Archiv der Kategorie: Imbiss

Japanische Ökosnacks im U-Bahnhof: Onigris bei Rice up

Das ist ja mal ungewöhnlich aber schön. In einem Kiosk des U-Bahnhofes Schönleinstrasse an der Grenze von Kreuzberg zu Neukölln gibt es nun gesunde Ökosnacks zum mitnehmen. Dabei handelt es sich um sogenannte Onigris. Japan-Besuchern wird das sicherlich etwas sagen, denn dort sind die Snacks ein großer Hit. Für alle anderen: Onigiri ist das japanische Wort für Reisbällchen. Weiterlesen

Von falschen Bewertungen und Zertifizierungen. Nachgefragt im Frittiersalon in Friedrichshain.

Mein vorgestriger Artikel, in dem ich meine Verärgerung über “Bio-Blender” zum Ausdruck gab, stieß auf eine sehr große Resonanz. Verständlich, denn wer lässt sich schon gerne so veräppeln? Problematisch sind aber nicht nur falsche Angaben von Gastronomen, auch Konsumentenkritik, wie sie auf Internetportalen wie Qype geäußert wird, ist leider sehr häufig falsch. Wer mit Gastronomen redet, der hört häufig Klagen über solche Bewertungsseiten, die von Nutzern natürlich einerseits zur Weiterempfehlung aufgrund positiver Eindrücke genutzt werden können, im negativen Sinne aber eben auch zur Diffamierung. Und das passiert sogar häufiger mal im Auftrag oder direkt durch die Konkurrenz. Nachzuweisen ist das ganze natürlich schwer. Ich war z.B. erstaunt, als ich über eines meiner Lieblings-Fast Food Restaurants Frittiersalon bei Qype den Eintrag eines Nutzers las, der mitteilte: “ich muss mich ein bißchen wundern, dass das noch unter bio läuft, der laden ist weder zertifiziert, noch hat er bio. das ist doch ein merkwürdiger umgang mit der öffentlichkeit, solche methoden machen es den bios so schwer, das sind die schwarzen schafe der branche, das ist einfach nicht i.o. – 5 blitze !!!!!”. Leider kein Hinweis des Bewerters, wie er an diese Information kam, das wäre doch wichtig gewesen.

Ich habe mal genauer beim Frittiersalon nachgefragt, und bekam eine umfassende und schnelle Antwort (anders z.B. als bei supergood, wo offenbar generell nicht reagiert wird), die ich den Bloglesern hier gerne weitergebe:

BIO sind die Kartoffeln (das Hauptprodukt) immer und das ganze Jahr, Eier, Kräuter für die Soßen, Sprossen, Milch, NOW und Voelkl Getränke, Rohrzucker für div. Soßen, vegane Brat- und Currywurst, hoffentlich bald die Burger Brötchen (Testreihen laufen gerade), Zitronen, Limetten, Orangen und mehr.

Das Fleisch kommt so gut wie komplett von Neuland außer das Argentinische Rumpsteak. Konventionell ist das Gemüse; dafür aber wenn möglich regional, sowie das Argentinisches Rumpsteak und diverse fertige Saucen. Der Frittiersalon ist im übrigen seit ca. 3 Jahren bio-zertifiziert. Im Verlaufe der Zeit wurde beim Fleisch im Frittiersalon von Bio auf Neuland umgestellt (geringere Bio-Qualität zum kleineren Preis wollte man sich nicht leisten, viel höhere Verkaufspreise durch den Einsatz von hoher Bio-Qualität konnte man sich leider nicht leisten), bei den restlichen Zutaten ist der Bio-Anteil sogar gestiegen.

Zu Neuland-Fleisch an anderer Stelle mal ausführlicher etwas, jedenfalls ist Neuland zwar nicht Bio, aber die Anforderungen an die artgerechte Tierhaltung sind sogar zumeist höher als das EU-Bio-Siegel vorschreibt. “Alle unsere Tiere werden nach unseren strengen Richtlinien artgerecht gehalten. Sie haben Auslauf ins Freie, liegen auf Stroh, bekommen nur einheimische, gentechnisch nicht veränderte Futtermittel zu fressen und haben viel Tageslicht im Stall.” – weitere Infos auf der Internetseite von Neuland.

