Buchtipp: 2052 – der neue Bericht an den Club of Rome

Ein höchst interessantes Buch hat Jorgen Randers im Oekom-Verlag vorgelegt: “2052 – der neue Bericht an den Club of Rome. Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre”. Ist Jorgen Randers Hellseher? Nein, das nicht. Er ist sich auch der begrenzten Ausssagekraft der im Buch vorgestellten Zukunftsprognosen bewusst, gleichsam klingt das alles doch irgendwie sehr nachvollziehbar und logisch. Und Jorgen Randers ist quasi kein Anfänger auf dem Gebiet der Zukunftsprognosen: Er war einer der Co-Autoren des vor 40 Jahren erschienenen Buches „Die Grenzen des Wachstums“  des Clubs of Rome. Ich zitiere an dieser Stelle mal aus Wikipedia:

Ausgangspunkt der Studie war es, zu zeigen, dass das aktuelle individuelle lokale Handeln Aller globale Auswirkungen hat, die jedoch nicht dem Zeithorizont und Handlungsraum der Einzelnen entsprechen […] Das benutzte Weltmodell diente der Untersuchung von fünf Tendenzen mit globaler Wirkung: Industrialisierung, Bevölkerungswachstum, Unterernährung, Ausbeutung von Rohstoffreserven und Zerstörung von Lebensraum. So wurden Szenarien mit unterschiedlich hoch angesetzten Rohstoffvorräten der Erde berechnet, oder eine unterschiedliche Effizienz von landwirtschaftlicher Produktion, Geburtenkontrolle oder Umweltschutz angesetzt.“

Beängstigende Ergebnisse

Die Ergebnisse der Simulation waren beängstigend: „Die zentralen Schlussfolgerungen des Berichtes waren: “Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung von natürlichen Rohstoffen unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht“

1972, also vor 40 Jahren erschien dieses Buch, dass über 30.000.000 mal verkauft wurde. Die Zeitspanne von 40 Jahren nimmt der Autor Jorgen Randers nun als Grundlage für sein neues Szenario. Unterstützt wurde er bei der Erstellung von zahlreichen anerkannten Wissenschaftlern, Ökonomen und Zukunftsforschern. Jorgen Randers und seine rund 30 Mitstreiter beschäftigen sich mit vielen Dimensionen einer Zukunftswelt, die wir uns heute wohl noch gar nicht vorstellen können. Es wird Gewinner und Verlierer geben, Nationen die ihren Wohlstand erhalten oder erweitern können, aber auch solche, die unter den aktuellen und zukünftigen Entwicklungen stark leiden werden, egal ob ökonomisch oder in Hinblick auf das Klima.

Ist eine Demokratie geeignet zur Lösung der Menschheitsprobleme?

Wirtschaft und Klima sind zwei der großen Themen dieses höchst spannenden Buches, doch erfährt der Leser noch viel mehr, z.B. ob eine Demokratie nach westlichem Vorbild geeignet ist, die großen Probleme der Menschheit und des Planeten Erde zu lösen.

Es ist müssig und schwierig, einen detaillierten Überblick über den Inhalt des sehr lesenswerten Buches an dieser Stelle zu vermitteln. Ich empfehle die Lektüre allen, die an Zukunftsfragen interessiert sich, die sich mit Begriffen wie Nachhaltigkeit, Politik und Wirtschaft beschäftigen mögen. Und ich bin gespannt, ob ich noch erleben werde, in wie weit die in „2052“ getroffenen Zukunftsprognosen eintreffen werden.

Weitere Infos und eine Leseprobe findet ihr hier beim hervorragenden Oekom-Verlag.

Jorgen Randers: 2052. Der neue Bericht an den Club of Rome. Eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre. 432 Seiten, Oekom verlag München, 2012. ISBN-13: 978-3-86581-398-5

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