Qualität wirklich völlig in Ordnung. Übrigens werden auch Kochkurse angeboten.

Das Bistro Bardot ist auf jeden Fall einen Besuch wert, nicht nur für Veggies, sondern auch für jeden anderen. Das Ambiente ist toll, das Konzept des Restaurants nachhaltig wie eben möglich, das Speisenangebot super und die Gerichte total köstlich. Alles richtig gemacht, würde ich sagen.

Weitere Infos bekommt ihr z.B. hier bei Deutschland is(s)t vegan. 

Bistro Bardot
Boxhagener Straße 83
10245 Berlin
Tel +49(0)30.69209708 – 2
Fax +49(0)30.69209708 – 9
info@bistrobardot.de

Greenpeace Magazin spezial: Essen

BildDas Greenpeace Magazin lese ich schon lange immer mal wieder, wenn ich es in die Hände bekomme, und finde es sowohl inhaltlich als auch von der Gestaltung her sehr gut. Standards wie “keine Anzeige”, in der falsche Werbesignale von Großunternehmen bloß gestellt werden oder “wieso, weshalb, warum?” mit tollen Infografiken alleine sind schon die Lektüre wert. Hinzu kommen eine Menge Artikel aus dem ganzen Themenspektrum, mit dem Greenpeace sich beschäftigt – ich denke das muss ich nicht mehr extra aufzählen, weil bekannt. 6 Ausgaben erscheinen im Jahr, so dass man auch ganz gut mit der Lektüre hinter her kommt. Wer das Heft im Abo nimmt, kann sogar noch etwas Gutes tun, der kann sogar noch was Gutes tun (6qm Minenfeld in Bosnien räumen lassen) oder eine Prämie bekommen.  Weiterlesen

La Mano Verde – bioveganfantastisch!

Die Zahl der veganen Restaurants in Berlin steigt stetig, Bio spielt in den meisten aber leider und erstaunlicherweise keine besonders große Rolle – zumeist aus Kostengründen nach Aussagen der Betreiber. Da ich mich seit einigen Monaten vegan ernähre, aber selbstverständlich weiterhin großen Wert auf Bioqualität lege, war ich gespannt, wie das bereits zwei mal innerhalb von Berlin umgezogene Restaurant La Mano Verde mir diesen Anspruch erfüllt. Um ein Fazit vorwegzunehmen: Eindrucksvoll. Weiterlesen

natürlich köstlich – tolles Biorestaurant in Charlottenburg

Charlottenburg ist erstaunlicherweise kein leichtes Pflaster für Bio-Gastronomie. Man sollte doch meinen dass die durchschnittliche Kaufkraft dort höher als zum Beispiel in Friedrichshain ist – trotzdem gibt es dort deutlich mehr Bio-berichtenswertes. Das “natürlich köstlich” hält also in Charlottenburg die Fahne hoch, und tut dies auf lobenswerte Art und Weise. Weiterlesen

Lucky Leek – tierisch lecker ohne Tier, dafür mit Bio-Einsatz

Seit dem 01.04. gibt es unweit des Kollwitzplatzes, auf der Kollwitzstrasse ein neues veganes Restaurant, dessen Betreiber zumindest teilweise Bio-Lebensmittel einsetzen. Das “Lucky Leek” bietet rein pflanzliche, sprich vegane Gerichte an in einem netten Ambiente an. Das eigentliche Restaurant ist dabei souterrain und recht klein, draussen gibt es zusätzliche Sitzplätze, grün ist die dominierende Farbe. Zum Essen: Auf der Karte stehen zwei Süppchen (4,50 Euro), z.B. Rote Bete-Himbeersüppchen mit Schnittlauchcreme. Klingt schon mal gut. Weiterlesen

mitArt Restaurant – 100% Bio, 100% Überzeugung, 100% köstlich.