Nun fragt der eine oder andere Leser sich sicherlich, warum schreiben dann nicht alle Gastronomen einfach bei allen Zutaten auf der Karte dazu, wobei es sich um Bio-Produkte handelt? Und schon sind wir beim nächsten umfangreichen Thema: Der Bio-Zertifizierung. Diese schreibt vor, dass es bei jedem Produkt, das als “Bio” auf der Karte ausgelobt wird, zu entsprechenden Kontrollen seitens der Zertifizierungsstelle kommt. Viele Gastronomen verwenden zwar aus Überzeugung Bio-Produkte, finden aber dass der Aufwand der Protokollierung  den Nutzen, nämlich die Bezeichnung BIO auf der Karte zu haben, übersteigt. Das macht es dem Gast leider nicht leichter, dieser darf aber umgekehrt nicht immer davon ausgehen, dass zwangsläufig nur Bio drin ist, wenn Bio drauf steht. Letztlich hilft bei Unsicherheit nur zu Fragen, denn nur wenige Restaurants in Berlin sind wirklich zu 100% Bio-zertifiziert.

Ich kann einerseits verstehen, dass der Gast sich eine möglichst hohe Transparenz wünscht, finde es andererseits aber auch schade wenn weniger Bio eingesetzt wird oder zumindest dem Konsumenten nicht bewusst ist, dass er gerade Bio isst, weil dem Gastronomen der Zertifizierungsaufwand zu hoch ist. Die Frage stellt sich mir dann: Ist es nicht für den stärkeren Einsatz von Bio-Lebensmitteln in der Gastronomie sogar kontraproduktiv, wenn der Zertifizierungsaufwand so hoch ist – andererseits aber so viele Betriebe dreist und ungestraft mit dem Bio-Hinweis werben und konventionelle Produkte verkaufen? Wird das überhaupt ausreichend kontrolliert? Offenbar ja nicht. Auf meinen Hinweis bezüglich der Eisdiele, die fälschlicherweise mit dem Bio-Siegel wirbt z.B. gab es keine Reaktion seitens der Meldestelle. Ein polarisierendes Thema wie ich finde, dem ich in nächster Zeit mal etwas intensiver nachgehen möchte. Ich werde über meine Erkenntnisse berichten. Freue mich sehr über Meinungen dazu, es lesen ja auch einige Bio-Gastronomen hier mit.

Bio-Currywurst bei Curry 36

Curry 36 ist einer der bekanntesten Currywurst-Buden in Berlin, mit ständigem Riesenandrang. Und erstaunlicherweise gibt es dort nun die Currywurst in einer Bio-Variante. Und das sogar in hoher Qualität, denn die Wurst kommt vom Haveländer Apfelschwein, ein artgerecht gehaltenes Schwein, welches im Laufe seines Lebens neben regionalem Futter mit Apfeltresten gefüttert wird. Das hat mich wirklich überrascht. Preislich dazu äußerst günstig mit 1,80 Euro, die konventionelle kostet immerhin auch schon 1,50 Euro. Ich habe das ein wenig beobachtet, leider hat in den 10 Minuten, die ich dort gestanden habe, außer mir keiner die Biovariante gewählt. Ich denke und hoffe mal, dass dies nicht an den 30 Cent Aufpreis gelegen hat. Die Wurst schmeckte hervorragend übrigens. Jetzt müssten nur noch Bio-Pommes dazu angeboten werden. Auf jeden Fall kann ich ab nun auch mit meinen gelegentlichen touristischen Gästen, die Curry 36 als Top-Tipp in ihren Reiseführern vermerkt haben, dort mit essen.

Curry 36, Mehringdamm 36, 10961 Berlin.

Bioladen plus Bistro = Ölweide

Abseits der großen Biosupermarkt-Ketten gibt es sie noch, die kleinen Biolädchen, bei denen man nun mal nicht alles bekommt, sondern eben nur das, was der sympathische Inhaber für besonders wichtig hält. Zu dieser Gattung gehört der kleine Bioladen “Ölweide” in einer Nebenstrasse einen Steinwurf von der furchtbaren Potsdamer Strasse entfernt. In dieser Gegend weit und breit der einzige Bioladen. Dieses alleine wäre nicht unbedingt eine Blogmeldung wert, nein Freunde, natürlich gehört zur Ölweide ein nettes Bistro, das diverse Mittagsgerichte für die ernährungsbewussten Anwohner und Büromenschen bietet. Wechselnde Tagesgerichte, meist zwei Suppen, ein weiteres warmes Gericht sowie Salate. Preislich faire 3,50-6 Euro. Gute Portionen, leckeres Essen. Absolut empfehlenswert, vor allem weil man noch den Nachmittagssnack nebenan erstehen kann.

Ölweide Bioladen & Bistro, Pohlstraße 61, 10785 Berlin, Mo – Fr 9-19 Uhr, Sa 9-14 Uhr (In Bio-Karte anzeigen)

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Witty’s Gourmet Curry – Schampus und CPM.

Currywurstfreunde dürfte dies interessieren: Witty’s Organic Food, die Betreiber diverser Frittenschmieden, u.a. direkt gegenüber des KDW’s, haben unweit des Gendarmenmarkts nun eine weitere Filiale eröffnet: Witty’s Gourmet Curry. Natürlich gibt es hier auch Bio Schampus neben zur CPM (Currywurstpommesmayo). Mittags gibt es letzteres wohl schon für 4,90 Euro. Das ist natürlich kein gesundes Mittagessen, Freunde, aber besser als bei Curry36 oder dergleichen. Laut Internetseite gibt es dort ausserdem die erste Bio-Halal-Currywurst, evlt. der Welt. Na denn…

Witty’s Gourmet Curry, Taubenstraße 7, Berlin-Mitte. Internetseite

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Kreuzberger jetzt mit Biofleisch

Kurze Randbemerkung: Die Burgerbuden von “Kreuzberger” bieten ihre Burger nun auch in der Biovariante an – zumindest was das Fleisch betrifft. Zuvor gab es neben konventionellen Fleisch auch eine Neulandvariante. Konventionelles Fleisch kann man weiterhin bekommen, der Bioaufschlag beträgt 70 Cent, die sich lohnen. Ansonsten finde ich die Burger eher uninteressant weil lieblos. Filialen von Kreuzberger gibt es u.a. in Prenzlauer Berg auf der Pappelallee und auf der Grünberger Strasse in Friedrichshain.

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Nochmal vegetarisches Fast Food: Vego Foodworld

Nach Yellow Sunshine in Kreuzberg und YoYo Foodworld in Friedrichshain hat nun auch Prenzlauer Berg seinen vegetarischen Bio-Imbiss. Vego Foodworld ist nicht nur was das Logo und die Namenswahl betrifft ein Ableger von YoYo, sondern auch was die angebotenen Speisen betrifft. Einen Steinwurf vom Helmholtzplatz entfernt könnt ihr mit etwas ruhigerem Gewissen Fast Food konsumieren, denn die angebotenen Burger, Pizzas oder Wraps sind allesamt vegan – im Gegensatz zu Yellow sunshine und Yoyo, wo manche Gerichte vegetarisch sind. Und sozusagen als Grundvorraussetzung durchgängig lecker. Hier dürften auch eingefleischte Fleischesser erstaunt sein. Das genaue Essensangebot könnt ihr euch hier als PDF-Speisekarte anschauen. Das Hauptangebot besteht aus einer großen Anzahl verschiedener Burgervarianten, gerne mit den sehr köstlichen Pommes und/oder Salat. Es gibt aber auch Gyrosteller (unbedingt probieren!) oder Bockwurst mit Kartoffelsalat, Currywurst und Schnitzel – alles fleischlos lecker. Gut finde ich auch die Pizzen und Wraps. Preislich starten die Burger bei 2,90 Euro einzeln, im Menü mit Pommes 4,40 Euro, zusätzlich mit Salat 5,90. Wraps kosten 4 Euro, Pizzen ab 5 Euro, der Gyrosteller ebenfalls 5 Euro. Faire Preise angesichts der 100%igen Bioqualität. Vegane Angebote sind übrigens deutlich farblich gekennzeichnet. Das Angebot wird durch Süßkram und Getränke prima abgerundet.

Das Ambiente des Ladens ist übrigens deutlich netter als das von YoYo, was ehrlich gesagt auch nicht schwer ist, fast schon gediegen. Draußen kann man ebenfalls sitzen, und der Service ist freundlich und flott. Also rundum empfehlenswert. Nichts neues wenn man Yellow Sunshine (das Original) und YoYo bereits kennt, aber Berlin verträgt locker 3 vegetarische Bio-Fastfood-Läden, sogar noch mehr. Stellt euch vor anstatt all der McDonald’s, Burger King und KFC-Filialen….leider Träumerei. Geht hin, esst und bereut es nicht!

Vego Foodworld, Lychener Strasse 63, 10437 Berlin, täglich 12-24 Uhr geöffnet, www.vego-foodworld.com (In der Bio-Karte zeigen)

Dumpling – vegetarisches Café/Snackbar

Update: LEIDER GESCHLOSSEN!