Fast schon erstaunlich: Es gibt nur wenig mehr als eine Hand voll 100%iger, zertifzierter Bio-Restaurants in Berlin. Das mitArt-Restaurant gehörte zu den ersten in Berlin, die sich so konsequent aus Überzeugung der Bio-Kost verschrieben haben. Von Montag bis Freitag zwischen 12 und 20 Uhr gibt es wöchentlich wechselnde Gerichte, neben Suppen (Als Vorspeise 2,90 Euro, als Hauptspeise 4,90 Euro) und Salaten (3,80–10,90 Euro) ca. 7-8 Hauptspeisen. Gut die Hälfte davon vegetarisch, z.B. frische Pasta mit Kichererbsen und Tomaten-Auberginen-Ragout (9,90 Euro), Wirsing-Kartoffelauflauf oder Pfannengemüse mit Feta (je 8,90 Euro). Besonders empfohlen wurde uns das Süßkartoffelomelette, gefüllt mit Zucchini und Feta an großem Salatbouquet (8,90 Euro). Das war nicht nur toll angerichtet, sondern schmeckte auch noch fantastisch. Neben zwei Gerichten mit Fleisch (Hähnchenkeule oder Rückensteak vom Demeter-Kälbchen für 15,90/18,90 Euro) hatten wir auch noch das gegrillte Wildzanderfilet mit Spinat-Brokkoli-Rouladen, und das war ebenfalls wunderbar angerichtet und toll im Geschmack. Das mitArt hat wirklich Glück, so einen Koch zu haben. Die Portionen waren so ausreichend dass wir den hausgemachten warmen Apfelstrudel leider nicht mehr nehmen konnten. Nächstes Mal. Vegetarier kommen hier übrigens wunderbar auf ihre Kosten, und der Koch erfüllt auch gerne mal einen Sonderwunsch.

Der Service war superfreundlich und aufmerksam, das Ambiente gediegen, ähnlich wie das Bio-Restaurant Diwan, welches leider vor einiger Zeit schließen musste. Ich hoffe dem mitArt-Restaurant widerfährt nicht dasselbe, aber glücklicherweise ist das Restaurant Teil des gleichnamigen Hotels, und letzteres läuft sehr gut, während das Restaurant noch einige Gäste mehr vertragen könnte. Und die hat es sich redlich verdient! Dazu planen die Betreiber eine Ausweitung der Öffnungszeiten und bauen das Restaurant noch etwas um, im September soll es dann noch mal richtig losgehen. Am Essen wird das mitArt auf jeden Fall NICHTscheitern, das gehört definitiv zu den besten, was man in Berlin in Bio-Qualität bekommt. Problematisch ist eher die Lage – das Restaurant liegt leider etwas versteckt im Innenhof auf der Linienstrasse, was besonders im Sommer aber richtig nett sein dürfte, wenn man draussen sitzen kann. Im Moment läuft aber sicherlich der eine oder andere noch an den selbstbemalten Schildern und Aufstellern des mitArt-Restaurants vorbei, was wirklich schade ist, denn die Einkehr lohnt sich kulinarisch allemal.

Fazit: Richtig tolles Essen zu angemessenen Preisen, netter Service, 100% Bio. Angesichts des Ambientes z.B. ein gute Adresse wenn man mal seine Verwandschaft zum richtig guten Bio-Essen ausführen möchte. Sonst aber auch jederzeit für jeden. Volle Empfehlung!

mitArt Restaurant, Linienstrasse 139-140 (Innenhof), 10115 Berlin. Geöffnet Mo-Fr 12-20 Uhr, Tel. 030/2839043, info@mitart.de, www.mitart.de.

Großartiger Bio-Brunch bei Pappa e Ciccia

Der Berliner an sich bruncht ja angeblich ständig und ausgiebig. Ich selbst tue das zwar nicht so häufig, aber nun erzählte mir eine Freundin letztens total begeistert vom Brunch bei Pappa e Ciccia auf der Schwedter Strasse. Also stattete ich dem hübschen Ecklokal mit angeschlossenem Feinkostladen einen Brunchbesuch ab und guess what: Ich war ebenfalls sehr begeistert! Dass der Brunch hier nicht schlecht sein dürfte, lässt sich schon aus der Tatsache schließen, dass man ohne Reservierung wohl kaum Glück haben dürfte an einem Sonntag. Ab 11 Uhr kann man sich dann am Buffet bedienen, und das ist wirklich ungewöhnlich und wirklich aufwändig. Brunch nach italienischer Art, viel mit Auberginen, Lachs, Pinienkernen, Mozzarella, Salami und viel viel mehr. Tolle Kompositionen – nicht einfach Tabletts voller Käse & Co. – kreativ erstellt und präsentiert, warmes wie kaltes. Dazu gibt es ein paar “übliche Verdächtige” wie Eierspeisen (man darf sich eine “inklusive” bestellen, die frisch zubereitet wird), Brote vom Bio-Bäcker Ciabattoni aus Friedrichshain, diverse Käsesorten, Joghurt, ein köstliches Birchermüsli und und und. Selbstverständlich wird immer wieder nachgereicht, und bei der Auswahl sollte jeder glücklich werden. Wirklich toll und wirklich ganz anders als wohl so ziemlich alle anderen Brunchangebote, die man um die Ecke findet. Was besonderes halt.