Aus Neukölln konnte ich bislang noch nichts berichten, war deshalb erfreut, dass es auch hier nun eine Anlaufstelle für Vegetarier und Bio-Freunde gibt, und zwar das “Dumpling”. Dumplings sind Teigtaschen, ähnlich wie Maultaschen, gefüllt mit 4 verschiedenen Füllungen, 3 herzhafte, eine süße. Dazu kann man aus 3 Dips wählen. So probierten wir Bohnen-Dumplings mit Joghurt-Dip und einen Erdbeer-Dumpling mit Apfelmus-Dip. Beide waren wirklich lecker. Eine kleine Portion mit 3 Dumplings kostet 3, eine große mit 5 Dumplings 4,30 Euro. Dazu hatten wir einen leckeren Milchkaffee (Libertad-Espresso). Soviel wie möglich werden Bio-Lebensmittel eingesetzt, alles ist vegetarisch oder auch vegan. Das Café wird von 2 netten Frauen betrieben, die das ganze mit viel Liebe und Engagement betreiben. Das merkt man. Der Service ist flott und superfreundlich, der Laden nett aufgemacht, besonders witzig übrigens die Toilette.

Neben den Dumplings gibt es Smoothies und Muffins (1 Euro/Stück), viele Kaffespezialitäten, Bio-Säfte und mehr. Sonntags gibt es ab 12 Uhr ein Dumpling-Buffet.

Fazit: Neukölln scheint sich doch zu machen, das Dumpling ist ein gutes Beispiel, sehr schön! Unbedingt mal hin!

Dumpling, Reuterstraße 29, Di-Do 14-22 Uhr, Fr/Sa 12-0, So 12-18 (Dumpling-Buffet), www.dumplingcafe.net

Berlin’s WIRKLICH erster Bio-Döner! Oder?

LEIDER WIEDER GESCHLOSSEN! Der Betreiber hatte damals schon geklagt, dass es nicht so richtig gut läuft, trotz der hervorragenden Lage auf der Kastanienallee. Offenbar hat der Preis (4,50 Euro) zuviele Leute vom Verzehr abgehalten. Am Geschmack hat es definitiv nicht gelegen, das war der beste Döner den ich je gegessen habe. Der Betreiber war supernett. So musste leider wieder ein ambitionierter Bio-Gastronom aufgeben, weil sich nicht genügend Menschen gefunden haben, die für gute Qualität sowie Umwelt- und Tierschutz entsprechendes Geld zahlen wollen….

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Interessanterweise sorgten meine Berichte über den Neuland-Döner auf der Greifenwalder Strasse (der nun komplett auf Neuland umgestellt hat – was aber leider nicht „bio“ ist) und mein Bericht über „Bio-Buffet“ in der Marheinekehalle (wo es tatsächlich den ersten Bio-Döner gab, der dummerweise wieder aus dem Programm genommen wurde) für das größte Feedback. Irgendwie auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass es so gut wie alles mittlerweile in Bio-Qualität gibt, zwei der Berliner Lieblingsimbiss-Spezialitäten jedoch nicht: Döner und Falafel. Diese Lücke wurde nun geschlossen.

Auf der Kastanienallee gibt es bei Mutter & Sohn unweit des Praters Döner, Falafel, Köfte, Lahmacun und alles was einen sonst in einer typischen konventionellen Dönerbude erwartet – alles 100% bio! Da war ich doch ehrlich gesagt platt, eine so konsequente Umstellung (vorher gab es hier konventionelles) hätte ich nicht erwartet. Umso schöner. Der Besitzer erklärte mir, dass es keinen Sinn machen würde, dieses nur halbherzig zu machen, wenn schon, dann komplett. Nicht sehr begeistert zeigte er sich von der Qualität konventionellen Dönerfleisches, ich will euch hier unappetitliches ersparen. Lange Rede, kurzer Sinn: Er ist von dem überzeugt, was er macht. Dass die Gerichte teurer sind als beim konventionellen Dönermann in Neukölln, dürfte euch sicherlich nicht überraschen und hat natürlich seine berechtigten Gründe. Ein Standard-Döner kostet hier halt 4,50 Euro, alle anderen Gerichte sind ebenfalls 1-2 Euro teurer.