Der Preis von 16 Euro für das Brunch geht da auch wirklich ok, denn hier bekommt man nicht nur Köstliches geboten, sondern dies auch zu 100% in Bio-Qualität. Fisch und Meeresfrüchte kommt aus nachhaltigem Fang, Wildfleisch aus nachhaltiger, regionaler Jagd (Uckermark), Fleisch von Bioland- und Naturland-Betrieben. Auch das Getränkeangebot ist fast zu 1oo% bio, lediglich ein paar wenige Weine sind nicht zertifiziert, aber auch hier sind die engagierten Betreiber auf Suche nach Bio-Alternativen. Seit kurzem werden in der eigenen kleinen Pasta und Kuchen-Manufaktur frische Bio-Pasta und Kuchen in 100 % Bio Qualität hergestellt und im Restaurant (zum Vorortverzehr) wie auch im Feinkostladen nebenan (zum Mitnehmen) angeboten. Neben dem Brunch kann man natürlich (fast) jederzeit italienische geprägte Speisen, tolle Kuchen und Torten oder einfach einen leckeren Wein oder einen Kaffee hier zu sich nehmen. Positiv ist noch hinzuzufügen, dass die Betreiber hier wirklich ein ganzheitlich nachhaltiges Konzept verfolgen, was nicht immer selbstverständlich ist, auch nicht in der Biogastronomie. Gefällt mir!

Abschließend ist noch zu bemerken: Das Ambiente ist sehr schön, der Service war total freundlich. Es ist zumindest beim Brunch recht laut und eng, aber das ist wohl auch typisch italienisch. Der Feinkostladen nebenan ist auch einen Besuch wert, man weiß vor lauter schön präsentierten Köstlichkeiten gar nicht, wo man zuerst zuschlagen möchte. Fazit: Ungewöhnlich toller Bio-Brunch, den ich nicht zum letzten mal gemacht habe. Ganz große Empfehlung!!!

Pappa e Ciccia, Schwedter Str. 18, Ecke Choriner Str. 19, 10119 Berlin, Tel. 030 61620801. 

http://www.pappaeciccia.de/

Auswärts essen: sattgrün in Düsseldorf

Heute mal wieder ein Bericht von unterwegs, da ich zur Zeit im Ruhrgebiet weile. Nein, Düsseldorf gehört nicht zum Ruhrgebiet, um hier direkt mit einem weit verbreiteten Irrtum aufzuräumen. Bei Duisburg ist der südliche Rand des Ruhrgebiets bereits erreicht, und Kölle gehört schon mal gar nicht mehr dazu. Genug der geographischen Belehrungen. Zurück nach Düsseldorf. Der Autor hat einmal 7 Jahre in Düsseldorf gewohnt, und war mehr als erstaunt, wie sehr sich der Stadtteil Flingern in den letzten Jahren verändert hat. Tolle Cafés, sehr nette Läden, ein Eco Fashion Store (“Suburbia“), eine super Eisdiele und sogar ein vegetarisches Restaurant/Fair Trade Café gibt es hier nun. Und kein schlechtes! “sattgrün” Flingern ist eine von zwei Filialen in Düsseldorf. Sehr nett gelegen im neuen Szenekiez auf der Hoffeldstrasse, Ecklage mit Bierbänken draußen. Drinnen wirklich hübsch eingerichtet, gemütliche Sitzecken, Heftchen, Ökostrom. Prima. Die Speisen sind durchweg vegetarisch, kein Fleisch, kein Fisch, und so wie ich das verstanden habe, zu 100% bio. Es gibt diverse Tagesgerichte, von denen man sich zu bestimmten Zeiten auch an einer Art Büffet bedienen kann. Je nach Hunger mit einem kleinen oder großen Teller. Dazu Salate, Suppen, Desserts. Wir haben uns “von allem was” genommen, und waren durchweg hochzufrieden. Ein großer Teller kostete so 6 Euro, und das war wirklich ein großer Teller, den ich da vollgehäuft habe. Gemüsecurrys, Pasta, Aufläufe und mehr. Lecker, lecker das alles.