„Wie schmeckt er denn nun, verdammt???“, höre ich den Dönerfreund zunehmend ungeduldig fragen ob dieser für ihn viel zu langen Einleitung. Ok, ok! Er schmeckt………………………….wirklich sehr, sehr lecker! Das Fleisch ist nicht zu vergleichen mit konventionellem, insgesamt ist der Döner absolut nicht trocken, köstlich gewürzt und rundum gelungen. Selbst das Bio-Brot schmeckt besser. Ganz unter uns: Das war glaube ich der beste Döner den ich je gegessen habe. Aber überzeugt euch selbst!

Noch etwas zum Hintergrund: Der Neuland-Döner auf der Greifswalder Strasse wurde im letzten Jahr fälschlicherweise von vielen Zeitungen als „der erste Bio-Döner“ Berlins propagiert. Dabei wurde dort lediglich erfolgreich auf Neuland-Fleisch umgestellt. Dieses ist zwar aufgrund artgerechter Tierhaltung „besser“ als konventionelles, Bio-Auflagen sind aber höher.

Mutter & Sohn, Kastanienallee 24

Burger? Friedrichshain!

Der Friedrichshainer an sich isst offenbar mit Vorliebe Burger. Oder wie ist die Dichte an Burgerbuden im Umkreis des Boxis sonst zu erklären? In den letzten Monaten eröffneten 3 neue Burgerbrater hier ihre Pforten. Eine Filile des Kreuzburgers, der “Green Burger” (hier getestet), und nun unmittelbar am S-Bahnhof Ostkreuz “Burgers Berlin”. Nette Einrichtung, sehr modern und in schwarz gehalten, Ipod-Jukebox und Bio-Fleisch. Letzteres gibt es statt konventionellem Bratling für 1 Euro Aufschlag. Aber: Wie bei manch anderem Burgerbrater ist auch hier der Rest komplett konventionell. Daher hier auch keine großen Arien: Der Burgerfreund, der nicht 100% bio haben muss, aber beim Fleisch genauer hinsieht, der bekommt hier Burger ab 4,20 (“Bio-Preis”), die lecker sind. Dazu Pommes, Wedges, etc. Wenigstens die könnte man ja “bio” anbieten. Überhaupt: Wer macht den ersten richtigen Bio-Burger-Imbiss auf?

Burgers Berlin, Sonntagstrasse 2, 10245 Berlin, www.burgers-berlin.com

Berkis – Bio-Pita, mit bisschen Bio-Salat doppelt so teuer…

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Länger schon hatte ich einen Besuch bei Berkis auf dem Plan stehen, komme aber so selten in die Nähe des Winterfeldplatzes. Jetzt war ich endlich da und bestellte zum ersten mal seit vielen Jahren mal wieder ein “Gyros Pita”. Gespannt war ich darauf, ob man hier wirklich 100%iges Bio-Essens kredenzt, so wie ich es in diversen Stadtmagazinen gefunden hatte. War natürlich nicht so. Schade, dass viele Journalisten das ganze nicht so richtig recherchieren, ist nicht das erste mal. Immerhin ist das Fleisch “bio”, von der Bio-Schlachterei Thönnes, und natürlich ist der Bioaspekt bei Fleisch auch das wichtigste (für mich). Der Rest aber ist konventionell. Nachgefragt beim freundlichen Personal, warum nicht alles in bio. Und dann die herrliche Antwort: “Dann müssten wir die Pita für 7-8 Euro verkaufen”….momentan kostet sie 3 Euro! Aha! Ein wenig Bio-Salat, Biozwiebeln und Gewürze und das Fladenbrot in bio kosten 4-5 Euro mehr??? Wie bitte? So Antworten liebe ich ja. Ausserdem käme ja einiges aus Griechenland….mhm….Auch mein Hinweis auf mein Wissen der Biopreise hat den guten Mann nicht weiter beeindruckt, er blieb dabei. Nun gut, sei’s drum. Immerhin war er informiert, was bio ist und was nicht und zückte gleich einen Schlachtereiflyer. Also wir merken uns: Bei Berkis ist nur das Fleisch bio. Aber immerhin!

Trotzdem wurde die Pita verzehrt, und ich fand sie zwar ein wenig fettig (empfindliche Mägen könnten Probleme bekommen), aber sie schmeckte mir gut. Vor allem halt das Fleisch. Interessant fand ich die Pommes mit im Brot, kannte ich so noch nicht. Das Fladenbrot war ebenfalls gut. Das Berkis ist in ein Restaurant und einen Imbiss aufgeteilt, der sehr gut besucht ist. Fazit: Kann man hin, wenn man unbedingt mal wieder eine Gyros Pita essen möchte, muss man aber auch nicht….