Das Personal ist superfreundlich gewesen, was sollen wir meckern? Genau, gar nicht. Super Laden! Glückwunsch an die Düsseldorfer unter euch! Und hier weiterinformieren.

Produkte aus Berlin: Bio-Kokoswasser nun auch im Tetrapack

Vor einiger Zeit hatte ich ja schon einmal über Kulau berichtet, ein kleines Unternehmen aus Berlin, dass sich den Kokosnüssen verschrieben hat. So verkaufen Sie Bio-Kokoswasser und Kokosnussöl, alles in Bio-Qualität, hergestellt in Thailand. “Nebenbei” werden die Bauern dort mit langfristigen fairen Verträgen unterstützt und Kulau setzt sich dafür ein, dass der gesamte Transport über Aufforstungsprojekt CO2-neutral bleibt. Ein Kritikpunkt in der Vergangenheit war jedoch, dass das Kokoswasser in Dosen angeboten wurde. Technisch war dies leider bis dato nicht anders möglich, doch nun gibt es das Kokoswasser endlich in einer neuen umweltfreundlicheren Verpackung, dem Tetrapack. Und damit dürfte hoffentlich die (verdiente) Akzeptanz für das Produkt steigen. Es ist nämlich nicht nur lecker, sondern auch tatsächlich gesund. Wer mehr über die Kräfte der Kokosnuss erfahren möchte, dem sei die schön gemachte Internetseite von Kulau ans Herz gelegt, wo es eine Menge Infos gibt. Kulau ist ein weiteres Beispiel dafür, dass in Berlin nicht nur Bio gegessen, sondern auch Bio hergestellt und/oder verkauft wird. Weiter so!

Beumer und Lutum Waldcafé geschlossen – wie schade!

Eine schlechte Nachricht: Das schöne Bio-Café von Beumer und Lutum am See (Krumme Lanke) musste leider zum 31.03. zumachen, weil mit dem Vermieter keine Einigung über die Verlängerung des Mietvetrages erzielt werden konnte. Schade, schade. Das war wirklich nett da, vor allem weil die auch superhundefreundlich waren. Träne! Ausführliches hier…

Lotus Lounge – Vollwertkost und der Dalai Lama

In Charlottenburg gibt es ein tibetisch-buddhistisches Zentrum, das “Rigpa Zentrum”. In einem wunderschönen Gebäude kann man hier Kurse besuchen oder sich über den Buddhismus informieren im kleinen “Shop”, der allerlei Bücher, Videos, Gebetsschalen und vieles mehr anbietet. Unser Ziel war aber vor allem das kleine aber sehr hübsche und stylishe Bistro im Keller des Gebäudes, die “Lotus Lounge”. Dort werden täglich wechselnde vegetarische Gerichte angeboten, und die meisten Zutaten kommen aus biologischem Anbau. Auch für einen Kaffee ist man hier willkommen. Die 6 Tagesgerichte liegen preislich bei 4,50 Euro für eine Suppe und 7,50-10,50 Euro für ein Hauptgericht. Wir hatten eine winterlichen Salat mit Senfdressing, Schafskäse und 5erlei Sprossen für 8 Euro. War toll angerichtet und superlecker, ein wenig mehr Dressing wäre toll gewesen, aber sonst super. Ausserdem hatten wir Serviettenknödel auf Rahmsauerkraut mit Apfelchutney und Rauke für ebenfalls 8 Euro. Schmeckte ganz toll, die Kombination war überraschend lecker, da blieb kein Krümel übrig.

Das Ambiente ist ganz toll. Für’s Essen bieten sich die kleinen Tische mit Eames-Chairs an, für den Kaffee die gemütlichen Sofas. Im Hintergrund läuft so eine Art Entspannungsmusik und der Service war wahnsinnig nett. Wir fanden es rundum toll dort und empfehlen einen Besuch uneingeschränkt. Auch der Blick in den angeschlossenen Shop lohnt sich.

Lotus Lounge im Rigpa Zentrum Berlin, Soorstr. 85, 14050 Berlin. Geöffnet Mo bis Sa 11 bis 18 Uhr. Internetseite.