Berkis, GREEK ART FAST FOOD, Winterfeldtstrasse 45, 10781 Berlin



Green Burger – könnte grüner sein…

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In Friedrichshain gibt es auf der Grünberger Strasse zwei neue Burgerbuden. Die eine ist eine Filiale von “Kreuzberger”, die andere heisst passend zum Strassennamen “Green Burger”. Da war ich ja gespannt, wie grün dieser Burgerbrater denn nun wirklich ist. Und da hätte ich ehrlich gesagt etwas mehr erhofft, weswegen dieser Bericht auch recht kurz ausfällt. Es gibt, und das ist ja auch schon mal gut und lobenswert, die Auswahl zwischen konventionellem Fleisch und Bio-Fleisch. Natürlich sind letztere Burger teurer, ca. 3,80 Euro. Vom Bio-Fleisch abgesehen fand ich nur eine “Bio-Kartoffel” auf der Karte, diese war aber “ausverkauft”. Der Rest ist komplett konventionell. Also kein großer Wurf für uns Bio-Freunde, aber immerhin eine Möglichkeit mehr. Wobei ich persönlich da die paar Meter mehr zurücklegen würde, um den “Frittiersalon” aufzusuchen.

Fazit: Ein Burgerbrater, der sich “Green Burger” nennt, dürfte für meinen Geschmack doch etwas grüner sein – vielleicht bezog man sich bei der Namensgebung doch eher auf den Strassennamen. Trotzdem: Positiv ist das allemal, das hier Bio-Fleisch angeboten wird.

Green Burger, Grünberger Strasse 38, 10245 Berlin

Der kleine Buddah – die neue Perle im Neuköllner Richardkiez

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Im Neuköllner Richardkiez? Ja, auch biomäßig entsteht in Neukölln so langsam was, bislang aber eher im Reuterkiez. Doch seit März gibt es diese wirklich wunderbare Kombination aus Bioladen und Gastronomie. Ich war letzte Woche da und absolut begeistert. Neben einem Grundangebot an Biolebensmitteln wird dem Gast ein wechselndes Essensangebot mit einigen Standards zu einem wahrlich fairen Preis geboten. Die umtriebigen Betreiber haben es sich tatsächlich getraut, in einer Bio-Wüste diesen supernetten Laden zu eröffnen – und haben alles richtig gemacht!

Ich aß einen Falafelteller (5,90 Euro), mit sehr leckerem Salat, meine Freundin hatte einen Salat, und war ebenfalls begeistert. Standards wie Salat und Suppen gibt es täglich, hinzu kommen ca. 7-8 wechselnde Gerichte, preislich zwischen 3 und 7 Euro im Groben. Wirklich günstig für 100% Bio-Zutaten. Die Betreiber Inken und Roland haben es sogar schon hinbekommen, ein interkulturelles Projekt zu initiieren, in dessen Rahmen es wöchentliche kulinarische Länderschwerpunkte gibt. Bei uns war es eine arabische Woche. Zitat Roland: “Egal wie groß die Sprachschwierigkeiten sind – in der Küche beim gemeinsamen Kochen versteht man sich einfach wunderbar!”. Es werden ganz einfach Kunden angesprochen, ob sie nicht Lust haben, mit Inken und Roland, die beide gelernte Köche sind, deren landestypischen Speisen in Bioqualität zuzubereiten. Wow, oder? Und hatte ich schon erwähnt, dass die Sachen toll angerichtet waren und verdammt lecker?

Ungewöhnlich auch die Öffnungszeiten: Täglich von 7-22 Uhr kann man GANZTÄGIG FRÜHSTÜCKEN, von 12-15 und von 18-21 Uhr “warm essen”. Und was wirklich mal erwähnt werden sollte: Sympathischer als diese beiden Besitzer, die sich im Februar vom hohen Norden aus auf den Weg nach Berlin gemacht haben, geht es ja nun gar nicht mehr. Die sind sowas von nett und engagiert – ich will nicht böse sein, aber da fühle ich mich bedeutend mehr als gerne gesehener Gast als in manchem stylishen Mitte- oder Prenzlauer Berg-Café, das leicht arrogant “auf Bio macht”, weil es sich gut verkaufen lässt. Wahrscheinlich würde diese nette und unverkrampft offene Art der Beiden dort beinahe schon verdächtig wirken…

Also, liebe Neuköllner. Hier habt ihr eine echte Perle bekommen, mal ganz im Ernst. Das ist wirklich ein toller Laden zum Frühstücken, draussen in der Sonne sitzen und für den kleinen Bio-Einkauf. Absolute Empfehlung!! Ich komme sehr gerne jetzt noch öfters!

Der kleine Buddah, Mareschstr. 14, 12055 Berlin

Bratwurstzeit – am leckersten bei Tannenwälder!

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Liebe Blogleser (Vegetarier bitte nicht weiterlesen),

ich esse zwar selten Fleisch, aber wenn dann am liebsten Brat- oder Currywurst (ein Feinschmecker…). Das Angebot an Bio-Bratwürsten in Berlin wächst ständig und hier einige Empfehlungen bzw. Nicht-Empfehlungen:

  • Ökomarkt Helmholtzplatz: Samstags gibt es von 9-16 Uhr einen neuen (für mich zumindest) kleinen Ökomarkt am beliebten Helmholtzplatz. Neben dem üblichen Gemüseangebot findet man hier einiges mehr, so auch einen Bio-Metzger mit Bratwurst-Stand. 2-3 verschiedene “Sorten” gibt es, preislich bei ca. 2,80 Euro. Das Bratwürstchen war lecker, nicht überragend, und ziemlich klein. Insgesamt ganz in Ordnung.
  • Imbissbude an der U-Bahn-Station Schönhauser Allee: Seit einigen Wochen wird hier mit riesigen Bannern und Bio-Siegeln auf das neue Angebot hingewiesen: Brat- und Currywurst in Bio-Qualität (von “Velten”) für 2,80 Euro. Schade nur, dass ich bei insgesamt 5 Versuchen nur ein einziges Mal tatsächlich auch eine Currywurst bekam. Ziemlich unfreundliche Reaktion auf meinen Hinweis, dass dies doch einigermassen irreführend sei. Schade, denn die Currywurst schmeckte wirklich gut. Immerhin versucht der Betreiber keine konventionelle stattdessen heimlich zu verkaufen. Aber mal ernsthaft: Wer so “fett Werbung” dafür macht, sollte auch sehen, dass es im Normalfall auch lohnt, hierhin zu kommen!
  • Witty’s Organic Food: Der Klassiker am Wittenbergplatz, dazu gibt es weitere Infos im Bio-Guide. Bioland-Wurst, mit oder ohne Darm, superlecker!
  • Tannenwälder (www.tannenwaelder.de): Der neue Star am Berliner Bratwurst-Himmel! Mit witzigen dreirädigen Rollern stehen die Tannenwälder u.a. Sonntags auf dem Trödelmarkt im Mauerpark, auf dem Karl-August-Platz sowie in Potsdam. Was gibt es hier? Rostbratwurst-Variationen aus eigener Herstellung (aus Thüringen), dazu ein Riesenangebot an interessanten Senfvarianten, an denen man sich selbst bedienen kann, auch ausgefallenes. Currywurst, Bratwurst, warmer Krautsalat, Kartoffelsalat. Besonders toll: Alles ist bio-zertifiziert. Auch das Abfallsystem ist bis ins letzte Detail nachhaltig durchdacht. Toll! Die Wagen sind superfunktional und doch hübsch, die Betreiber sind sowas von freundlich und sympathisch, so wünscht man sich den Service überall! Ach ja, ihr wollt noch wissen wie es schmeckt? Absolut lecker zum Glück. Die Bratwurst ist köstlich, die Currywurst in verschiedenen zu wählenden Schärfestufen mit selbstgemachter toller Currysauce ein Genuss. Nein, mir gehört das Unternehmen nicht….aber die sind mal ein Beispiel für eine tolle Umsetzung eines Konzeptes, wo alles stimmt. Glückwunsch dazu. Und Glückwunsch an alle Wurstliebhaber, die sich dort kulinarisch verwöhnen lassen. Meine absolute Top-Empfehlung! Sonntags im Mauerpark kann nun bio-geschlemmert werden. Moment…heute ist ja Sonntag! Auf Wiedersehen, ich muss los, in den Mauerpark….