Auswärtsspiel: Guten Abend in Köln

Kürzlich war ich in Kölle um einen Freund zu besuchen. Dieser hatte die ausgezeichnete Idee, abends lecker bio essen zu gehen, und hatte auch direkt eine Adresse, die mir bis dato völlig unbekannt war:  Das “Guten Abend” am Brüsseler Platz im schönen Belgischen Viertel. Abgesehen vom kleinen Bio-Siegel-Schildchen an der Fassade lässt nichts direkt darauf schließen, dass man hier ein zertifiziertes Bio-Restaurant betritt. Understatement, das aber offenbar aufgeht, den als wir den recht großen Laden mit ca. 20 Tischen betraten, war dieser bis auf einen letzten Tisch komplett voll. Glück gehabt!

Das Ambiente ist gutbürgerlich, und der Geräuschpegel war recht hoch. Das Abmiente passt perfekt zur Speisekarte, den diese ist auch recht rustikal, zumindest die “Klassikerkarte” mit Gerichten wie Wiener Schnitzel, Rostbratwürsten, Gulasch und Co. Die “Wochenkarte” bietet neben dem Tagesbraten auch so einige weniger rustikale Gerichte. Vegetarische Gerichte sind zwar etwas seltener, aber vorhanden. Empfehlen würde ich den Laden aber besonders Fleischessern, die hier eine reichliche Auswahl geboten bekommen.

Ich konnte nicht anders als den Klassiker Wiener Schnitzel (15,50 Euro) zu bestellen mit lauwarmen Kartoffelsalat. War wirklich gut. Dazu ein Bio-Kölsch (0,5 für 4,20 Euro), herrlich. Unsere weibliche Begleitung hatte übrigens Ziegenkäse mit Tomaten und Knoblauchbaguette sowie Rote Beete mit Orangenscheiben. Besonders ersteres war superlecker. Wir waren sehr zufrieden. Gemütlich, rustikal, nette Bedienung, fixer Service, leckeres Essen und preislich wirklich auf einem nicht höheren Niveau im Vergleich zu konventionellen Restaurants. Rundum gelungen!

Guten Abend, Brüsseler Strasse 55, 50674 Köln, http://www.gutenabend.org

Raw Gourmet Dining – ganz privat…

Wir berichten ja an dieser Stelle häufig über Restaurants, Cafés und Imbisse. Einen ganz anderen Weg geht mein Freund Boris, der in seinem schönen Kreuzberger Loft privater Dinner veranstaltet. Das Ungewöhnliche ist zusätzlich, dass Boris ein “Raw-Food-Chef” ist, sich also der Rohkost verschrieben hat. Und wer jetzt an langweilige Salate mit Körnern denkt, ist sowas von schief gewickelt. Was Boris da zaubert ist so unglaublich kreativ, ungewöhnlich und lecker, dass hier bestimmt selbst “Hardcore-Ich-brauch-immer-ein-Stück-Fleisch-dazu-Menschen” begeistert nach einem tollen Abend nach Hause gehen.

Boris ist ein, ich zitiere “Spiritual Life Food Instructor, Raw Food Chef and Ayurvedic Yoga Massage Therapist”. Wer dazu näheres erfahren möchte, sollte seine Internetseite www.balive.org eingehender studieren. Er ist auf jeden Fall ganz schön rumgekommen und hat viel von seinen Reisen mitgenommen. Unter anderem eben seine fantastischen Kochkünste. Moment, kann man hier “Kochkünste” sagen? Er kocht ja nicht, sondern bereitet eben Rohkost zu, und dazu gehören auch Suppen, Pizza, Chocomousse, Torten und vieles mehr, dass man sich vielleicht ohne den Einsatz eines Backofens nicht zubereitet vorstellen kann. Und doch, das geht. Und wie das geht. Man hört wahrscheinlich meine Begeisterung leicht raus. Erwähnen möchte ich noch das Boris möglichst ausschließlich Bio-Zutaten benutzt.