Butterstulle

In der Nähe des S-Bahnhofes Friedrichstraße in der Marienstraße könnte man leicht an Butterstulle vorbeifahren. Von außen ist noch nicht zu erahnen, dass man drinnen eine gute Auswahl an Bio-Lebensmitteln und Tagesgerichten erwerben kann. Ein Schwerpunkt liegt auf Salaten, es gibt aber auch warme Tagesgerichte zu fairen Preisen und natürlich Stullen. Diese können drinnen an Stehtischen oder draußen verzehrt werden. Neben frischen Salaten und warmen Speisen gibt es eine Auswahl an Kuchen, eine Fleisch- und Käsetheke, Eis und vieles mehr. Im Prinzip ein kleiner Naturkostladen mit Essensangebot. Fast alle zu kaufenden Artikel und eingesetzten Lebensmittel sind bio, allerdings sollte man zur Sicherheit ruhig mal nachfragen. Das Fleisch im Salat z.B. kommt “vom Großmarkt”, da man sonst die Speisen nicht so billig anbieten könne. Schade, wie ich finde. Ich halte ja mehr davon, ruhig weniger Fleisch mit reinzupacken und dafür mindestens Neuland-Qualität zu nehmen. Dann wäre diese Location ein absoluter Top-Tip für Mitte. So ist es zumindest ein guter Tip. Übrigens macht Butterstulle auch Catering.

Fazit: Günstiger Mittagstisch mit hohem (“über 80%”) Bio-Anteil in der Nähe der Friedrichstraße. 

Butterstulle, Marienstraße 25, http://marienstrasse25.de/

Yo Yo – Vegetarisches Bistro

Die Gärtnerstraße in Friedrichshain ist um eine Attraktion reicher. Yo Yo – der vegetarische Imbiss hat seit einigen Tagen eröffnet, und wir waren gespannt, was uns erwartet. Der Mensch hinter dem Tresen kam mir doch gleich bekannt vor, ein ehemaliger Mitarbeiter von “Yellow sunshine” in Kreuzberg, und der Rest war dann nicht sehr überraschend. So ist “Yo Yo” ein eindeutiger Ableger von Yellow Sunshine, sprich es gibt vegetarischen Fast Food in Bio-Qualität. In erster Linie sind dies Burger, der Großteil ist vegan (schön auf der Karte markiert), hinzu kommen Wraps, Salate und andere Kleinigkeiten, und auch vegane Pizza.

Die Anzahl der Burger ist sehr groß, die Preise sind völlig in Ordnung (Homemade Burger 2,79). Den Burger gibt es entweder einzeln, oder als Menu mit Pommes und/oder Salat. Ein Menü kostet damit ab knapp 5 Euro. Die von uns getesteten Burger waren superlecker, und die Pommes waren glücklicherweise ebenfalls haargenau wie bei Yellow Sunshine – einfach herrlich! Die Einrichtung des Ladens ist leider etwas lieblos, hier hätte man durchaus mehr draus machen können. Draußen stehen noch 2 Tische mit Bänken. Der Service ist nett und flott, die Speisekarte gut und übersichtlich aufgemacht. Die Getränke sind, wie fast 100% aller Zutaten ebenfalls bio, sehr löblich!

Das der Laden eine sehr genaue Kopie von Yellow Sunshine ist, stört mich nicht. So ist der Verlust von Hops and Barley’s Imbiss doch nun besser zu verkraften, und Berlin ist groß genug für mindestens 2 solcher Läden. Der einzige Minuspunkt ist für mich wirklich die etwas lieblose (Ikea-)Einrichtung, da ist Yellow Sunshine vom Ambiente her schon netter.

Fazit: Yellow Sunshine hat eine Schwester in Friedrichshain bekommen, etwas günstiger, genauso lecker, ähnliches Angebot. Super!

Yo Yo Foodworld, Gärtnerstraße 27, 10247 Berlin, www.yoyo-foodworld.com

Meierei – Alpenländische Spezialitäten

Auf der Kollwitzstraße, kurz vor dem Kollwitzplatz (vom Senefelder Platz aus gesehen) gibt es seit ein paar Monaten die “Meierei”, die alpenländische Spezialitäten anbietet. So gibt es Käse, Wurst, Marmeladen und vieles andere zum Mitnehmen, akuter Hunger kann aber auch direkt vor Ort stilvoll beseitigt werden. In sehr schönem Ambiente bieten die Besitzer z.B. Leberkäsbrötchen, Suppen, Weißwürste und vieles mehr – fast alles Bio. Falls nicht explizit auf der Tafel angegeben, einfach nachfragen, die Besitzer sind kompetent und freundlich. Und echte Österreicher, sehr charmant. Netter Laden mit kleinem und größerem Imbiss.

Fazit: Schöner Laden mit tollem Bio-geprägten Angebot. Ich empfehle Leberkäs in der Schrippe – köstlich!

Meierei, Kollwitzstraße 42, 10405 Berlin, www.meierei.net