Jetzt fragt ihr euch, warum ich euch das erzähle, wenn das doch private Dinner sind. Nun, so ganz privat ist es dann auch wieder nicht. Es ist im Gegenteil ganz spannend. Boris kündigt seine nächsten Dinner-Termine immer auf seiner Internetseite (s.0ben) und auf seiner Facebook-Seitean. Meist unter einem bestimmten Motto (z.B. italienischer Abend, Schoko-Event usw.) Jeder kann gerne an diesen Dinnern teilnehmen, und oft ist es so, dass sich keiner der Gäste vorher schon einmal gesehen hat. So ein wenig Blind-Dating ohne Kuppelabsichten. Natürlich sind nur nette Leute zu Gast und zack befindet man sich in sehr angenehmer Gesellschaft und lässt sich von Boris 3-4 köstliche Gänge kredenzen, und entspannt sicht total. Dafür zahlt man natürlich auch eine Beteiligung, aber die ist wirklich sehr angemessen. Und Boris ist ein wahnsinnig netter und aufmerksamer Gastgeber, den sicher jeder in sein Herz schließen wird.

Also mein Tip: Wenn es mal was Besonderes sein darf, kann ich euch wärmstens empfehlen, bei einer von Boris’ nächsten Dinners dabei zu sein. Auch als Geschenk toll! Massage dazu? Geht auch! So, ich glaube ich habe genug geschwärmt. Guckt euch endlich seine Internetseite an, und geht hin ;-)

Alle Infos findet ihr hier.

Berkis – Bio-Pita, mit bisschen Bio-Salat doppelt so teuer…

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Länger schon hatte ich einen Besuch bei Berkis auf dem Plan stehen, komme aber so selten in die Nähe des Winterfeldplatzes. Jetzt war ich endlich da und bestellte zum ersten mal seit vielen Jahren mal wieder ein “Gyros Pita”. Gespannt war ich darauf, ob man hier wirklich 100%iges Bio-Essens kredenzt, so wie ich es in diversen Stadtmagazinen gefunden hatte. War natürlich nicht so. Schade, dass viele Journalisten das ganze nicht so richtig recherchieren, ist nicht das erste mal. Immerhin ist das Fleisch “bio”, von der Bio-Schlachterei Thönnes, und natürlich ist der Bioaspekt bei Fleisch auch das wichtigste (für mich). Der Rest aber ist konventionell. Nachgefragt beim freundlichen Personal, warum nicht alles in bio. Und dann die herrliche Antwort: “Dann müssten wir die Pita für 7-8 Euro verkaufen”….momentan kostet sie 3 Euro! Aha! Ein wenig Bio-Salat, Biozwiebeln und Gewürze und das Fladenbrot in bio kosten 4-5 Euro mehr??? Wie bitte? So Antworten liebe ich ja. Ausserdem käme ja einiges aus Griechenland….mhm….Auch mein Hinweis auf mein Wissen der Biopreise hat den guten Mann nicht weiter beeindruckt, er blieb dabei. Nun gut, sei’s drum. Immerhin war er informiert, was bio ist und was nicht und zückte gleich einen Schlachtereiflyer. Also wir merken uns: Bei Berkis ist nur das Fleisch bio. Aber immerhin!

Trotzdem wurde die Pita verzehrt, und ich fand sie zwar ein wenig fettig (empfindliche Mägen könnten Probleme bekommen), aber sie schmeckte mir gut. Vor allem halt das Fleisch. Interessant fand ich die Pommes mit im Brot, kannte ich so noch nicht. Das Fladenbrot war ebenfalls gut. Das Berkis ist in ein Restaurant und einen Imbiss aufgeteilt, der sehr gut besucht ist. Fazit: Kann man hin, wenn man unbedingt mal wieder eine Gyros Pita essen möchte, muss man aber auch nicht….

Berkis, GREEK ART FAST FOOD, Winterfeldtstrasse 45, 10781 Berlin



Foodorama – demnächst konventionell!

Letztens waren wir schön im Foodorama brunchen. “Deutschlands erstes klimaneutrales Restaurant” stellt offenbar auf konventionell um, so erzählte uns eine Kellnerin. Zur Zeit würden die “Restbestände” aufgebraucht. Sehr, sehr schade. Und warum? Weil, so die Aussage, ein großer Teil der Kunden nicht für “bio” bezahlen möchte, und manch einer auch wieder geht, wenn er erfährt, dass die eingesetzten Produkte “bio” sind. Ja, das gibt es noch. So rechnet sich das ganze leider für die Betreiber nicht. Und das auf der Bergmannstrasse, hätte ich nicht gedacht. Ich fand das Konzept toll und das Essen, z.B. auch der Sonntagsbrunch, war großartig.

:-(